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KAUAI, MAUI, BIG ISLAND, OHAU  -  Oktober 1999

Tag

Strecke

 Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag, Fr.

 Flug Honolulu - Lihue, Fahrt Lihue - Hanapepe

180 m

56 km

   2. Tag, Sa.

 Hanapepe - Na Pali Lookout - Waimea Canyon

1600 m

58 km

   3. Tag, So.

 Waimea Canyon - Hanamanlu

700 m

75 km

   4. Tag, Mo

 Hanamanlu - Haena

700 m

67 km

   5. Tag, Di.

 Haena - Hanalei - Kee Beach - Haena

200 m

31 km

   6. Tag, Mi.

 Haena - Lihue

700 m

59 km

   7. Tag, Do.

 Flug Kauai - Maui, Fahrt Kahului - Oluwalu

200 m

37 km

   8. Tag, Fr.

 Oluwalu - Napili Bay

200 m

37 km

   9. Tag, Sa.

 Napili Bay - Makawao

1400 m

70 km

 10. Tag, So.

 Makawao - Hosmers Grove (Haleakala)

2000 m

37 km

 11. Tag, Mo.

 Hosmers Grove - Haleakala Gipfel - Makawao

1100 m

74 km

 12. Tag, Di.

 Makawao - Waianapanapa State Park

1100 m

69 km

 13. Tag, Mi.

 Waianapanapa St. P. - Wailua Falls - Waianapanapa

400 m

32 km

 14. Tag, Do.

 Waianapanapa - Paia

1100 m

72 km

 15. Tag, Fr.

 Paia - Wailea - Paia

400 m

68 km

 16. Tag, Sa.

 Paia - Flug nach Hawaii - Kilauea Crater - Volcano

1300 m

68 km

 17. Tag, So.

 Volcano - Kilauea Crater Rim Road - Volcano

500 m

42 km

 18. Tag, Mo.

 Volcano - Captain Cook

 1100 m

129 km

 19. Tag, Di.

 Captain Cook - Kailua Kona

300 m

37 km

 20. Tag, Mi.

 Kailua Kona - Schnorcheltour

 

 

 21. Tag, Do.

 Kailua Kona - Spencer Beach Park

500 m

66 km

 22. Tag, Fr.

 Spencer Beach Park - Honoka´a

1200 m

69 km

 23. Tag, Sa.

 Honoka´a - Hilo

600 m

80 km

 24. Tag, So.

 Hilo - Flug nach Honolulu - Mokuleia

500 m

58 km

 25. Tag, Mo.

 Mokuleia - Kahulu

100 m

50 km

 26. Tag, Di.

 Kahulu - Waimanolo Beach

400 m

71 km

 27. Tag, Mi.

 Waimanolo Beach - Waikiki

200 m

34 km

 28. Tag, Do.

 Waikiki - Airport

100 m

17 km

 SUMMEN

 Gesamthöhenmeter / -strecke = 12,0 m/km

18780 m

1563 km


Hawaii Kauai bei Lihue

Hawaii Kauai Waimea Canyon

Hawaii Kauai, zur Na Pali Coast

Hawaii Maui, Straße zum Haleakala Gipfel

Hawaii Maui, Road to Hana

Hawaii Maui, Road to Hana

Hawaii Maui, Road to hana, Waianapanapa State Park

Hawaii Maui, Traumstrand am Ende der Road to Hana

Hawaii Big Island, bei Hilo

Hawaii Ohau, Hanauma Bay Schnorchelstrand

Hawaii Ohau, Waikiki


Allgemeine Infos:    (Bitte quer drucken)

1. Überblick

Radfahren mit Südseefeeling, tolle Panoramastraßen, wilde Canyons, hohe Vulkane die teilweise noch aktiv sind, wilde undurchdringliche Regenwälder, endlose Lavafelder, Traumstrände und Waikiki sind nur ein Teil von dem, was Radreisende an positivem auf den „Hawaiian Islands“ erwartet. Doch auch im vermeintlichen Paradies gilt: Wo viel Licht, da auch Schatten. Man muß sich damit abfinden, daß die Traumkulisse auf den Inseln auf bestimmte Bereiche begrenzt ist, daß die Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit den Schweiß in Strömen rinnen lassen, und daß das Preisniveau deutlich über dem des USA-Festlands liegt. Außerdem gibt es neben dem Luxusleben der Reichen immer wieder unerwartete Armut.

