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1. Tag: Abflug von Düsseldorf
2. Tag: Ankunft Johannesburg, Autofahrt nach Bloemfontein (440km, Auto) Camping Maselspoort, 110ZAR
Wir landen mittags in Südafrika. und verstauen die Räder im Toyota Condor Mietwagen. Recht langweilige Schnellstraße in Richtung
Bloemfontein. Campingplatz mit Rasen und sehr gepflegt, gute Sanitäranlagen.
3. Tag: Bloemfontein - Nähe
Tweespruit 76km - Summe 76km Annis Guesthouse, 200ZAR incl. Frühst.+Dinner 560 Höhenmeter - Summe 560Hm
Um 6:00Uhr ist es schon hell. Bringen den Leihwagen zum Flughafen von Bloemfontein und starten unsere Radtour. Auf der N8 geht es in
Richtung Thaba Nchu auf guter Straße mit Seitenstreifen entlang. Nach langen flachen Passagen verläuft die Strecke hinter Thaba Nchu leicht bergauf, bis auf ca. 1700m Höhe. Biegen auf die S1048
rechts ab, um noch ca. 8km auf Schotter bis zur Unterkunft zu fahren. Das ehemalige Gästehaus wird nun von einem pensionierten Lehrer und seiner Frau bewohnt. Eigentlich werden hier keine Gäste mehr
aufgenommen, aber bei uns machen die beiden zum Glück nochmal eine Ausnahme.
4. Tag: Tweespruit -
Clocolan 95km - Summe 171km Makoadi B&B 300 ZAR incl. Frühst. 940 Höhenmeter - S1500 Hm
Um 8Uhr bringt uns Mr. Allwright auf seinem Pickup die 8km bis zur Hauptstraße zurück. Ich sitze hinten drauf und friere im kalten
Fahrtwind. Es wird immer hügeliger und es gibt viele weite Blicke auf die in der Ferne liegenden Berge. Sehr schöne Landschaft, leicht anstrengende Tour aber keine steilen Passagen. Nach 52km ist
Ladybrand erreicht, wo wir leckere Pancakes im Coffeeshop essen. Im liebevoll eingerichteten B&B sitzen wir noch lange auf der windgeschützten Terrasse und warten auf den Sonnenuntergang.
5. Tag: Clocolan - Nähe Fouriesburg 97km - Summe 268km Oranje Guestfarm 550ZAR mit Frühst. 1000Hm - Summe 2500Hm
Den ganzen Vormittag über tröpfelt es bei zugezogenem Himmel und 15°C. Straße bis Fouriesbourg schmal und ohne Seitenstreifen, aber
wenig Verkehr.Die wenigen Autos fahren sehr radlerfreundlich und so müssen wir nicht in den Schotter am Straßenrand flüchten. Unterwegs passieren wir wieder einmal einen schweren Verkehrsunfall, der
sehr dilletantisch abgesichert ist. Rettungsmannschaften sind Fehlanzeige. Ficksburg ist das größte Kirschengebiet in SA, aber die Blüte ist leider schon vorüber. Aufgrund des wieder guten Wetters
entscheiden wir uns in F. noch, weiter zu fahren. Noch nicht ganz aus F. heraus, bricht die Sonne durch und taucht eine grandiose Landschaft in ein tolles goldgelbes Licht. Die Landschaft ist
wirklich klasse und so sind wir fast nebenbei bis zum Oranje Guesthouse gefahren, das einen kapholländischen hochherrschaftlichen Charme versprüht und einen tollen Weitblick von der Terrasse erlaubt.
Abends nimmt uns der Verwalter mit seinem Wagen noch auf ein Bier mit in das Künstlerdorf Clarens.
