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Südafrikas Südosten  -  Okt. / Nov. 2004


Tag

 Strecke

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag, Sa.

 Abflug Düsseldorf

 

 

   2. Tag, So.

 Johannesburg - Bloemfontein

 

( Auto: 440 km)

   3. Tag, Mo.

 Bloemfontein - Tweespruit

560 m

76 km

   4. Tag, Di.

 Tweespruit - Clocolan

920 m

95 km

   5. Tag, Mi.

 Clocolan - Fouriesburg

1000 m

97 km

   6. Tag, Do.

 Fouriesburg - Golden Gate NP

850 m

54 km

   7. Tag, Fr.

 Golden Gate NP - Little Switzerland

900 m

86 km

   8. Tag, Sa.

 Little Switzerland - Winterton

950 m

84 km

   9. Tag, So.

 Winterton - Mooi River

1150 m

80 km

 10. Tag, Mo.

 Mooi River - Pietermaritzburg (Auto > Ballito)

350 m

63 km

 10.-16. Tag

 Auto: Ballito - Hluhluwe - Krügerpark - Malelane

 

( Auto: 1715 km)

 17. Tag, Mo.

 Malelane - Barberton

1050 m

82 km

 18. Tag, Di.

 Barberton - White River

1000 m

67 km

 19. Tag, Mi.

 White River - Sabie

1100 m

61 km

 20. Tag, Do.

 Sabie - Graskop

1200 m

57 km

 21. Tag, Fr.

 Graskop - Blyde River Canyon

800 m

67 km

 22. Tag, Sa.

 Blyde River Canyon - Lydenburg

1050 m

95 km

 23. Tag, So.

 Lydenburg - Long Tom Paß - Sabie

1150 m

59 km

 24. Tag, Mo.

 Sabie - Nelspruit

850 m

68 km

 25.-29. Tag.

 Auto: Nelspruit - Pilanesberg - Johannesburg

 

( Auto: 1300 km)

 

 Gesamthöhe / -strecke = 12,4 m/km

14800 m

1190 km

Zur Einzelbildansicht oder zum Start der Diashow
bitte ein Foto anklicken

Golden Gate NP

östlich Golden Gate

Royal Natal NP

Giraffe

Zulu Kraal

Schild Löwenwarnung

Elefant

Bei Barberton G

Jacarandas G

Raststätte G

Blyde unten G

Blyde G

Ndebele G

Pilanesberg NP G


Allgemeine Infos:  (bitte quer ausdrucken)

Tolle weite Landschaften, schroffe Berge, viele exotische Tiere, freundliche Menschen und eine gute Infrastruktur machen Südafrika zu einem guten Land für Radtouristen. Südafrika ist für afrikanische Verhältnisse nicht gerade ein Billigland, jedoch bietet es ein recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis für deutsche Touristen. Nepp ist uns auf der ganzen Reise nicht bewusst geworden.

Einreise / Währung

Linienflüge nach Südafrika starten von den großen deutschen Flughäfen und auch von Amsterdam und werden u.a. von Air Namibia, South African Airlines, Air France, KLM und der heimischen Lufthansa durchgeführt. Im Herbst 2004 kostete uns der Flug mit Emirates ab Düsseldorf €850,- zuzüglich €180,- für den Radtransport. Die Flüge aus Europa landen in Johannesburg. Die Einreise auf dem Landweg ist über Botswana, Mocambique und Zimbabwe möglich.

Zahlungsmittel in Südafrika ist der Rand (ZAR). Es dürfen nur 500 Rand eingeführt werden. Im Flughafen von Johannesburg sind Wechselstuben eingerichtet. Besser ist es, an einem der vielen Bankautomaten gebührenfrei mit der Postsparbuch-Card Landeswährung abzuheben. Auch in Südafrika werden in vielen Hotels, Lodges und in den großen Supermärkten Kreditkarten akzeptiert (meist Visa/Mastercard), Tankstellen hingegen akzeptieren ausschließlich Bargeld. Ebenfalls im Flughafen gibt es Miethandys und SIM-Karten für das eigene Telefon (190 Rand).

Geografie

Der Südosten Südafrikas ist ein von hohen Bergen und weiten Hochebenen geprägtes Land. Die Topographie ist anstrengend und führt dazu, dass Radler viele Steigungen zu bewältigen haben. Wir haben mehrfach um 1000 Höhenmeter am Tag bewältigen müssen. Vielfach bewegen sich die Straßen im Inland auf Höhen über 1000m bis zu 2100m.

Klima / Winde / Regenzeiten

Wir waren Mitte Oktober bis Anfang November unterwegs und hatten Maximaltemperaturen zwischen 17°C und 37°C. Mit Regenschauern und kalten Tagen muss ebenso wie mit brütendheißen Temperaturen gerechnet werden. Längere Regenperioden hatten wir nicht. Nachts kann es in den Höhenlagen frisch werden, daher ist ein warmer Schlafsack für Camper besonders im hochgelegenen Hinterland erforderlich. Ab Anfang-/Mitte November beginnt die schwülheiße Regenzeit, die für Radfahrer nicht empfehlenswert ist.

