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Vietnamesin auf Rad m02

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Nord - Vietnam   -   Oktober 2012

Die Radtour beginnt am Rande der  trockenen Halong Bucht, die eine der schönsten Radfahrziele in Vietnam ist. Hier beginnt nach einem tollen Tag auf dem Rad eine romantische Tour im Ruderboot zwischen den hohen Felsen entlang. Weiter gehts durch lange abgeschiedene Straßendörfer, in denen der Reis und das Heu auf der Straße getrocknet wird. Die Landschaft ist sehr schön und die Berge neben den Reisfeldern sehen wild aus. Im Pu Luong Nationalpark, der nicht weit von der Grenze zu Laos liegt, gibt es fast keine Steinhäuser mehr, sondern überwiegend Pfahlhäuser aus Holz, die bevorzugte Behausung der weißen Thai. Dort übernachten wir bei einer Familie. Bald kommen wir in die Heimat der Mhong, die man an den bunten Trachten erkennt. Neben dichtem Dschungel erwarteten uns schlechte "Straßen" mit viel nassem Lehm und Fußpassagen. Die nächsten Tage führen uns an die chinesische Grenze nach Sapa.

Neben dichtem Dschungel erwarten uns in der Heimat der Mhong wieder schlechte "Straßen" mit viel nassem Lehm und Fußpassagen, wo man nicht so gut radeln kann. Die Pfahlbauten der Thai sieht man nun nicht mehr, es gibt wieder gemauerte Häuser. Die Berghänge sind hier nahe der Straße abgeholzt und man sieht ausgedehnte Maisfelder, die bis in die Steilhänge der Berge reichen. Weiter gehts in Richtung des Tals des Roten Flusses. Die Hügel sind nun mit Tee-Plantagen bedeckt. Die Dörfer sind nicht mehr so schön und auch für vietnamesische Verhältnisse arm. Abends fahren wir noch ca. 4km zu einer schwarzen Thai-Familie zum Abendessen in ein Pfahlhaus. Die nächsten Etappen führen uns langsam in die wunderschöne Gegend der Reisterrassen Vietnams. Später machen wir noch eine ausgedehnte Wanderung durch die Reisfelder, wo die Leute emsig in Handarbeit den Reis einholen und auch vor Ort gleich per Hand dreschen d. h. ausschlagen. In den abgelegenen Dörfern leben die Leute in absolut einfachen und sehr armen Verhältnissen. Trotzdem machen alle Menschen einen sehr freundlichen und zufriedenen Eindruck auf uns. Auf der Abfahrt vom 1570 m hohen Khau Pha Pass erreichen wir das Zentrum der spektakulärsten Reisterrassen in den Bergen des nördlichen Vietnams. Dann wartet kurz vor Sapa die Königsetappe der Reise auf uns, mit dem Aufstieg zum höchsten Pass in Vietnam, dem 1985 m hohen Tram Ton Pass. Die Fahrt durch die Berge findet normalerweise statt unter dem wachsamen Auge des höchsten Bergs in Indochina: Der 3148 m hohen Fan Si Pan. Leider ist es mit 10°C sehr kalt, zudem stark bewölkt und es regnet über weite Teile der Auffahrt zum Pass. Nach der Abfahrt im Dauerregen kommen wir in Sapa an, das ein für uns übles Touristenloch ist, mit unzähligen Outdoorläden und vielen leeren Restaurants.