6. Tag: Oranje Guesthouse - Golden Gate NP 54km - Summe 322km Glen Reenen Cpg. 190 ZAR m. Parkgeb. 850 Höhenmeter - S 3350Hm
Um 7Uhr nehmen wir ein gutes Frühstück mit Weitblick ein. Es folgt eine tolle aber anstrengende Straße bis nach Clarens. Unterwegs
viele weite Blicke auf die Bergkulisse Lesothos. Die Straße steigt bis auf 1900m Höhe an. In Clarens gibt es erstmal eine Pancake-Pause in einem gemütlichen Café. Weiter gehts auf einer spektakulären
Straße durch eine tolle Schlucht zum Golden Gate unterhalb gigantischer Felsen. Der Campingplatz ist schön gelegen. Nach dem Zeltaufbau fahren wir ohne Gepäck die Panoramastraße “Oribi
Loop”, die bis auf 2100m hochführt. Die Straße ist ohne ersichtlichen Grund für Radfahrer gesperrt, aber da wir die einzigen Menschen weit und breit sind, ignorieren wir den Hinweis, was
uns tolle Aussichten bescherte.
7. Tag: Golden Gate NP - Little Switzerland
87km - Summe 171km Little Switzerland 900ZAR incl. Frühst. + 8Gang-Menü 900Hm - S 4250Hm
Nach frostiger Nacht werden wir von einer hungrigen Horde Paviane geweckt, die nebenan im Vorzelt eines Caravans die
Lebensmittelvorräte plündern und keinen Mülleimer des Platzes stehenlassen. Da wir uns bemerkbar machen, werden wir von den furchteinflößenden Gesellen gemieden. Komisch, dass sie vor den Menschen so
viel Angst haben! Bei zwei Grad frühstücken wir, bis die Sonne über dem Bergkamm hervorscheint. Gut, dass es noch kühl ist, denn beim folgenden Anstieg auf fast 2100m Höhe wird uns ganz schön warm.
Sofort geht es in einigen langen Kehren den Steilhang hinunter, wärend uns ein paar Zebras neugierig hinterher schauen. Es folgen lange Aufstiege und Abfahrten nahezu ohne jeglichen Verkehr durch
sehr schöne karge Landschaften. Es folgen Berge, die uns ein wenig an das Monument Valley erinnern. Eine Motorradgang mit weißen Fahrern hat uns nichts besseres zu erzählen, als daß hier viele Morde
passieren und wir vorsichtig sein sollen. Wir wundern uns nur, warum wir von Weißen fast nie etwas positives über “Ihr” Land hören... Nun wird die Landschaft richtig
-Entschuldigung- GEIL! Im Vordergrund der spektakuläre Sterkfontein Stausee und im Hintergrund die Drakensberge mit dem Amphitheater des Royal Natal NP. Wirklich beeindruckend und für uns die
tollste Kulisse unserer Tour! Bald ist der Oliviershoek Pass mit 1950m Höhe erreicht. Von hier aus beginnt die *****Sterne Abfahrt hin zu den Bergen. Da unten im Tal ein wildes Gewitter hängt,
entschließen wir uns, in der Nobelherberge Little Switzerland abzusteigen, natürlich mit irrer Aussicht vom Zimmer und leckerem 8-Gänge-Dinner...
8. Tag: Little Switzerland - Winterton
84km - Summe 492km Bridge Hotel 260 ZAR mit Frühst. 950Hm - S 5200Hm
Weiter gehts den Paß hinunter bis kurz vor den Royal Natal NP. Da wir nicht wandern, lassen wir den Park aus und biegen kurz vor dem
Eingang nach links ab. Die Gegend hier ist stärker bevölkert und überall laufen Kinder und Erwachsene auf den Straßen herum. Etliche Kinder betteln, was wir bisher noch nicht beobachten konnten. Wir
treffen zwei Rennradler, die uns die Scenic Route nach Bergville empfehlen. Das endlose tolle Panorama entschädigt für die recht anstrengende Strecke durch lange, zersiedelte Landstriche. Immer
wieder rennen Kinder und Jugendliche auf uns zu und wollen süßes oder etwas zu essen. Langsam wird es uns lästig, denn wenn wir einem etwas geben, haben wir das ganze Dorf am Hals. Also winken wir
freundlich, wechseln ein paar nette Worte und fahren weiter. Heute am Sonntag haben auch die Männer frei, und verbringen die Zeit am Straßenrand in kleinen “Kneipen” bei irre lauter
Musik. Etliche sind schon angetrunken und rufen uns etwas unverständliches hinterher. Es ist hier sehr heiß und wir haben bald keinen Blick mehr für das Panorama. Bergville ist eine sehr lebendige
schwarze Stadt, in der das Leben pulsiert. Es scheint die ganze Stadt auf den Beinen zu sein, was nach den ruhigen letzten Tagen eine willkommene Abwechslung darstellt. Nach einem leckeren Eis und
einsamen Kilometern erreichen wir das Straßendorf Winterton. Die heutige Herberge hat ein gutes Restaurant und eine gut besuchte Bar, wo die Weißen der Region den Abend bei einer Rugby-Übertragung
hinter vergitterten Fenstern verbringen.