Zum Radfahren eignen sich besonders die vier größeren Inseln Big Island, Oahu, Maui und Kauai, die von unterschiedlichem Charakter sind, wobei die Hauptinsel Oahu auf uns oft wie ein Querschnitt der anderen Inseln wirkte.

Radfahren auf Hawaii ist nichts für reine Kilometerfresser. Das liegt insbesondere daran, dass die vier größten Inseln nur eine maximale Längenausdehnung zwischen 60km (Kauai) und 150km (Big Island) aufweisen. Außerdem sollte man bei einem Aufenthalt unbedingt einige Tage zum Schnorcheln und Wandern abzweigen. 
 

Einreise

Je nach Reisezeit und Airline kosteten Flüge von Deutschland nach Hawaii ab rund 800,-€, ggf. zuzüglich der jeweiligen Radtransportgebühr. Angeflogen wird hauptsächlich Honolulu, daneben gibt es aber von der US-Westküste aus auch Flüge nach Kailua Kona auf Big Island. Der Gesamtaufenthalt hat für meine Frau und mich Anfang 2000 bei mittlerem Lebensstandard, 1/3 Hotelübernachtungen und einem Dollarkurs von 0,95€ für 28 Tage vor Ort insgesamt ca. 4300,-€ gekostet. Von Deutschland führen die meisten Flüge von Frankfurt aus nach Honolulu, je nach Airline jedoch mit Umstieg in Europa und/oder in den USA. Zur Orientierung auf dem Flughafen von Honolulu und dem USA-Einreiseairport eignen sich gut die Flughafenpläne in den Bordmagazinen vieler Fluggesellschaften. Die Hotels in Waikiki und andere Unterkünfte liegen ca. 20km vom Flughafen entfernt. Bei Ankunft am späten Nachmittag und Weiterflug zu einer Nachbarinsel am nächsten Morgen empfiehlt sich wegen der früh einsetzenden Dunkelheit eine Übernachtung im kleinen Airporthotel (8 Stunden für 35$), das im Flughafengebäude innerhalb der Sicherheitszone liegt. Eine Reservierung ist hier unbedingt erforderlich, da es stark frequentiert ist. Die Übernachtung im Flughafengebäude wurde geduldet, jedoch störte die fortwährende Beschleierung mit ukulelegeschwängerten Hawaiiklängen. Die Räder dürfen nicht mit in diesen Bereich des Flughafens. Man kann sie aber ohne Probleme im bewachten >Baggage Storage<, im Parkhaus direkt gegenüber, für 6$ pro Nacht unterbringen.
 

Geografie

Die Inseln Hawaiis sind geprägt von hohen Gebirgen vulkanischen Ursprungs. Die durch häufige Regenfälle verursachte Erosion hat steile und wilde Schluchten aus der erstarrten Lava modelliert. Besonders die Na Pali Küste und der Waimea Canyon auf Kauai sind sehenswerte Beispiele hierfür. Die Regenfälle sind durch die Passatwinde und hohe Bergzüge hauptsächlich auf die nordöstlichen Teile der Inseln begrenzt. Daher ist hier die tropische Vegetation besonders üppig, während die übrigen Bereiche vergleichsweise trocken aussehen.
 

Klima / Winde / Regenzeiten

Das Klima auf Hawaii ist das Jahr über nur geringen Schwankungen unterworfen. Die Lufttemperaturen bewegen sich tagsüber etwa zwischen 27°C und 30°C. Bei Regen, der auch ohne Regenkleidung oft eine Wohltat ist, fällt das Thermometer kaum unter 21°C und nachts sind es auf Meereshöhe ebenfalls ca. 21°C. Eine ausgesprochene Regenzeit gibt es kaum, es ist aber immer mit Schauern zu rechnen. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über hoch, was für die Radfahrer starkes Schwitzen nicht nur an den vielen Anstiegen bedeutet. Die häufig aufziehenden Wolken sind besonders den Radlern als Schattenspender willkommen. Erträglich wird die Wärme durch den dauernd wehenden Wind. Zum Jahresende ist es etwa von 6:30 bis 18:00 hell.
 