Die Jahreszeiten sind aufgrund der Lage Südafrikas auf der südlichen Erdhalbkugel den Europäischen entgegengesetzt, d.h. in unserem Winter ist dort Hochsommer. Der Sommer in Südafrikas Osten dauert von Mitte November bis Mitte Februar und ist Regenzeit. Das Hauptproblem für den Radler abseits der Küstenregionen ist in dieser Zeit die große Schwüle und Hitze. Außerdem ist von Mitte Dezember bis Februar Ferienzeit, was volle Lodges und Campingplätze bedeutet. Der Südwinter wartet mit kühlem Regenwetter auf. Die Schwarzen vermummen sich sogar im Frühling und Herbst mit Wollmützen und dicken Jacken.

Gute Bedingungen findet der Radler unseres Erachtens hauptsächlich im Süd-Frühling (Anfang Oktober bis Anfang November) und -Herbst vor (Februar/April). Die beste Reisezeit ist nach meinem Dafürhalten der Frühling mit (noch) angenehm Temperaturen, vielen blühenden Pflanzen und (noch) geringer Malariagefahr.

Gesundheit

Die Sonne brennt in der klaren und oft trockenen Luft so stark vom Himmel, daß die Haut sogar durch T-Shirts hindurch gebräunt wird. Zu den empfohlenen Impfungen gehören Hepatitis, Diphtherie, Polio und natürlich Tetanus. Eine Malariaprophylaxe ist nach Auskunft der einschlägigen Publikationen im von uns bereisten Gebiet besonders in der Regenzeit ab Anfang November erforderlich. Viele Steigungen und die Höhenlage erfordern eine gute körperliche Kondition. Leitungswasser haben wir überall ohne Probleme getrunken.

Bevölkerung, Sprache

Die Bevölkerung setzt sich im Osten aus sehr wenigen Weißen und vielen Farbigen und Schwarzen zusammen und fällt durch ihre außerordentliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auf. Wir hatten auf der ganzen Reise keine Angst, und auch nicht die geringsten Sicherheitsprobleme gehabt. Natürlich gibt es da die Statistik mit vielen Verbrechen. Aber ich bin nach dieser Reise überzeugt, dass es für Touristen im von uns bereisten Gebiet nicht gefährlicher als in den meisten anderen Ländern ist, sofern man die grundlegenden Sicherheitsregeln beachtet.

Die Menschen in Südafrika stellen eine Vielzahl verschiedener Stämme und Rassen dar. Die weiße Bevölkerung spricht ein ausgezeichnetes Englisch und natürlich Afrikaans, aber leider auch häufig schlecht über die Schwarzen. Mit der schwarzen Bevölkerung kommt man überwiegend in englisch klar.

Übernachten

Eine Radtour durch Südafrika lässt in der Regel die Wahl aller möglichen Übernachtungsformen zu, doch ganz ohne Hotel wird auch der Zeltfreund nicht auskommen können. Es sind etliche Campingplätze vorhanden, viele waren aber noch nahezu leer, so dass wir immer aufgenommen wurden. Nur wenige Plätze waren in einem Zustand, der uns ins nächste Guesthouse ausweichen ließ. Die Preise für 2 Personen und ein Zelt lagen nicht so hoch wie in Südeuropa (ca. 10€), im Krügerpark waren sie jedoch überteuert. Guesthouses, B&B und Hotels sind vielfach vorhanden, ein Doppelzimmer mit Frühstück haben wir fast immer unter 50€ bekommen. Johannesburg haben wir gemieden.

Verpflegung

Überall gibt es kleine Läden und oft große Supermärkte für Selbstversorger. Essengehen ist nicht billig, aber qualitativ gut. Ein Filetsteak mit Beilagen gibt es häufig für etwa 8-10€. Kein Problem ist die Trinkwasserversorgung. Wir haben uns überwiegend mit Leitungswasser versorgt und dabei keine Magen-/Darmprobleme bekommen. In Supermärkten und Tankstellen kann man Trinkwasserkanister kaufen. Leckeres Bier, auch nach deutschem Reinheitsgebot, gibt es überall (Castle, Windhoek).

Gefahren, restriktive Reisegebiete

Eine Radtour durch Südafrika ist m.E. nicht gefährlicher als eine Reise durch Europa wenn man einmal von Johannesburg absieht (siehe oben). Hunde sind im ganzen Gebiet sehr zurückhaltend und faul. Angebellt wird man nur von angeketteten oder eingesperrten Hunden. Wir hatten auf der ganzen Reise keine Probleme mit Hunden! Als Radtourist sollte man auf jeden Fall vermeiden, durch die Townships der Großstädte zu fahren, was insbesondere bei Dunkelheit gilt. Wir sind durch viele schwarze Wohnorte gefahren und hatten dabei nur freundliche Menschen gesehen und keine Probleme bekommen. Nur selten sind die Townships so verkommen, wie man sie sich als Afrika-Neuling vielleicht vorstellt. Die meisten Wohngebiete der Schwarzen sind funktionierende Gemeinden mit Strom, Wasser, Abwasser und immer häufiger auch gemauerten Häusern.