9. Tag: Winterton - Nottingham
Road 80km - Summe 572km Rawsons 650ZAR ohne Frühst. 1150Hm - S 6350Hm
Um 6:30 Uhr sind es noch kühle 16°C als wir losfahren. Die einsame und wellige Straße durch landwirtschaftliche Landstriche erfreut
uns. Doch die Sonne brennt vom Himmel und um 10Uhr ist es schon wieder sehr warm. In Eastcourt essen wir eine Kleinigkeit, bevor wir die restlichen Kilometer angehen. Hinter Willow Grange erwartet
uns dann der ekelig lange Anstieg zum Griffins Hill, der uns die letzte Kraft aus den Beinen saugt. In Mooi River angelangt buchen wir per Handy die heutige Unterkunft, die sich als altes englisch
wirkendes Landhaus darstellt, das den Zahn der Zeit kaum noch verbergen kann und einen recht muffigen Eindruck macht. Abends ordern wir bei AVIS kurzentschlossen einen Leihwagen für die nächsten
Tage, da uns fast alle Gastgeber von der weiteren Strecke abgeraten haben (da sie zu langweilig wäre, was schließlich auch stimmte).
10. Tag: Nottingham Road - Pietermaritzburg 63km - Summe
635km Dolphin Holiday Res. Camping, 100ZAR 350Hm - S 6700Hm
Die enge und kurvenreiche Straße durch die Midlands Meanders führt bei sehr geringem Verkehr heute überwiegend abwärts. Das ist auch
gut so, denn bei 14°C und Dauernieselregen hätte eine anstrengende Bergetappe unter der Regenkleidung zu anhaltenden Schweißausbrüchen geführt. Von der Landschaft sehen wir wegen des Nebels nicht
sehr viel. Wir fahren durch kleine Nester bis nach Howick, wo wir uns den netten Wasserfall ansehen. Pietermaritzburg erfreut uns mit vielen Jacarandabäumen, die in voller Blütenpracht stehen, ein
wundervoller Anblick. Über die Commercial, Durban und King-Edward Road erreichen wir ohne Mühe den Oribi-Flughafen wo unser Leihwagen, ein Ford Focus für ca. 2000ZAR und 7 Tage auf uns wartet. Die
beiden Räder und das Gepäck passen bei umgelegter Rückbank locker hinein, und so gehts noch heute bis nach Ballito weiter.
Autoetappen: 10. - 16. Tag Pietermaritzburg - Krügerpark Summe 1700km
11. Tag: Ballito - Hluhluwe NP Hilltop Restcamp Rondavels
Wie angekündigt war die Strecke bis nach Hluhluwe sehr langweilig. Am Weg zeigten sich riesige Zuckerrohrfelder, die langsam in
endlose monotone Eukalyptusplantagen übergehen. Ohne Leihwagen wären das langweilige Tage auf dem Rad geworden. Richards Bay grüßt mit “hübschen” Industrieanlagen herüber. Viele Leute an
der Straße sehen sehr heruntergekomen aus, was uns bisher noch nicht aufgefallen war, und scheinen am Straßenrand zu leben. Ein wenig froh sind wir schon, als wir endlich im Hilltop Restcamp des
Hluhluwe Nationalparks ankommen. Da es keinen Campingplatz gibt, beziehen wir unser nettes Rondavel in der Anlage und genießen die tolle Aussicht von der Restaurantterrasse.