Gesundheit

Besondere Gesundheitsgefahren bestehen nicht. Malaria ist nicht vorhanden, und sogar von stärkeren Durchfällen wird man in der Regel verschont bleiben. Die Vitaminversorgung ist aufgrund der großen Auswahl an Obst und Gemüse sehr gut. Für anfällige Personen empfiehlt sich wegen des starken Schwitzens unter Umständen ein Mineralpräparat (Hausarzt fragen). Sinnvoll ist jedoch auf jeden Fall ein starker Sonnenschutz, da die Sonne intensiv vom Himmel brennt und die Luft sehr sauber ist.
 

Bevölkerung, Sprache

Die polynesische Urbevölkerung ist zahlenmäßig unterrepräsentiert und findet sich vielfach an der unteren sozialen Ebene wieder. Auffällig ist der starke asiatische Einfluß. Man wird auf Hawaii überwiegend auf sehr reiche US-Festlandsbürger und Japaner treffen, die von der Dienstleistungskaste versorgt und bedient werden. Abseits der Luxusressorts stößt man überraschend oft auf eine erschreckende Armut, die hier im vermeintlichen Paradies kaum jemand erwartet.
 

Übernachten

Sofern man Geld nicht in reichlicher Menge zur Verfügung hat, kommt der Übernachtungsfrage eine Schlüsselstellung bei der Vorbereitung der Reise zu. Es gibt auf den Inseln einige Campingplätze, doch ohne Hotelübernachtungen wird es kaum gehen, zumal Jugendherbergen rar sind und sich nur auf Oahu und Big Island befinden. Neben wenigen preiswerten Unterkünften dominieren Hotels und Ressorts mit Preisen, die oft jenseits des erträglichen Rahmens vieler Reiseradler liegen. Die preisgünstigen oder kostenlosen Campingplätze sind ausschließlich Zeltplätze, oft traumhaft gelegen, von der Ausstattung europäischer Anlagen jedoch vielfach weit entfernt. Die Duschen liegen häufig außerhalb von Gebäuden, teilweise am Strand und die sonstigen sanitären Anlagen sind nicht gerade üppig. Leitungswasser ist selten heiß und wird fast immer nur durch die Tageswärme auf laue Temperaturen gebracht. Ein Manko für improvisierende Reisende sind die Anmeldeformalitäten für die Campingplätze. Auf jeder Insel muß man im voraus bei den betreffenden staatlichen Büros buchen oder sich Permits besorgen. Einige Plätze sind sogar an bestimmten Wochentagen geschlossen. Eine Ausnahme bilden die wenigen privaten Plätze. Wer viel zelten möchte, sollte sich unbedingt das Buch von Klaus Kaufmann besorgen, das alle Plätze und die Lage der Buchungsbüros beschreibt! Wildes Zelten ist aufgrund der Bevölkerungsdichte und viel Privatland nur selten möglich.
 

Verpflegung: 

Auch in Hawaii dominiert die US-amerikanische Esskultur, allerdings zu spürbar höheren Preisen als auf dem Festland. Hervorzuheben ist die Fülle an tropischen Früchten, die vielfach vor Ort wachsen und teilweise an kleinen Ständen unterwegs angeboten werden. Coffeeshops fürs Frühstück (5-9$) und kleinere Supermärkte gibt es fast in jedem Ort. Wer das pappige Weißbrot nicht essen möchte, kann auf das oft erhältliche WASA-Knäckebrot (4$) ausweichen.

Restaurantempfehlung: Mamas Fishhouse, Kuau Cove, Tel: 808/-579-8488, Tolles Ambiente, super Essen. Lohnenswert aber sehr teuer. Reservierung empfehlenswert.
 

Gefahren, restriktive Reisegebiete

Auf Hawaii sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Etwas unsicher sollen nur die Westgebiete Oahus sein. Gebiete oder Grundstücke die mit der Beschilderung >Kapu< versehen sind, sollten auf keinen Fall betreten werden. Gefährliche oder giftige Tiere gibt es, abgesehen von vereinzelten Haien, auf Hawaii nicht.
 