Rad und Ausrüstung

Da sich Fahrten bei Dunkelheit verbieten, kann die Beleuchtung daheim bleiben. Als Transportschutz hatten wir pro Rad einen großen Karton dabei. Die Reifen sollten mindestens 37mm breit sein, da es auf wenigen Abschnitten über Schotterpisten geht. Aufgrund möglicher kalter Nächte in Höhenlagen ist ein warmer Schlafsack notwendig. Für die Tierbeobachtung ist ein gutes Fernglas unabdingbar. Der Fotoapparat sollte unbedingt mit einem Vorsatzfilter ausgerüstet werden. Besonders mit einem Polfilter lassen sich auf der Reise bei der ungewöhnlich klaren Luft tolle Effekte erzielen.

Straßen und Verkehr, Transport

Die Straßen waren vielfach sehr gut und außerhalb der Städte auch wenig befahren. Auf den Durchgangsstraßen ist häufig ein Seitenstreifen vorhanden, den aber auch andere langsame Fahrzeuge nutzen. Es war sehr wenig LKW-Schwerverkehr vorhanden und die Autos machten einen großen Bogen um uns. Voll und laut wurde es nur im Einzugsbereich der wenigen Städte, die für Radfahrer kein Problem darstellen. Ausweichmöglichkeiten auf Bus und Bahn sind auf Grund der wenigen Strecken und der seltenen Abfahrten nicht einfach zu organisieren. Einfacher ist es, einen Leihwagen vor Ort zu mieten. AVIS ist in sehr vielen Städten vertreten, so dass sich auch ad hoc eine Teilstrecke mit dem Wagen organisieren läßt.

Reiseführer und Karten

Ein Muß ist der Kontakt zum südafrikanischen Touristenbüro in Frankfurt. Dort bekommt man einen ausführlichen Beherbergungsführer, Campingverzeichnisse und weitere nützliche Infos (auch zu den Nationalparks).

Sinnvoll ist das Buch „Südafrika per Rad”, Kettler Verlag, das wir ständig in Gebrauch hatten. Nützliche allgemeine Reiseführer über Südafrika: Südafrika, Vista Point Verlag (Autoführer, aber schöne Bilder), Südafrika, Reise Know How.

In vielen Büchereien in Deutschland bekommt man ausreichend gute Straßenatlanten und -Karten. Übersichten in den Büchereikatalogen bzw. bei “buch.de”, “amazon.de” usw.

 

Ziele Routen, Strecken

Der „normale“ Radtourist  mit 3-4 Wochen Zeit muß sich zwangsläufig auf Teilgebiete Südafrikas beschränken. Es ist zu berücksichtigen, dass es viele Steigungen gibt und es früh dunkel wird (ca. 18:30 Uhr im November). Es bieten sich besonders Touren im Bereich der gigantischen Drakensberge um Lesotho herum und westlich des Krügerparks an. Die Küstenstraße zwische Durban und St. Lucioa empfanden wir eher langweilig und auch der weitere Weg über Swazilands Tiefland bis zum Krügerpark ist relativ ereignislos.  Daher wird man das südöstliche Südafrika nur bei reichlichem Zeitbudget ohne zwischenzeitliche Leihwagenetappen bereisen können/wollen.

Die landschaftlichen Highlights dieser Südafrika-Reise waren neben dem Golden Gate NP und den Drakensbergen (östlich von Lesotho) die Gegend um den Blyde River Canyon. Von den Tierparks hat uns am besten der HluhluweNP, der ItalaNP und vor allem der Pilanesberg NP gefallen. Der Krügerpark war wegen vieler Tiere ok, war aber landschaftlich nicht so reizvoll wie die vorgenannten Parks. Außerdem war es im Krügerpark für unser Empfinden sehr voll.


Etappeninfos in Kurzform:   (bitte quer ausdrucken)

1. Tag: Abflug von Düsseldorf

2. Tag: Ankunft Johannesburg, Autofahrt nach Bloemfontein (440km, Auto)
Camping Maselspoort, 110ZAR

Wir landen mittags in Südafrika. und verstauen die Räder im Toyota Condor Mietwagen. Recht langweilige Schnellstraße in Richtung Bloemfontein. Campingplatz mit Rasen und sehr gepflegt, gute Sanitäranlagen.

3. Tag:  Bloemfontein - Nähe Tweespruit                      76km - Summe 76km
Annis Guesthouse, 200ZAR incl. Frühst.+Dinner         560 Höhenmeter - Summe 560Hm

Um 6:00Uhr ist es schon hell. Bringen den Leihwagen zum Flughafen von Bloemfontein und starten unsere Radtour. Auf der N8 geht es in Richtung Thaba Nchu auf guter Straße mit Seitenstreifen entlang. Nach langen flachen Passagen verläuft die Strecke hinter Thaba Nchu leicht bergauf, bis auf ca. 1700m Höhe. Biegen auf die S1048 rechts ab, um noch ca. 8km auf Schotter bis zur Unterkunft zu fahren. Das ehemalige Gästehaus wird nun von einem pensionierten Lehrer und seiner Frau bewohnt. Eigentlich werden hier keine Gäste mehr aufgenommen, aber bei uns machen die beiden zum Glück nochmal eine Ausnahme.