12. Tag: Hluhluwe - St. Lucia - Mkuze Ghost Mountain Lodge, 740 ZAR mit Frühstück
Noch vor dem Frühstück gehen wir auf Pirsch. Wir sehen hautnah viele Büffel, Nashörner, Elefanten, Gnus, Zebras, ... Dann ab zum
Frühstück und weiter auf Pirsch. Wir verlassen den sehr schönen Park über den “Korridor” und fahren auf eintöniger Straße nach St. Lucia. Der Ort ist sehr gepflegt und tropisch
grün. Wir schauen uns die riesigen Strände an und fahren dann mit einem Boot für 100ZAR pro Person zu den Krokodilen und Flußpferden. Im nachhinein hätten wir uns den Abstecher sparen können, da wir
Krokodile und Flußpferde im Krügerpark häufiger und näher sehen konnten. Die Ghost Mountain Lodge in Mkuze ist eine schöne Hotelanlage, die uns Abends noch mit einer interessanten
Zulu-Kriegstanzgruppe überrascht.
13. Tag: Mkuze - Itala NP Camping in Itala NP 72 ZAR
Die Landschaft ist nicht mehr ganz so eintönig wie bisher. Hinter Pongola tolle Straße bis auf über 1000m Höhe, immer karger mit
toller Weitsicht. Itala NP ist dann wieder klasse, mit schönem Hauptgebäude. Wir melden uns für den Campingplatz an, der sehr einsam tief im Park liegt. Wir sitzen dort noch lange in der Dunkelheit
und genießen bei einem Castle Lager Bier die ruhige Atmosphäre...
14. Tag: Itala NP - Krüger NP Berg en Dal Restcamp Camping 100ZAR + 240 ZAR Parkgebühr
Bei der Fahrt durch den Park sehen wir am frühen Morgen noch viele Tiere. Auf der tollen Terrasse des Hauptcamps essen wir ein
üppiges Frühstück bei schöner Weitsicht in den Park. Die wilden Affen klauen, was sie bekommen können, aber bei uns gehen sie leer aus. Nach relativ netter Faht gelangen wir an die Grenze nach
Swaziland. Fühlen uns hier wie in einer anderen Welt. Gegenüber Südafrika sieht es hier deutlich armseliger und schmutziger aus. Die Menschen sind nicht mehr so gut gekleidet und leben vielfach in
Gammelhütten. Wir sehen wieder endlose Zuckerrohrfelder und Zuckerfabriken, die dicken schwarzen Rauch in den Himmel stoßen. Städtchen wie Ngolo machen keinen einladenden Eindruck auf uns. Die
Durchfahrt durch den Korridor des Hlane Nationalpark wäre mit dem Fahrrad theoretisch möglich gewesen, denn die Straße war nicht für Radler gesperrt. Statt dessen wurde ein riesiges Schild
aufgestellt: “Fußgänger und Radler auf Elefanten und Löwen achten!”. Im nachhinein waren wir sehr froh, hier nicht mit dem Fahrrad entlang gefahren zu sein. Nicht daß wir die Strecke als
nicht machbar empfanden. Vielmehr hätten die Etappen landschaftlich nichts für uns gebracht. Bald ist die Grenze nach SA erreicht und wir fahren gleich zum Krügerpark weiter. Da das Lower Sabie
Restcamp ausgebucht ist, weichen wir in den landschaftlich netten Südwesten des Parks, zum Berg en Dal Restcamp aus. Unterwegs sehen wir wieder viele Tiere.