Nach einigen Kilometern biegen wir hinter Sapa nach links auf ein holpriges Sträßchen ab, das in ein Dorf der roten Dao führt. Hier sind wir die einzigen Touris und werden gleich bedrängt und eingekesselt von den Frauen, um ihre Souvenirs zu kaufen. Dann gehts weiter entlang der chinesischen Grenze und hinüber zum Chay River. Hier warten vier schmale "Motorboote" auf uns, um uns einige Kilometer den Fluss hinauf zu bringen. Dort wartet im Dschungel ein kleines abgelegenes Dorf mit einer sehr einfachen Privatunterkunft auf uns. Im Ort Bac Ha ankommen, geht es gleich mit dem Bus eine Stunde hoch in die Berge, zum großen Samstags-Pferdemarkt in Si Ma Cai. Der Markt ist sehr belebt und schön bunt. Danach besuchen wir noch den Sonntagsmarkt von Bac Ha und den lokalen Markt von Lung Phin. Hoch über dem Tal haben wir später eine herrliche Aussicht, die jedoch leider oftmals von Wolken verhangen ist. Wir befinden uns mehrfach auf 1305m Höhe. Wir genießen die exotische Berggegend mit eingesetzten steilen Reisterrassen. Wir sind begeistert und merken gar nicht recht, wie wir in die Höhe steigen. Schnell erreichen wir den Regenwald, in dem es noch angenehm kühl ist. Hier sehen wir einige schöne Baumfarne und wilde Bananen. Nun endet unsere Reise langsam und wir streben per Bus den Höhepunkten Hanoi und der Halong Bucht zu, auf die wir uns schon sehr freuen.


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Vietnam

1. Tag Freitag

Wir fliegen von Amsterdam aus über Hong Kong nach Hanoi.

 

2. Tag Samstag
Hotel Hong Ngoc 2

Morgens Ankunft in Hanoi. Etwas umständliche Visavergabe am Flughafen, die uns 2x25 US$ kostet. Fahren mit dem Bus zum Hotel in die Altstadt. Heute gibt es genügend Zeit, die Stadt zu besuchen. Hanoi ist die Hauptstadt von Vietnam und eine angenehme Stadt mit vielen historischen Gebäuden, Seen und einer historischen Altstadt. Wir gehen kurz durch einige nahe Gassen und dann in ein Restaurant eine Kleinigkeit essen. Es ist eine belebte Straße in der früher viele Radfahrer unterwegs waren, auch noch 2003 bei unserem letzten Besuch. Heute gibt es fast keine Radler mehr. Bis auf wenige meist alte Leute haben alle ein Moped. Am Abend gehen wir mit der ganzen Gruppe zum Abendessen in die Altstadt, zufälliger Weise wieder in das selbe Restaurant, in dem wir zu Mittag gegessen haben. Dann fallen wir übermüdet ins Bett.

 

3. Tag, Sonntag
Transfer ca. 70 km: Hanoi - Phu Ly mit Bus
Phu Ly - Tam Coc 65km Skm 65 - D16km/h - 430Hm SHm 430
Guesthouse Tam Coc Einde

Wir stehen um 4:30 Uhr auf, denn um 6:00Uhr gibts schon Frühstück. Wir beginnen mit einer etwa 70 km langen Fahrt im Bus von Hanoi zu unserem Ausgangspunkt ca. 30 km westlich von Phu Ly. Die Radtour beginnt am Rande der  trockenen Halong Bucht, die eine der schönsten Radfahrziele in Vietnam ist. Für Arthur ist die Tour hier fast schon zu Ende, da jemand sein Fahrrad für eine Probefahrt hinter dem Bus weggenommen hat. Auf flachen Wegen radeln wir zwischen Reisfeldern, die zunehmend von majestätischen dicht bewachsenen Kalksteinfelsen umgeben sind in das Kerngebiet der Trockenen Halong. Sehr schöne Kulisse. Dann gehts weiter auf einem Damm über einen breiten Fluß und auf einem Deich weiter zu unserem Ziel. Unterwegs sehen wir viele Bauern, die den abgeernteten Reis auf der Straße dreschen und das Heu dann über die Straße ausbreiten um es zu trocknen. Dann kommen wir noch an der alten ehemaligen Hauptstadt Vietnams vorbei, wo noch ein Tempel und einige kleine Häuser stehen (Unesco Weltkulturerbe). Wir checken ein und waschen uns kurz, denn es geht noch einmal los zu einer kleinen Bootsanlegestelle. Hier beginnt eine sehr schöne Tour im Ruderboot zwischen den hohen Felsen entlang. Wir kennen die Tour schon, denn in 2003 waren wir schon einmal hier. Nachdem wir einige Höhlen durchfahren haben, kommen wir an einen Wendepunkt, wo ein schwimmender "Supermarkt" auf uns wartet. Wir kaufen nichts und auch der Versuch, uns Souvenirs zu verkaufen schlägt fehl. Dann gibts auch noch ein wenig Verstimmung weil wir nicht genug Trinkgeld geben. Aber die Tour war trotzdem klasse. Nun gibts noch ein Dinner im 7.Stock des Hotels und dann fallen wir schon wieder todmüde in die Falle.