4. Tag: Tweespruit - Clocolan                         95km - Summe 171km
Makoadi B&B 300 ZAR incl. Frühst.                940 Höhenmeter - S1500 Hm

Um 8Uhr bringt uns Mr. Allwright auf seinem Pickup die 8km bis zur Hauptstraße zurück. Ich sitze hinten drauf und friere im kalten Fahrtwind. Es wird immer hügeliger und es gibt viele weite Blicke auf die in der Ferne liegenden Berge. Sehr schöne Landschaft, leicht anstrengende Tour aber keine steilen Passagen. Nach 52km ist Ladybrand erreicht, wo wir leckere Pancakes im Coffeeshop essen. Im liebevoll eingerichteten B&B sitzen wir noch lange auf der windgeschützten Terrasse und warten auf den Sonnenuntergang.

5. Tag: Clocolan - Nähe Fouriesburg             97km - Summe 268km
Oranje Guestfarm 550ZAR mit Frühst.           1000Hm - Summe 2500Hm

Den ganzen Vormittag über tröpfelt es bei zugezogenem Himmel und 15°C. Straße bis Fouriesbourg schmal und ohne Seitenstreifen, aber wenig Verkehr.Die wenigen Autos fahren sehr radlerfreundlich und so müssen wir nicht in den Schotter am Straßenrand flüchten. Unterwegs passieren wir wieder einmal einen schweren Verkehrsunfall, der sehr dilletantisch abgesichert ist. Rettungsmannschaften sind Fehlanzeige. Ficksburg ist das größte Kirschengebiet in SA, aber die Blüte ist leider schon vorüber. Aufgrund des wieder guten Wetters entscheiden wir uns in F. noch, weiter zu fahren. Noch nicht ganz aus F. heraus, bricht die Sonne durch und taucht eine grandiose Landschaft in ein tolles goldgelbes Licht. Die Landschaft ist wirklich klasse und so sind wir fast nebenbei bis zum Oranje Guesthouse gefahren, das einen kapholländischen hochherrschaftlichen Charme versprüht und einen tollen Weitblick von der Terrasse erlaubt. Abends nimmt uns der Verwalter mit seinem Wagen noch auf ein Bier mit in das Künstlerdorf Clarens.

6. Tag: Oranje Guesthouse - Golden Gate NP              54km -  Summe 322km
Glen Reenen Cpg. 190 ZAR m. Parkgeb.                        850 Höhenmeter - S 3350Hm

Um 7Uhr nehmen wir ein gutes Frühstück mit Weitblick ein. Es folgt eine tolle aber anstrengende Straße bis nach Clarens. Unterwegs viele weite Blicke auf die Bergkulisse Lesothos. Die Straße steigt bis auf 1900m Höhe an. In Clarens gibt es erstmal eine Pancake-Pause in einem gemütlichen Café. Weiter gehts auf einer spektakulären Straße durch eine tolle Schlucht zum Golden Gate unterhalb gigantischer Felsen. Der Campingplatz ist schön gelegen. Nach dem Zeltaufbau fahren wir ohne Gepäck die Panoramastraße “Oribi Loop”, die bis auf 2100m hochführt. Die Straße ist  ohne ersichtlichen Grund für Radfahrer gesperrt, aber da wir die einzigen Menschen weit und breit sind, ignorieren wir den Hinweis, was uns tolle Aussichten bescherte. 

7. Tag: Golden Gate NP - Little Switzerland                    87km - Summe 171km
Little Switzerland 900ZAR incl. Frühst. + 8Gang-Menü  900Hm - S 4250Hm

Nach frostiger Nacht werden wir von einer hungrigen Horde Paviane geweckt, die nebenan im Vorzelt eines Caravans die Lebensmittelvorräte plündern und keinen Mülleimer des Platzes stehenlassen. Da wir uns bemerkbar machen, werden wir von den furchteinflößenden Gesellen gemieden. Komisch, dass sie vor den Menschen so viel Angst haben! Bei zwei Grad frühstücken wir, bis die Sonne über dem Bergkamm hervorscheint. Gut, dass es noch kühl ist, denn beim folgenden Anstieg auf fast 2100m Höhe wird uns ganz schön warm. Sofort geht es in einigen langen Kehren den Steilhang hinunter, wärend uns ein paar Zebras neugierig hinterher schauen. Es folgen lange Aufstiege und Abfahrten nahezu ohne jeglichen Verkehr durch sehr schöne karge Landschaften. Es folgen Berge, die uns ein wenig an das Monument Valley erinnern. Eine Motorradgang mit weißen Fahrern hat uns nichts besseres zu erzählen, als daß hier viele Morde passieren und wir vorsichtig sein sollen. Wir wundern uns nur, warum wir von Weißen fast nie etwas positives über “Ihr” Land hören...  Nun wird die Landschaft richtig -Entschuldigung-  GEIL! Im Vordergrund der spektakuläre Sterkfontein Stausee und im Hintergrund die Drakensberge mit dem Amphitheater des Royal Natal NP. Wirklich beeindruckend und für uns die tollste Kulisse unserer Tour! Bald ist der Oliviershoek Pass mit 1950m Höhe erreicht. Von hier aus beginnt die *****Sterne Abfahrt hin zu den Bergen. Da unten im Tal ein wildes Gewitter hängt, entschließen wir uns, in der Nobelherberge Little Switzerland abzusteigen, natürlich mit irrer Aussicht vom Zimmer und leckerem 8-Gänge-Dinner...