Rad und Ausrüstung

Bei Umrundung von Maui ist für eine Schotterstrecke breite Bereifung (32 oder 37mm) erforderlich. Wasserdichte Radtaschen empfehlen sich wegen der regelmäßigen Niederschläge. Eine winddichte Jacke und Beinlinge sind für Ausflüge in die Berge sinnvoll. Für die teils starken Steigungen im Innern der Inseln empfiehlt sich eine Übersetzung unter 1:1.
 

Straßen und Verkehr, Transport

Außerhalb der Städte schwächt der Verkehr ein wenig ab. Einsame Straßen findet man jedoch nur auf Nebenstrecken oder reinen Touristenrouten. Die Autofahrer nehmen viel Rücksicht auf Radler und LKW sind sehr selten anzutreffen. Die meisten Straßen sind asphaltiert und in gutem Zustand. Zwischen den Inseln verkehren keine nennenswerte Fähren, der Transport wird nahezu ausschließlich mit Flugzeugen abgewickelt. Fliegen auf Hawaii ist ähnlich einfach wie Busfahren in Deutschland. Buchungen sind im allgemeinen außerhalb der Ferien und der Weihnachtszeit nicht notwendig, bereits in Deutschland vorgebuchte Flüge zwischen den Inseln konnten ohne Probleme vor Ort umgebucht werden. Der Tarif war mit etwa 85$ pro Person und Flug für alle Inseln gleich, hinzu kommt noch die Transportgebühr von 20$ für jedes Rad, das von Aloha Airlines ohne Verpackung mitgenommen wurde. Es sind nur die Pedalen abzunehmen und der Lenker um 90° zu drehen. Hawaiian Airlines verlangten dagegen eine Radverpackung. Die Flugzeit zur jeweiligen Nachbarinsel beträgt ca. 20-30 min.
 

Besondere Reiseführer und Karten

Hawaii, Klaus Kaufmann, JOE-Verlag, 1996

Reise-, Camping- und Wanderführer mit Beschreibung aller Zeltplätze und Angabe der Buchungsbüros. Nicht mehr in allen Punkten aktuell aber unentbehrlich für die Planung preiswerter (Zelt-) Übernachtungen.

Nelles Map >Hawaiian Islands<, 1:150.000-1:330.000
Gute Karte mit den für Radler interessanten Inseln, Eintragungen von Entfernungen, Campingplätzen, Sehenswürdigkeiten, vielen Stränden und Stadtplan von Waikiki.

 

 

2. Ziele Routen, Strecken

Die vorgestellten Inseln sind von unterschiedlichem Charakter. Besonders sehenswert ist die Insel Maui, die zusammen mit Kauai bei ausreichend Zeit unbedingt besucht werden sollte. Für einen kurzen Stopover bietet auch Oahu mit minimalem Zeitaufwand einen guten Einblick. Big Island würde ich bei eingeschränktem Zeitbudget zugunsten der drei erstgenannten Inseln zurückstellen, insbesondere wenn gerade keine vulkanische Aktivität am Kilauea auftritt.
 

Maui

Diese Insel bietet dem Radler einmalige Sehenswürdigkeiten und viel Abwechslung. Neben sehenswerten Orten wie Lahaina oder die Surferstadt Lower Paia ist vor allem die Straße nach Hana mit ihren über 600 Kurven durch den Regenwald und die Bezwingung des 3050m hohen Vulkans Haleakala ein absolutes Muß. Daneben gibt es viele tolle Strände zum Baden und Schnorcheln.

