Banner 1-4-Südengland

Vietnamesin auf Rad m02

Banner 1-4 Namibia02

Banner 1-4 Sardinien02

Japan - Nord-Honshu  -  Mai / Juni 2009

karte Jap_0004

Tag

 Strecke (ohne Pausentage)

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag

  Narita - Isumi Ohara

300

 67

   2. Tag

  Isumi Ohara - Hota (Nähe)

600

85

   3. Tag

  Hota - Kamakura

250

44

   4. Tag

  Kamakura - Hakone

1050

71

   5. Tag

  Hakone - Saiko See

1100

70

   6. Tag

  Saiko See - Lake Suwa

1000

108

   7. Tag

  Lake Suwa - Omachi

550

79

   8. Tag

  Omachi - Joetsu

650

127

   9. Tag

  Joetsu - Niigata Nord

900

133

 10. Tag

  Niigata - Nezugaseki

 350

91

 11. Tag

  Nezugaseki - Funagata

600

114

 12. Tag

  Funagata - Kamiwarizaki

900

136

 13. Tag

  Kamiwarizaki - Sendai

600

96

 14. Tag

  Sendai - Haranomachi

250

84

 15. Tag

  Haranomachi - Iwaki Beach

650

90

 16. Tag

  Iwaki Beach - Hitachi Daigo

1200

106

 17. Tag

  Hitachi Daigo - Imaichi

1000

85

 18. Tag

  Imaichi - Hitachi Daigo

800

104

 19. Tag

  Hitachi Daigo - Orari

1000

107

 20. Tag

  Orari - Narita

250

93

 

 Gesamthöhe / -strecke = 7,4 Hm/km

14.000 Hm

1890 km

Zur Einzelbildansicht oder zum Start der Diashow
bitte das Foto anklicken

db_L1040641001

Allgemeine Infos:  (bitte quer ausdrucken)

Unsere Reise durch Japan war geprägt von extremen Kontrasten. Einerseits schöne einsame Landschaften aber andererseits auch stundenlange Fahrten durch öde und langweilige Städte in dichtem Verkehr. Die Menschen waren extrem zurückhaltend und würdigten uns oft keines Blickes. Die Fröhlichkeit, Offenheit und Herzlichkeit, die in vielen anderen asiatischen Ländern allgegenwärtig ist, fanden wir hier nicht. Einige Eigenarten der Japaner nerven extrem. Wir haben wenig gefunden was wir als “außergewöhnlich lohnenswert” für eine Radreise empfunden haben. Gemütliche Einkehrmöglichkeiten gibts fast nicht. Eine Reise durch Japan ist m. E. zwar sehr interessant, aber keine wirkliche Genußtour fürs Herz und für die Seele. Nach 10 Tagen wußten wir bereits, dass wir unsere fürs kommende Jahr geplante Reise durch den Süden Japans nicht mehr machen werden. Ich denke, dass man für Japan viel Zeit und Muße mitbringen muß, wenn man in das Land eintauchen möchte.
 

Eindrücke quer Beet:

Berge steil und zerklüftet, bis ins Tal dicht zugewuchert, kaum Bebauung an den Hängen
Man hat oft den Eindruck, in einem kommunistischen Staat zu sein, wo man alles kaufen kann
Der Japaner scheint alles zu kopieren, vieles erkennt man sofort wieder...
Überall Regelungen und Vorschriften auf naiv gezeichneten Schildern
Regelmäßig ertönt fast im ganzen Land der Klang von “Big Ben” aus den allgegenwärtigen Lautsprechern

Ganz Japan scheint mit Kameras überwacht zu werden
Es scheint Unmengen an Billigjobs im Land zu geben.
In Kaufhäusern scheinbar mehr Verkäuferinnen als Kunden anwesend
Grauenvolle und laute Musik in Kaufhäusern und Raststätten etc.
Irre Pachinko-Spielhöllen mit buntester Beleuchtung und nicht vorstellbarer Lautstärke: Erlebnis!

Rasentrimmer sind Kreissägen am Stiel ohne Schutz!
Radfahrer mit Schirm sind nicht selten, es gibt überwiegend einfache Billigräder die alle gleich aussehen
Bahnhöfe und Regionalzüge sind oft sehr alt und abgenutzt
Autos fahren rücksichtsvoll und viel langsamer als in Europa, auf den Hauptstrecken sehr viel Verkehr
LKW´s sprechen teilweise beim Abbiegen oder Rückwärtsfahren

Überwiegend fürchterlich häßliche Häuser im USA-Stil, wenig japanisches Flair
Sehr öde und langweilige Städte im US-amerikanischen Stil mit überbordender Reklame
In Höfen oder Gärten herrscht oft totales Gerümpel-Chaos
Fast nirgendwo Sitzmöglichkeiten auf der Strecke
Vieles im Land erscheint alt und abgenutzt, außer Autos