8. Tag: Little Switzerland - Winterton                             84km - Summe 492km
Bridge Hotel 260 ZAR mit Frühst.                                    950Hm - S 5200Hm

Weiter gehts den Paß hinunter bis kurz vor den Royal Natal NP. Da wir nicht wandern, lassen wir den Park aus und biegen kurz vor dem Eingang nach links ab. Die Gegend hier ist stärker bevölkert und überall laufen Kinder und Erwachsene auf den Straßen herum. Etliche Kinder betteln, was wir bisher noch nicht beobachten konnten. Wir treffen zwei Rennradler, die uns die Scenic Route nach Bergville empfehlen. Das endlose tolle Panorama entschädigt für die recht anstrengende Strecke durch lange, zersiedelte Landstriche. Immer wieder rennen Kinder und Jugendliche auf uns zu und wollen süßes oder etwas zu essen. Langsam wird es uns lästig, denn wenn wir einem etwas geben, haben wir das ganze Dorf am Hals. Also winken wir freundlich, wechseln ein paar nette Worte und fahren weiter. Heute am Sonntag haben auch die Männer frei, und verbringen die Zeit am Straßenrand in kleinen “Kneipen” bei irre lauter Musik. Etliche sind schon angetrunken und rufen uns etwas unverständliches hinterher. Es ist hier sehr heiß und wir haben bald keinen Blick mehr für das Panorama. Bergville ist eine sehr lebendige schwarze Stadt, in der das Leben pulsiert. Es scheint die ganze Stadt auf den Beinen zu sein, was nach den ruhigen letzten Tagen eine willkommene Abwechslung darstellt. Nach einem leckeren Eis und einsamen Kilometern erreichen wir das Straßendorf Winterton. Die heutige Herberge hat ein gutes Restaurant und eine gut besuchte Bar, wo die Weißen der Region den Abend bei einer Rugby-Übertragung hinter vergitterten Fenstern verbringen.

9. Tag: Winterton - Nottingham Road                             80km - Summe 572km
Rawsons  650ZAR ohne Frühst.                                      1150Hm - S 6350Hm

Um 6:30 Uhr sind es noch kühle 16°C als wir losfahren. Die einsame und wellige Straße durch landwirtschaftliche Landstriche erfreut uns. Doch die Sonne brennt vom Himmel und um 10Uhr ist es schon wieder sehr warm. In Eastcourt essen wir eine Kleinigkeit, bevor wir die restlichen Kilometer angehen. Hinter Willow Grange erwartet uns dann der ekelig lange Anstieg zum Griffins Hill, der uns die letzte Kraft aus den Beinen saugt. In Mooi River angelangt buchen wir per Handy die heutige Unterkunft, die sich als altes englisch wirkendes Landhaus darstellt, das den Zahn der Zeit kaum noch verbergen kann und einen recht muffigen Eindruck macht. Abends ordern wir bei AVIS kurzentschlossen einen Leihwagen für die nächsten Tage, da uns fast alle Gastgeber von der weiteren Strecke abgeraten haben (da sie zu langweilig wäre,  was schließlich auch stimmte).

10. Tag: Nottingham Road - Pietermaritzburg                63km - Summe 635km
Dolphin Holiday Res. Camping, 100ZAR                        350Hm - S 6700Hm

Die enge und kurvenreiche Straße durch die Midlands Meanders führt bei sehr geringem Verkehr heute überwiegend abwärts. Das ist auch gut so, denn bei 14°C und Dauernieselregen hätte eine anstrengende Bergetappe unter der Regenkleidung zu anhaltenden Schweißausbrüchen geführt. Von der Landschaft sehen wir wegen des Nebels nicht sehr viel. Wir fahren durch kleine Nester bis nach Howick, wo wir uns den netten Wasserfall ansehen. Pietermaritzburg erfreut uns mit vielen Jacarandabäumen, die in voller Blütenpracht stehen, ein wundervoller Anblick. Über die Commercial, Durban und King-Edward Road erreichen wir ohne Mühe den Oribi-Flughafen wo unser Leihwagen, ein Ford Focus für ca. 2000ZAR und 7 Tage auf uns wartet. Die beiden Räder und das Gepäck passen bei umgelegter Rückbank locker hinein, und so gehts noch heute bis nach Ballito weiter.
 

Autoetappen: 10. - 16. Tag  Pietermaritzburg - Krügerpark  Summe 1700km


11. Tag: Ballito - Hluhluwe NP
Hilltop Restcamp Rondavels

Wie angekündigt war die Strecke bis nach Hluhluwe sehr langweilig. Am Weg zeigten sich riesige Zuckerrohrfelder, die langsam in endlose monotone Eukalyptusplantagen übergehen. Ohne Leihwagen wären das langweilige Tage auf dem Rad geworden. Richards Bay grüßt mit “hübschen” Industrieanlagen herüber. Viele Leute an der Straße sehen sehr heruntergekomen aus, was uns bisher noch nicht aufgefallen war, und scheinen am Straßenrand zu leben. Ein wenig froh sind wir schon, als wir endlich im Hilltop Restcamp des Hluhluwe Nationalparks ankommen. Da es keinen Campingplatz gibt, beziehen wir unser nettes Rondavel in der Anlage und genießen die tolle Aussicht von der Restaurantterrasse.