Tourenvorschlag für 8 Tage (450 km): Fahrt von Kahului über Wailuku (Iao Valley) auf dem Hwy. 30 nach Mopua (Zeltplatz Camp Pecusa). Weiter über Lahaina zur Napili Bay mit schöner Bade- und Schnorchelmöglichkeit (Apartments im Napili Beach Resort). Umrundung der einsamen Nordwestküste und Weiterfahrt über Kahului und Lower Paia, dort auf den Hwy. 390 abbiegen bis kurz vor Haliimaile (Hostel Peace of Maui, einfach und sauber, 45$). Hier überflüssiges Gepäck deponieren und am nächsten Morgen über Makawao in Richtung Haleakala aufbrechen. Auf dem Hwy. 377 nach ~16km unbedingt ins Restaurant Kula Lodge zum 2. Frühstück bei toller Aussicht auf West-Maui einkehren. Dann beginnt die kurvenreiche gute Straße auf den Haleakala. Nach etwa 40km Übernachtung auf dem schön gelegenen Hosmer Grove Zeltplatz. Am nächsten Morgen frühzeitiger Aufbruch ohne Gepäck, nach weiteren 20km irre Aussicht am Gipfel des Haleakala auf 3050m Höhe. Rückfahrt zum Hosmer Grove Zeltplatz, Zelt abbauen und zurück zum Peace of Maui Hostel. Über Hwy. 365 und 36 auf kurvenreicher Traumstraße (Road to Hana) bis zum Waianapanapa State Park (schöner Zeltplatz an schwarzen Lavaklippen am Meer). Von hier aus Tagestrip nach Hana und evtl. nach Kipahulu. Unbedingt Abstecher zum Hamoa Beach unternehmen (Traumstrand). Am nächsten Tag zunächst auf gleicher Strecke vorbei am Hookipa Beach (Windsurfing) zurück nach Lower Paia (mehrere Unterkünfte). Weiter nach Kahului und Abflug. Zum Baden eignet sich gut die Gegend südlich von Kihei, besonders schön sind die Strände am Kamaole Beach Park 2+3 und Mokapu Beach Park.
 

Kauai

Kauai ist ähnlich sehenswert wie Maui und bietet mit dem Waimea Canyon und der wilden Na Pali Küste ebenfalls unvergleichliche Sehenswürdigkeiten. Besonders im Norden fährt man durch eine tolle Südseekulisse mit vielen Traumstränden, die zu ein paar Tagen Radpause einladen. Radfahrer sollten auf die Hühner achten, die zu Hunderten frei umherlaufen. Die Insel kann nicht umrundet werden, daher sind einige Strecken doppelt zu fahren. Teilweise haben die Hauptstraßen einen Seitenstreifen.

Tourenvorschlag für 5-6 Tage (ca. 360 km): Von Lihue nach Hanapepe, Salt Pond Beach Park (~60km). Weiter über Waimea auf dem Hwy. 550 in die Berge, vorbei an vielen grandiosen Aussichtsstellen in den gewaltigen Waimea Canyon, zum Kokee SP Zeltplatz oder Cabins in der nahen Kokee Lodge (über 1000m hoch), nachmittags noch durch Regenwald zum Kalalau Aussichtspunkt (~60Tageskilometer). Zurück über Lihue zum Hanamaulu Beach Park (~75km). Nächstes Ziel ist Haena, das man nach einer Fahrt durch Kokospalmenhaine und Passieren des Hanalei Lookout erreicht (~70km). Hier tolle Südseeflora und ruhiger Zeltplatz YMCA Camp Naue. Ein Tag Pause mit Strandwanderung oder Kurztrip per Rad zum Kee Beach ist sehr zu empfehlen. Dann zurück nach Lihue, Tiptop Motel bei frühem Weiterflug.
 

Oahu

Für Oahu empfiehlt sich eine 4-tägige Rundtour (ca. 220km) durch den mittleren und östlichen Teil der Insel von Honolulu aus über Haleiwa (Camp Mokuleia), Sunset Beach mit Riesensurfwellen, Laie (Friends of Malaekahana Zeltplatz) und Kailua (Waimanalo Beach Park) zurück. Unterwegs kann man das Polynesian Cultural Center und, wenn Oahu das einzige Ziel ist, den Hanauma Beach am frühen Morgen zum Schnorcheln besuchen. Der krönende Abschluß jeder Hawaii-Reise ist ein Sonnenuntergang bei einem tropischen Drink und leisen Hawaiiklängen auf der Terrasse eines der Hotels am Strand von Waikiki. Preiswerte und zentrale Unterkunft: Waikiki Prince Hotel (ab 40$).
 