 

4. Tag, Montag
Tam Coc - Cam Thuy 88km Skm154 - D 19km/h - Hm450 SHM 880
GH Tanh Nanh

Wir fahren erst ein Stück auf der gestrigen Strecke zurück, bevor wir langsam aus dem Gebiet der Trockenen Halong herausfahren. Die Landschaft wird bald flacher und die Berge weichen zurück. Der überwiegende Teil führt durch lange abgeschiedene Straßendörfer, in denen überall viel Heu auf der Straße liegt. Am Ende der Tour müssen wir einige Kilometer auf dem Ho Chi Minh Highway fahren, was aber völlig ungefährlich ist aufgrund des geringen Verkehrs. Heute zwei kleinere Steigungen, die unseren Schweiß bei den schwülwarmen Temperaturen in Strömen rinnen lassen. Wetter um die 30°C und schweißtreibend bei Anstrengung sonst gehts eigentlich. Abends gehen wir ins Dorf in ein Restaurant, wo wir wieder die übliche Variation zusammen mit einem Bier einnehmen. Bauen zum ersten Mal das Moskitozelt über dem Bett auf. Tagsüber fast keine Moskitos, Abends auch sehr wenige, meist in den Zimmern zu finden. Waschen noch unsere Radkleidung und dann wieder müde ins Bett.

 

5. Tag Dienstag
Cam Thuy - Pu Luong NP
Homestay Pu Luong
62km Skm 216 km - D 16km/h - Hm 500 SHM 1380

Auf einer flachen ruhigen Straße radeln wir Canh Nang. Die Landschaft ist sehr schön und die Berge neben den Reisfeldern sehen sehr wild aus. In den Feldern ist die volle Reisernte im Gange und auch das Heu wird wieder ausgelegt und getrocknet. Eine sehr friedliche Atmosphäre liegt hier in der Luft. Das Wetter meint es gut mit uns und die Sonne lässt den Nebel bald aufsteigen. Unterwegs besuchen wir einen bemerkenswerte Fischteich an einer Quelle. Hier stehen die großen Fische in der Strömung. Nichts besonderes...

Hinter Canh Nang kommen wir in den Pu Luong NP, der eine schöne Natur aufweist. Plötzlich gibt es auch fast keine Steinhäuser mehr, sondern überwiegend Pfahlhäuser aus Holz. Während des Vietnamkrieges war hier der berüchtigte Ho Chi Minh Trail: Die Nachschubroute für die Armee in den Süden. Wir radeln entlang dem Suoi Cham Fluss. Mit mehreren hölzernen Wasserrädern werden hier die Reisfelder bewässert. Wir checken in unsere heutige Übernachtungsstätte ein, ein riesiges Zimmer für alle in einem Pfahlhaus einer weißen Thai-Familie. Am Nachmittag machen wir noch eine Radtour durch den Nationalpark und sehen einige sehr einfache Dörfer. Überall sind aber die Leute beschäftigt, man sieht niemanden herumlungern. Auch heute wieder sehr wenig Autoverkehr unterwegs.. Wir übernachten in einem schönen Ort ihm Zuhause einer weißen Thai Familie. Heute hatten wir einige kleine Steigungen und am Nachmittag eine schlechte unbefestigte Straße.