12. Tag: Hluhluwe - St. Lucia - Mkuze
Ghost Mountain Lodge, 740 ZAR mit Frühstück

Noch vor dem Frühstück gehen wir auf Pirsch. Wir sehen hautnah viele Büffel, Nashörner, Elefanten, Gnus, Zebras, ... Dann ab zum Frühstück und  weiter auf Pirsch. Wir verlassen den sehr schönen Park über den “Korridor” und fahren auf eintöniger Straße nach St. Lucia. Der Ort ist sehr gepflegt und tropisch grün. Wir schauen uns die riesigen Strände an und fahren dann mit einem Boot für 100ZAR pro Person zu den Krokodilen und Flußpferden. Im nachhinein hätten wir uns den Abstecher sparen können, da wir Krokodile und Flußpferde im Krügerpark häufiger und näher sehen konnten. Die Ghost Mountain Lodge in Mkuze ist eine schöne Hotelanlage, die uns Abends noch mit einer interessanten Zulu-Kriegstanzgruppe überrascht.

13. Tag: Mkuze - Itala NP
Camping in Itala NP 72 ZAR

Die Landschaft ist nicht mehr ganz so eintönig wie bisher. Hinter Pongola tolle Straße bis auf über 1000m Höhe, immer karger mit toller Weitsicht. Itala NP ist dann wieder klasse, mit schönem Hauptgebäude. Wir melden uns für den Campingplatz an, der sehr einsam tief im Park liegt. Wir sitzen dort noch lange in der Dunkelheit und genießen bei einem Castle Lager Bier die ruhige Atmosphäre...

14. Tag: Itala NP - Krüger NP
Berg en Dal Restcamp  Camping 100ZAR + 240 ZAR Parkgebühr

Bei der Fahrt durch den Park sehen wir am frühen Morgen noch viele Tiere. Auf der tollen Terrasse des Hauptcamps essen wir ein üppiges Frühstück bei schöner Weitsicht in den Park. Die wilden Affen klauen, was sie bekommen können, aber bei uns gehen sie leer aus. Nach relativ netter Faht gelangen wir an die Grenze nach Swaziland. Fühlen uns hier wie in einer anderen Welt. Gegenüber Südafrika sieht es hier deutlich armseliger und schmutziger aus. Die Menschen sind nicht mehr so gut gekleidet und leben vielfach in Gammelhütten. Wir sehen wieder endlose Zuckerrohrfelder und Zuckerfabriken, die dicken schwarzen Rauch in den Himmel stoßen. Städtchen wie Ngolo machen keinen einladenden Eindruck auf uns. Die Durchfahrt durch den Korridor des Hlane Nationalpark wäre mit dem Fahrrad theoretisch möglich gewesen, denn die Straße war nicht für Radler gesperrt. Statt dessen wurde ein riesiges Schild aufgestellt: “Fußgänger und Radler auf Elefanten und Löwen achten!”. Im nachhinein waren wir sehr froh, hier nicht mit dem Fahrrad entlang gefahren zu sein. Nicht daß wir die Strecke als nicht machbar empfanden. Vielmehr hätten die Etappen landschaftlich nichts für uns gebracht. Bald ist die Grenze nach SA erreicht und wir fahren gleich zum Krügerpark weiter. Da das Lower Sabie Restcamp ausgebucht ist, weichen wir in den landschaftlich netten Südwesten des Parks, zum Berg en Dal Restcamp  aus. Unterwegs sehen wir wieder viele Tiere.

15. Tag: Krüger Nationalpark
Skukuza Restcamp 100ZAR + 240ZAR Parkgebühr

Den Tag verbringen wir mit Pirschfahrten durch den Park, wobei wir sehr vielen Tieren begegnen. Heute sehen wir unseren ersten Löwen und mehrere Leoparden. Sehr eindrucksvoll! Im Skukuza Restcamp bauen wir unser heutiges Nachtlager auf, das am Sabie River gelegen ist. Netter Ausblick von der Terrasse auf den Fluß und die dort verweilenden Elefanten.
 

16. Tag: Krüger Nationalpark
Berg en Dal Restcamp Camping, 100ZAR + 240ZAR Parkgebühr

Unser letzter Tag im Krügerpark wird noch einmal sehr schön. Wir fahren am Sabie River entlang, wo sich wegen der Trockenheit wieder viele Tiere aufhalten. Kurz vor dem Lower Sabie Camp verweilen wir fast eine Stunde am Sunset Pool, einem riesigen Wasserloch mit vielen Flußpferden. Auch das eigentliche Camp ist toll am Fluß gelegen, unser Favorit im südlichen Krügerpark! Auf der eher langweiligen Crocodile River Road gehts zurück zum Restcamp Berg en Dal.