Big Island

Für die Umrundung der Insel mit kurzen Abstechern sind ca. 500 km anzusetzen. Hauptsehenswürdigkeit auf Big Island ist vor allem der für Radler nicht erreichbare aktive Bereich des Vulkans Kilauea. Die Insel ist über weite Strecken von öden Lavafeldern geprägt. Im Norden von Hilo ist für Regenwaldfreunde der Peepekeo Scenic Drive einen kurzen Abstecher wert. Gut für ein paar Tage Aufenthalt ist die Stadt des Ironmans, Kailua Kona, die vor allem zum Baden und Schnorcheln einlädt. Bemerkenswert ist der nahe Kahaluu Beach Park, wo man mit bunten Fischen und Riesenschildkröten im glasklaren Wasser schwimmen kann. Ansonsten fällt die Landschaft nach meinem Empfinden gegenüber den vorgenannten Inseln sehr zurück.

Reisebericht:    (Bitte quer drucken)


Maui ist die schönste - Radeln im Paradies

Schon beim Anflug auf Maui sind wir begeistert von dem Anblick des gigantischen, über 3000m hohen Vulkans Haleakala, der die ganze Insel beherrscht. Beim Blick hinauf kommen uns insgeheim doch leichte Zweifel, ob wir es bei der Hitze bis ganz nach oben schaffen werden. Nach Umrundung des Flughafens steuern wir als erstes Ziel das Städtchen Lower Paia an, um uns in einem Straßenrestaurant ein wenig zu stärken. Der Ort ist ein richtiges Szenekaff mit entsprechend vielen Lokalen, in dem es von Windsurfern nur so wimmelt. Schon bald sind wir mit einigen jungen Leuten im Gespräch und bekommen so die Empfehlung für eine preiswerte Bleibe in der Gegend. Bald darauf sitzen wir wieder im Sattel, um die letzten 10km bis zur Unterkunft hinter uns zu bringen. Bei starkem Gegenwind quälen wir uns fast 300 Höhenmeter hinauf, bis wir das Haus erreichen. Wir sind begeistert, denn das Peace of Maui hat eher den Charakter einer kleinen Jugendherberge, mit wenigen einfachen Zimmern und einem Aufenthaltsraum mit Küche. Hier treffen wir beim Abendbrot neben Carlos aus Rio auch andere nette Globetrotter aus aller Welt. Selten haben wir an einem Abend so viel Reisegarn gesponnen, und erst spät fallen wir müde ins Bett. Nach kurzem Frühstück fahren wir mit dem nötigsten Gepäck in Richtung Vulkan. Auf erträglicher Steigung kommen wir bald in das „Westernstädtchen“ Makawao, wo wir nochmals Getränke und Proviant für die nächsten 2 Tage einkaufen. Bald ist der Haleakala Hwy. erreicht und wir fahren durch eine wunderschöne grüne Weidelandschaft bergauf. Jetzt, am frühen Vormittag ist es schon wieder über 25°C warm, aber die Sonne versteckt sich zum Glück immer wieder hinter einigen dünnen Wolken. Der Haleakala ist seit Sonnenaufgang frei zu sehen und wir können so schon unser Ziel, die Gipfelstation, erkennen. Bei der Fahrt durch schöne Eukalyptuswälder kommt sogar ein wenig australisches Flair auf. Nach 16km liegt die Kula Lodge am Weg und wir beschließen kurzerhand, ein zweites Frühstück einzunehmen. Doch Toast und Eier werden nebensächlich, als wir den tollen Blick auf halb Maui vom Tisch aus genießen. Beim Weiterfahren, zieht sich der Himmel langsam zu und schon bald befinden wir uns in feuchtkühlem Nebel, der uns kaum weiter als 100m sehen lässt. Leichter Nieselregen setzt ein und wir fahren ohne jegliche Aussicht in endlosen Kehren durch die Waschküche einige Stunden weiter hinauf. So haben wir uns diese Fahrt eigentlich nicht vorgestellt, aber die uns entgegenkommenden offenen Cabrios lassen auf ein baldiges Ende der Waschküche hoffen. Doch erst kurz vor dem Parkeingang stoßen wir fröstelnd durch den Nebel und sehen wieder einen stahlblauen Himmel über uns. Wir berappen 5$ Parkeintritt und freuen uns, dass die nasse Kleidung in der Sonne schnell wieder trocken wird. Auf dem wunderschön gelegenen Hosmer Grove Campingplatz bauen wir das Zelt im Schatten hoher Bäume auf und fallen bald müde in die Daunen.