15. Tag: Krüger Nationalpark Skukuza Restcamp 100ZAR + 240ZAR Parkgebühr
Den Tag verbringen wir mit Pirschfahrten durch den Park, wobei wir sehr vielen Tieren begegnen. Heute sehen wir unseren ersten Löwen
und mehrere Leoparden. Sehr eindrucksvoll! Im Skukuza Restcamp bauen wir unser heutiges Nachtlager auf, das am Sabie River gelegen ist. Netter Ausblick von der Terrasse auf den Fluß und die dort
verweilenden Elefanten.
16. Tag: Krüger Nationalpark Berg en Dal Restcamp Camping, 100ZAR + 240ZAR Parkgebühr
Unser letzter Tag im Krügerpark wird noch einmal sehr schön. Wir fahren am Sabie River entlang, wo sich wegen der Trockenheit wieder
viele Tiere aufhalten. Kurz vor dem Lower Sabie Camp verweilen wir fast eine Stunde am Sunset Pool, einem riesigen Wasserloch mit vielen Flußpferden. Auch das eigentliche Camp ist toll am Fluß
gelegen, unser Favorit im südlichen Krügerpark! Auf der eher langweiligen Crocodile River Road gehts zurück zum Restcamp Berg en Dal.
17. Tag: Malelane Airport -
Barberton 82 km - Summe 717km Barberton Caravan Park, 60ZAR 1050Hm - S 7750Hm
Frühmorgens fahren wir den Leihwagen zum nahe gelegenen Malelane Flughafen und geben ihn an der kleinen AVIS-Station ab. Endlich
können wir wieder aufs Rad! Fahren auf der N4 recht flott bis zum Abzweig nach Barberton. Nun wird es immer bergiger und wir fahren durch ein sehr schönes Tal. Die Täler sind mit Fruchtplantagen
durchsetzt, während die Hänge stark mit “afrikanischer” Vegetation durchsetzt sind, die uns schöner erscheint als im Krügerpark. Dazu noch sehr wenig Verkehr, und so wird der Abschnitt zu
einer richtigen Genußtour. Vor Barberton haben wir dann schließlich noch eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge. Barberton wirkt gepflegt und ist mit sehr vielen üppig blühenden
Jacaranda-Bäumen geschmückt.
18. Tag: Barberton - White River
67km - Summe 784km Karula Hotel, 420 ZAR incl. Frühst. + Dinner 1000Hm - S 8750Hm
Zuerst fahren wir lange bergab, bevor wir nach einigem auf und ab vor Nelspruit eine 1000m hohe Paßstraße erklimmen müssen. Die
Strecke ist zwar kurvig und anstrengend aber auch sehr schön. Kurz vor der Paßhöhe hält uns ein Auto an, in dem der Herausgeber des “Lowvelders”, einer überörtlichen Regionalzeitung,
sitzt. Er bittet uns um ein Interview für seine Zeitung, dem wir natürlich gerne nachkommen. In Nelspruit treffen wir uns in einem Restaurant mit einer Mitarbeiterin, die uns fast eine Stunde lang
ausfragt. Der Artikel erschien dann einige Tage später auf der Titelseite mit Großfoto! Von Nelspruit fahren wir auf der verkehrsreichen und teils 6-spurig ausgebauten R40 in Richtung White River. In
White River kommen wir in einen einstündigen Wolkenbruch, der die Stadt zentimetertief unter Wasser setzt. So eine Wassermasse haben wir noch nicht vom Himmel kommen sehen, fast schon beängstigend.
Weil alles überschwemmt ist, entschließen wir uns zu einer Hotelübernachtung im netten Karula Hotel. Hier dürfen unsere Räder in einer Garage übernachten > guter Service!
19. Tag: White River - Sabie
61km - Summe 844km Merry Pebles Caravan Park, 100ZAR 1100Hm - S 9750Hm
Bei der Abfahrt beginnt es zu nieseln, was sich den ganzen Tag nicht ändert. Hinzu kommt noch dichter Nebel, so dass wir von der
Gegend nicht viel sehen. Nur die endlosen Eukalyptusplantagen am Straßenrand können wir noch erkennen. Teilweise sind die “Kunstwälder” regelrecht kahlgeholzt, es sieht aus wie nach einem
Atomangriff. Wir fahren bis auf etwa 1500m Höhe, und müssen unsere warmen Sachen anziehen. Abgesehen von den Plantagen sieht Sabie wie ein nettes Schwarzwaldstädtchen aus. Der Zeltplatz hat tollen
Rasen und liegt direkt am breiten Bach. Und außerdem gibt es im guten Restaurant preiswerte Riesensteaks und leckeres Bier...