17. Tag: Malelane Airport - Barberton                            82 km - Summe 717km
Barberton Caravan Park,  60ZAR                                    1050Hm - S 7750Hm

Frühmorgens fahren wir den Leihwagen zum nahe gelegenen Malelane Flughafen und geben ihn an der kleinen AVIS-Station ab. Endlich können wir wieder aufs Rad! Fahren auf der N4 recht flott bis zum Abzweig nach Barberton. Nun wird es immer bergiger und wir fahren durch ein sehr schönes Tal. Die Täler sind mit Fruchtplantagen durchsetzt, während die Hänge stark mit “afrikanischer” Vegetation durchsetzt sind, die uns schöner erscheint als im Krügerpark. Dazu noch sehr wenig Verkehr, und so wird der Abschnitt zu einer richtigen Genußtour. Vor Barberton haben wir dann schließlich noch eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge. Barberton wirkt gepflegt und ist mit sehr vielen üppig blühenden Jacaranda-Bäumen geschmückt.

18. Tag: Barberton - White River                                    67km - Summe 784km
Karula Hotel, 420 ZAR incl. Frühst. + Dinner                 1000Hm - S 8750Hm

Zuerst fahren wir lange bergab, bevor wir nach einigem auf und ab vor Nelspruit eine 1000m hohe Paßstraße erklimmen müssen. Die Strecke ist zwar kurvig und anstrengend aber auch sehr schön. Kurz vor der Paßhöhe hält uns ein Auto an, in dem der Herausgeber des “Lowvelders”, einer überörtlichen Regionalzeitung, sitzt. Er bittet uns um ein Interview für seine Zeitung, dem wir natürlich gerne nachkommen. In Nelspruit treffen wir uns in einem Restaurant mit einer Mitarbeiterin, die uns fast eine Stunde lang ausfragt. Der Artikel erschien dann einige Tage später auf der Titelseite mit Großfoto! Von Nelspruit fahren wir auf der verkehrsreichen und teils 6-spurig ausgebauten R40 in Richtung White River. In White River kommen wir in einen einstündigen Wolkenbruch, der die Stadt zentimetertief unter Wasser setzt. So eine Wassermasse haben wir noch nicht vom Himmel kommen sehen, fast schon beängstigend. Weil alles überschwemmt ist, entschließen wir uns zu einer Hotelübernachtung im netten Karula Hotel. Hier dürfen unsere Räder in einer Garage übernachten > guter Service!

19. Tag: White River - Sabie                                             61km - Summe 844km
Merry Pebles Caravan Park, 100ZAR                              1100Hm - S 9750Hm

Bei der Abfahrt beginnt es zu nieseln, was sich den ganzen Tag nicht ändert. Hinzu kommt noch dichter Nebel, so dass wir von der Gegend nicht viel sehen. Nur die endlosen Eukalyptusplantagen am Straßenrand können wir noch erkennen. Teilweise sind die “Kunstwälder” regelrecht kahlgeholzt, es sieht aus wie nach einem Atomangriff. Wir fahren bis auf etwa 1500m Höhe, und müssen unsere warmen Sachen anziehen. Abgesehen von den Plantagen sieht Sabie wie ein nettes Schwarzwaldstädtchen aus. Der Zeltplatz hat tollen Rasen und liegt direkt am breiten Bach. Und außerdem gibt es im guten Restaurant preiswerte Riesensteaks und leckeres Bier...

20. Tag: Sabie - Graskop                                                 57km - Summe 901km
Panorama Restcamp  80ZAR                                           1200Hm - S 10950Hm

Nachts krachte ein schweres Gewitter über uns, und es regnete wieder wie aus Eimern. Durch riesige öde Eukalyptusplantagen gehts weiter auf und ab mit steigender Tendenz nach Graskop. Gut, dass es noch die schöne Aussicht auf die Berge gibt, sonst wäre die Strecke in reines Kilometerfressen ausgeartet. Unterwegs machen wir an den netten MacMac Falls eine kurze Rast. Hier bieten schwarze Familien nette Handwerksarbeiten als Souvenirs an. Das sehr touristische Graskop liegt wieder auf etwa 1500m Höhe an der Abbruchkante zum Lowveld. Wir quartieren uns am östlichen Ortsrand im traumhaft direkt an der Abbruchkante gelegenen Panorama Restcamp ein. Bevor wir uns am irren Swimmingpool (direkt an der Steilwand mit grandioser Aussicht ins Lowveld und auf die Steilhänge) erholen, fahren wir noch ohne Gepäck zum Aussichtspunkt Gods Window. Auch hier genießen wir die außergewöhnliche Aussicht, die aber hinter der unseres Restcamps zurückbleibt. Leider sieht man in der Tiefe wieder viele abgeholzte Baumplantagen.

21. Tag: Graskop - Blyde River Canyon                         67km - Summe 968km
Aventura Blydepoort Resort, 58ZAR                               800Hm - S 11750Hm

Um 5Uhr genießen wir am Pool den traumhaften Sonnenaufgang, während sich in den tief unten liegenden Wäldern langsam der Frühnebel lichtet. Los gehts und erst an den Bourkes Potholes genehmigen wir uns die erste Pause. Die sehenswerten Auswaschungen in den Felsen sind jedoch schon nach einem kurzen Spaziergang “abgehakt”, während einige angestellte Guards auf unsere Räder aufpassen. Ab hier mutiert die Straße zur Traumstrecke. Es geht nun immer in der Nähe des Canyons entlang, den wir von etlichen Stellen der Straße aus bewundern können. Es folgen zwei tolle Aussichtspunkte, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Besonders der zweite Abzweig zu den “Three Rondavels” ermöglicht uns eine unvergessliche Postkartenaussicht auf den in der Tiefe liegenden Blyde River und den Stausee. Dann erreichen wir die tolle Ferienanlage, wo wir uns gleich in den riesigen Swimmingpool stürzen. Dann bleibt noch etwas Zeit, um mit dem Rad zum platzeigenen Upper Viewpoint zu fahren, der eine weitere schöne Aussicht auf die Rondavels eröffnet. 