Bei den ersten Anzeichen der Dämmerung sitzen wir am nächsten Morgen beim gleißenden Licht des Mondes wieder auf den Rädern. Die kühlen 4°C lassen trotz der Steigung dem Schweiß keine Chance. In großen Kehren verläuft die gute Straße weiter den nun kahlen Berghang hinauf. An einer Kehre genießen wir die spektakulär aufgehende Sonne, die die Temperaturen sofort wieder in angenehme Regionen steigen lässt. Schon bald kommen uns die ersten Gruppen johlender Downhillradler entgegen, die in der Frühe mit dem Pickup zum Gipfel gebracht wurden und nun ohne jegliche Anstrengung übermütig in die Tiefe rauschen. Auf den letzten 3 Meilen spüren wir immer mehr, dass die Luft dünn wird und wir schon etliche Höhenmeter hinter uns gebracht haben. So werden die Pausenabstände immer kürzer. Doch schließlich ist auch dieser Berg geschafft und wir genießen das atemberaubendste Panorama das wir jemals von einem Berg aus erblickten. In der Ferne sieht man deutlich Big Island mit den alles überragenden Vulkanen Mauna Kea und Mauna Loa, die beide über 4000m hoch aufragen. Lange bleiben wir sitzen und staunen über die sehenswerte Vulkanlandschaft im Bereich des Gipfels. Im Gegensatz zum dreistündigen Aufstieg dauert die Rückfahrt zum Zeltplatz nur einen Bruchteil davon. Nach dem Abbau des Zeltes erfreuen wir uns auf dem Rückweg zum Peace of Maui an der schönen Landschaft, die uns auf dem Hinweg im Nebel verborgen blieb.

Nach einem Tag Pause machen wir uns auf, den nächsten Höhepunkt der Insel unter die Räder zu nehmen. Vor uns liegen über 600 Kurven auf der sogenannten Road to Hana. In Makawao packen wir die Radtaschen voll mit Proviant und biegen nach links ab in Richtung Küste. Der Haleakala ist heute wolkenlos und bildet die majestätische Kulisse für die nächsten Kilometer. Bald stoßen wir auf den Hwy. 36, der umgeben ist von immer dichter und grüner werdender Vegetation. Ab den Twin Falls fühlt man sich wie in einem tropischen Garten. Wir fahren durch eine dichtbewachsene wuchernde Landschaft und genießen immer wieder den Blick hinunter zum blau schimmernden Pazifik. Die Straße besteht wirklich fast nur aus aneinandergereihten Kurven. Zahlreiche Wasserfälle neben der Strecke platschen in kleine in den Felsen modellierte Pools, eingerahmt von großen lianenbehangenen Bäumen. Dazwischen entdecken wir riesige Blumen, die zuhause ein kümmerliches Dasein fristen. Sporadisch laden Obststände zur Rast ein, und immer wieder suchen wir vor einem kurzen Schauer Schutz unter dem Blätterdach. Der Wald wird dichter und ist mit großen Farnen durchsetzt, bis wir sogar durch einen Bambushain rollen. Wir können uns kaum sattsehen an der grünen Fülle. Dann ist der einmalig gelegene Waianapanapa State Park erreicht, wo wir das Zelt für die nächsten Tage in Sichtweite zu den hellgrün bewachsenen, brandungsumtosten Lavaklippen aufschlagen. Bevor wir am tiefschwarzen Strand langsam den Tag ausklingen lassen, nehmen wir noch ein ausgiebiges Bad im warmen klaren Meer. Die nächsten Tage verbringen wir mit einer Wanderung zum nahegelegenem Heiau, einer heiligen Stätte der Ureinwohner, und Radtouren in die Gegend. In Hana versorgen wir uns mit Lebensmitteln und statten dann dem Hamoa Beach einen unvergesslichen Besuch ab. Im Schatten fotogener Palmen genießen wir noch einmal das unbeschreibliche Wasser und die tropische Traumkulisse bevor es wieder zurück in Richtung Flughafen geht. Unterwegs schauen wir uns noch die Windsurfprofis am Hookipa Beach an und dann heißt es auch schon Abschied nehmen von Maui, die für uns die schönste Insel Hawaiis war.