20. Tag: Sabie - Graskop
57km - Summe 901km Panorama Restcamp 80ZAR 1200Hm - S 10950Hm
Nachts krachte ein schweres Gewitter über uns, und es regnete wieder wie aus Eimern. Durch riesige öde Eukalyptusplantagen gehts
weiter auf und ab mit steigender Tendenz nach Graskop. Gut, dass es noch die schöne Aussicht auf die Berge gibt, sonst wäre die Strecke in reines Kilometerfressen ausgeartet. Unterwegs machen wir an
den netten MacMac Falls eine kurze Rast. Hier bieten schwarze Familien nette Handwerksarbeiten als Souvenirs an. Das sehr touristische Graskop liegt wieder auf etwa 1500m Höhe an der Abbruchkante zum
Lowveld. Wir quartieren uns am östlichen Ortsrand im traumhaft direkt an der Abbruchkante gelegenen Panorama Restcamp ein. Bevor wir uns am irren Swimmingpool (direkt an der Steilwand mit grandioser
Aussicht ins Lowveld und auf die Steilhänge) erholen, fahren wir noch ohne Gepäck zum Aussichtspunkt Gods Window. Auch hier genießen wir die außergewöhnliche Aussicht, die aber hinter der unseres
Restcamps zurückbleibt. Leider sieht man in der Tiefe wieder viele abgeholzte Baumplantagen.
21. Tag: Graskop - Blyde River Canyon
67km - Summe 968km Aventura Blydepoort Resort, 58ZAR 800Hm - S 11750Hm
Um 5Uhr genießen wir am Pool den traumhaften Sonnenaufgang, während sich in den tief unten liegenden Wäldern langsam der Frühnebel
lichtet. Los gehts und erst an den Bourkes Potholes genehmigen wir uns die erste Pause. Die sehenswerten Auswaschungen in den Felsen sind jedoch schon nach einem kurzen Spaziergang
“abgehakt”, während einige angestellte Guards auf unsere Räder aufpassen. Ab hier mutiert die Straße zur Traumstrecke. Es geht nun immer in der Nähe des Canyons entlang, den wir von
etlichen Stellen der Straße aus bewundern können. Es folgen zwei tolle Aussichtspunkte, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Besonders der zweite Abzweig zu den “Three
Rondavels” ermöglicht uns eine unvergessliche Postkartenaussicht auf den in der Tiefe liegenden Blyde River und den Stausee. Dann erreichen wir die tolle Ferienanlage, wo wir uns gleich in den
riesigen Swimmingpool stürzen. Dann bleibt noch etwas Zeit, um mit dem Rad zum platzeigenen Upper Viewpoint zu fahren, der eine weitere schöne Aussicht auf die Rondavels eröffnet.
22. Tag: Blyde River Canyon - Lydenburg
95km - Summe 1063km Uitspan Camping 60ZAR 1050Hm - S 12800Hm
Die Strecke führt uns bald auf unter 1000m hinab. Unterwegs fallen uns mehrere betrunkene Arbeiter auf, die aber sehr friedlich sind.
Grund: Es ist Monatsende und es hat Geld gegeben! In Ohrigstadt genehmigen wir uns einen leckeren Pfannekuchen, da es bis hier keine vernünftige Einkehrmöglichkeit gab. Nach einem landschaftlich
recht ereignislosen Tag erreichen wir Abends das nett verschlafen wirkende Lydenburg, wo wir uns auf einem kleinen Campingplatz einquartieren.