22. Tag: Blyde River Canyon - Lydenburg                     95km - Summe 1063km
Uitspan Camping 60ZAR                                                  1050Hm - S 12800Hm

Die Strecke führt uns bald auf unter 1000m hinab. Unterwegs fallen uns mehrere betrunkene Arbeiter auf, die aber sehr friedlich sind. Grund: Es ist Monatsende und es hat Geld gegeben! In Ohrigstadt genehmigen wir uns einen leckeren Pfannekuchen, da es bis hier keine vernünftige Einkehrmöglichkeit gab. Nach einem landschaftlich recht ereignislosen Tag erreichen wir Abends das nett verschlafen wirkende Lydenburg, wo wir uns auf einem kleinen Campingplatz einquartieren.

23. Tag: Lydenburg - Sabie                                              59km - Summe 1122km
Merry Pebbles Camping 100ZAR                                    1150Hm - S 13950Hm

Sanfter Anstieg entlang unbewaldeter Hänge mit toller Aussicht auf das schöne Tal von Lydenburg. Bis oben zum Long Tom Paß gibt es nur 3mal eine kurze Abfahrt mit etwa 50 Höhenmetern. Die Paßhöhe liegt auf etwa 2150m. Hinter der Paßhöhe eröffnet sich ein grandioser 180° Panoramablick auf die Berge und das tief unten im Tal liegende Sabie. Man steht hier fast auf dem höchsten Niveau weit und breit. Die Abfahrt ist gespickt mit einigen kräftezehrenden Anstiegen! An der Misty Mountain Lodge schieben wir erst einmal ein paar kräftigende Nudeln nach, denn die Strecke ist ziemlich anstrengend. In Gegenrichtung wären etwa 400 Höhenmeter mehr zu fahren gewesen.

24. Tag: Sabie - Nelspruit                                                 68km - Summe 1190km
Safubi Caravan Park 120ZAR                                           850Hm - S 14800Hm

Von Sabie aus erstmal zurück in Richtung Long Tom Pass. Hinter dem Abzweig folgt eine langweilige Strecke auf und ab durch Plantagengebiete. Der Campingplatz ist sehr schön und an der N4 in westlicher Stadtnähe gelegen. Hier endet unsere Radtour am großen Pool des Platzes.

 

25. - 29. Tag Autofahrt nach Johannesburg 1300km
 

25. Tag:  Nelspruit - Blyde River Canyon

Da die Leihwagenstation des Flughafens von Nelspruit geschlossen hat, lassen wir uns das Auto vom KMI-Airport zum Campingplatz bringen. Sehr schöne Autofahrt über Hazyview mit tollen Blicken aufs Lowfeld und die Berge des Blyde River Canyons. Wir bleiben über Nacht auf dem toll gelegenen Campingplatz Swadini Aventura Resort (100ZAR).

26. Tag:  Blyde River - Loskop Dam

Um 5Uhr morgens bewundern wir die ersten Sonnenstrahlen, die weich auf die Bergflanken treffen. Wir fahren zum Staudamm, der eine unglaublich schöne Aussicht auf den Canyon ermöglicht. Weiter geht es über den Abel Erasmus Paß, Graskop und Pilgrims Rest nach Lydenburg. Ab Lydenburg wird die Landschaft uninteressanter. Der Loskop Damm ist wieder nett gelegen, der gute Campingplatz Aventura Loskop Dam (155ZAR) liegt direkt am Wasser.

27. Tag:  Loskop Dam - Pilanesberg Wildpark (nur 55ZAR Parkeintritt für ges. Aufenthalt!)

Erstes Ziel ist das winzige Dorf Ndebele, wo wir uns die bunt bemalten Häuser der Einheimischen ansehen. Die Strecke nach Witbank ist sehr stark von LKW befahren und stellenweise recht schmal. Für Radler ist dieses Teilstück NICHT zu empfehlen, da viel zu gefährlich. Nach Witbank brettern wir auf der N4 durch bis zum Pilanesberg Park. Der Park hat eine tolle Landschaft und beherbergt viele wilde Tiere, u.a. haben wir Löwen, Elefanten und Hippos gesehen. Auch das Hauptcamp (155ZAR für den Campingplatz/Tag) ist sehr angenehm, für uns das beste der ganzen Reise. Außerdem hat das Camp einen schönen Pool und ein vorzügliches Restaurant mit einheimischen Wildspezialitäten wie Kudu, Impala, Krokodil und Strauß (sehr lecker!).

28. Tag:  Pilanesberg Wildpark

Den ganzen Tag verbringen wir auf Pirsch. Für uns ist Pilanesberg einer der schönsten Parks!

29. Tag:  Pilanesberg - Johannesburg

Nochmals eine lange Strecke im Auto und unser Südafrika-Urlaub ist zu Ende.


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