Überwiegend neue Autos, immer total sauber, kaum Beulen/Schäden, Sitzbezüge aus Spitze
Merkwürdige Pantoffelregeln in Häusern, Tatamizimmern und Toiletten
In Räumen häufig ungemütliche Neon-Beleuchtung
Handtrockner in WC´s blasen Hände mit kalter Druckluft trocken
Jugendherbergen teils auch von Geschäftsleuten/Arbeitern belegt
Viele Leute mit hinten plattgetretenen Schuhen

Unzählige Frauen konnten wegen krummer Beine kaum laufen
Wenige japanische Worte von Ausländern lösen positive Überraschung aus
Deutschen begegnet man überwiegend wohlgesonnen, Polen hatten von Schwierigkeiten berichtet
Japaner sind oft ohne jede Mimik und Gestik unterwegs, fast wie Roboter
Kaum Lebensfreude bei Japanern zu erkennen, geben sich sehr funktionell

Keine erkennbare Eigeninitiative der Japaner bei Problemen oder Hilfegesuchen
Hobbies der Japaner: (Luft-)Golf, Wellenreiten, Rasenschneiden, Autoputzen, mit Handy surfen
Viele öffentliche Toiletten, auch in den Kombinis gibts immer welche
Japaner scheinen total auf Energiegelees, Mineralien- und Vitamintrunks zu stehen
Überwiegend Kettenrestaurants, oft aus USA, in den Städten

In vielen Souvenirshops gibts allerlei glibberiges Zeugs in Schleim eingelegt...
Oft schmierige Füllungen von Kuchen und Weißbrotscheiben
Vieles ist sehr schwach gewürzt
Mehr Getränkeautomaten als Menschen, auch warmer Kaffee in Dosen (Überall 120 Yen pro Dose)
In vielen Kuchenpackungen o.ä. Silica-Gel Tütchen zum Trocknen

Klare Fischsuppe in “Teebeuteln” ist auch mal was Neues
Fürchterliche Verpackungswut, selbst bei Plätzchen o.ä.,
Japan erstickt in Getränkedosen, PET-Flaschen und Plastikmüll
Keine öffentlichen Mülleimer in den Städten, nur vor den Kombinis gibts welche
Oft wird der Boden unter Bäumen gefegt, damit keine Blätter rumliegen
 

Sprache

Außerhalb der Großstädte wird kaum Englisch gesprochen. Vorbereitete selbsterstellte Karteikarten mit Standardsätzen in japanischen Schriftzeichen haben uns in vielen Situationen geholfen

Übernachten

Sehr viele Zeltmöglichkeiten, fast nie bewirtschaftet. Ein Stück Wiese oder ein kleiner Stadtpark, einige Toiletten, keine Gebühr -> Kein Problem also und fast immer kostenlos. Da ab 19:00Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, ists auch in Stadtnähe meistens sehr ruhig in der Nacht. Hotels, Ryokans und andere Herbergen sind ziemlich teuer. Jugendherbergen sind eine seltene aber gute Alternative.

Verpflegung

Überall gibt es Kombinis, Minisupermärkte, mit allem Notwendigen, wenn man keine kulinarischen Ansprüche stelle. Selten Bäckereien mit Brot oder Baguette, meist in großen Supermärkten am Eingang/Ausgang. Viele Kettenrestaurants nach US-Vorbild. Verhungern kann man in Japan nicht.

Gefahren, restriktive Reisegebiete

Aus unserer Sicht gibt es keine spezifischen Gefahren, Japan gehört zu den sichersten Reiseländern

Rad und Ausrüstung

Das, was man auch in Deutschland wählen würde. Gutes Regenzeug nicht vergessen. Eine Zeltausrüstung kann etliche hundert bis tausend Euros sparen.

Straßen und Verkehr, Transport

Es wird sehr langsam gefahren. Japaner fahren sehr rücksichtsvoll. Hauptdurchgangsstraßen sehr voll und laut, Nebenstrecken teils einsam! Fast immer neben der Straße ein Rad-/Fußweg mit häufig variierender Breite/Oberfläche. Haben wir nur auf stark befahrenen Fernstraßen mit vielen LKW genutzt.

Reiseführer und Karten

Reise-Know-How und Lonely-Planet, jedoch wenige Infos “zwischen” den Haupttouristenorten. Karten gibts hierzuland KEINE vernünftigen. Unbedingt vor Ort in die nächste Buchhandlung gehen und die Tourig Mapples R kaufen. Plastifiziertes Papier, Ringbindung. Alles in Japanisch aber mit vielen “internationalen” Symbolen, wie Campingplätzen. Ohne diese Karten kann man kaum eine der einsamen Strecken finden, die oft in einigem Abstand parallel zur Hauptstraße entlangführen. Die wichtigste Anschaffung in Japan!!!!!

 


regular_102