23. Tag: Lydenburg - Sabie
59km -
Summe 1122km Merry Pebbles Camping 100ZAR 1150Hm - S 13950Hm
Sanfter Anstieg entlang unbewaldeter Hänge mit toller Aussicht auf das schöne Tal von Lydenburg. Bis oben zum Long Tom Paß gibt es
nur 3mal eine kurze Abfahrt mit etwa 50 Höhenmetern. Die Paßhöhe liegt auf etwa 2150m. Hinter der Paßhöhe eröffnet sich ein grandioser 180° Panoramablick auf die Berge und das tief unten im Tal
liegende Sabie. Man steht hier fast auf dem höchsten Niveau weit und breit. Die Abfahrt ist gespickt mit einigen kräftezehrenden Anstiegen! An der Misty Mountain Lodge schieben wir erst einmal ein
paar kräftigende Nudeln nach, denn die Strecke ist ziemlich anstrengend. In Gegenrichtung wären etwa 400 Höhenmeter mehr zu fahren gewesen.
24. Tag: Sabie - Nelspruit
68km - Summe 1190km Safubi Caravan Park 120ZAR 850Hm - S 14800Hm
Von Sabie aus erstmal zurück in Richtung Long Tom Pass. Hinter dem Abzweig folgt eine langweilige Strecke auf und ab durch
Plantagengebiete. Der Campingplatz ist sehr schön und an der N4 in westlicher Stadtnähe gelegen. Hier endet unsere Radtour am großen Pool des Platzes.
25. - 29. Tag Autofahrt nach Johannesburg 1300km
25. Tag: Nelspruit - Blyde River Canyon
Da die Leihwagenstation des Flughafens von Nelspruit geschlossen hat, lassen wir uns das Auto vom KMI-Airport zum Campingplatz
bringen. Sehr schöne Autofahrt über Hazyview mit tollen Blicken aufs Lowfeld und die Berge des Blyde River Canyons. Wir bleiben über Nacht auf dem toll gelegenen Campingplatz Swadini Aventura Resort
(100ZAR).
26. Tag: Blyde River - Loskop Dam
Um 5Uhr morgens bewundern wir die ersten Sonnenstrahlen, die weich auf die Bergflanken treffen. Wir fahren zum Staudamm, der eine
unglaublich schöne Aussicht auf den Canyon ermöglicht. Weiter geht es über den Abel Erasmus Paß, Graskop und Pilgrims Rest nach Lydenburg. Ab Lydenburg wird die Landschaft uninteressanter. Der Loskop
Damm ist wieder nett gelegen, der gute Campingplatz Aventura Loskop Dam (155ZAR) liegt direkt am Wasser.
27. Tag: Loskop Dam - Pilanesberg Wildpark (nur 55ZAR Parkeintritt für ges. Aufenthalt!)
Erstes Ziel ist das winzige Dorf Ndebele, wo wir uns die bunt bemalten Häuser der Einheimischen ansehen. Die Strecke nach Witbank ist
sehr stark von LKW befahren und stellenweise recht schmal. Für Radler ist dieses Teilstück NICHT zu empfehlen, da viel zu gefährlich. Nach Witbank brettern wir auf der N4 durch bis zum Pilanesberg
Park. Der Park hat eine tolle Landschaft und beherbergt viele wilde Tiere, u.a. haben wir Löwen, Elefanten und Hippos gesehen. Auch das Hauptcamp (155ZAR für den Campingplatz/Tag) ist sehr angenehm,
für uns das beste der ganzen Reise. Außerdem hat das Camp einen schönen Pool und ein vorzügliches Restaurant mit einheimischen Wildspezialitäten wie Kudu, Impala, Krokodil und Strauß (sehr lecker!).
28. Tag: Pilanesberg Wildpark
Den ganzen Tag verbringen wir auf Pirsch. Für uns ist Pilanesberg einer der schönsten Parks!
29. Tag: Pilanesberg - Johannesburg
Nochmals eine lange Strecke im Auto und unser Südafrika-Urlaub ist zu Ende.
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