 

6. Tag Mittwoch
Homestay Mai Chau
Pu Luong - Mai Chau
66km Skm 282 - D 16km/h - Hm 850 SHM 2230

Wir beginnen nach kurzem Anstieg mit einer Abfahrt, bevor wir 650 m klettern auf einer Straße mit herrlicher Aussicht. Es ist die Heimat der Mhong. Neben dichtem Dschungel erwarten uns heute wieder schlechte "Straßen" mit viel nassem Lehm und Fußpassagen, wo man nicht so gut radeln kann. Schöne Strecke, aber wenig Aussicht, aufgrund des Nebels und es regnet zwischendurch auch noch leicht... Abends erstmal Räder entschlammen. Nach dem Essen gibts noch eine Tanzaufführung von Thaifrauen für uns. Schließlich wieder schlafen in Großraum in Pfahlhütte.

 

7. Tag Donnerstag
Hotel Huong Sen   850m Höhe
Mai Chau - Moc Chau
68km Skm 350 - D 16km/h - Hm 1500 SHM 3730

Gute und ruhige Nacht, gut geschlafen trotz der harten und dünnen "Matratzen". Von Mai Chau radeln wir auf der nicht stark befahrenen Hauptstraße kräftig steigend bergauf. Die Berge sind durch die hohe Luftfeuchtigkeit dicht in Nebel gehüllt, sodass wir bei der hohen Luftfeuchtigkeit richtig ins Schwitzen kommen. Auf den ganzen Kilometern bis oben auf fast 1200m zum Moc Chau Plateau, sind wir aber locker unterwegs.  Nach weiteren kleineren Pässen erreichen wir einen Abzweig auf die ganz alte  "Straße" von Hanoi nach Dien Bien Phu, jetzt eine schmale und kurvenreiche  Straße, die nicht mehr recht gewartet wird. Die Pfahlbauten sieht man nun nicht mehr, es gibt wieder gemauerte Häuser hier. Die Berghänge sind hier nahe der Straße abgeholzt und man sieht ausgedehnte Maisfelder, später auch Teeplantagen. Was des Autofahrers Leid ist unser Glück, denn wir können lange ohne großen Verkehr die Strecke genießen.. Es ist das Gebiet des Schwarzen Hmong, die mit ihren bunten Trachten häufig zu sehen sind.

 

8. Tag Freitag
Hotel Linh Huong (vor dem Ort) 173m Höhe, max. 1200m Höhe
Moc Chau - Phu Yen
93km Skm 443 - D 18km/h - Hm 1000 SHM 4730

Der erste Teil geht erst einmal wieder einige Kilometer zurück bergauf durch das lange dreckige Straßendorf. Dann folgt eine lange Abfahrt mit spektakulärem Blick über ein weites Tal, wo sich tief unten ein Fluss schlängelt. Leider ist es heute Morgen wieder sehr diesig, so dass wir keine gute Sicht haben. Nach einem weiteren kleineren Anstieg erreichen wir den Hoa Binh Stausee. Wir nehmen die Fähre über den See und entlang dem aufgestauten Fluss am Seeufer mit leichtem Auf und Ab und teils sehr schönen Aussichten über den See weiter. Nun wird der Mais weniger und es gibt wieder schöne Reisfelder. Die Straße war heute überwiegend gut. Trotzdem war die Tour anstrengend, da es heute sehr schwül und dazu heiß war. Um 17:00Uhr nachdem die Sonne weg ist, immer noch 30 Grad draußen!

 

9. Tag Samstag
Hotel Nghia Lo Hotel 278m Höhe, max. 546m Höhe
Phu Yen - Nghia Lo
79km Skm 522 - D 18km/h - Hm 850 SHM 5580

Heute fahren wir gleich hinter dem Ort den Pass Lung Lu 400 m hinauf auf einer kurvenreichen, ruhigen Straße. Wir fahren Richtung des Tals des Roten Flusses, bevor es wieder kurz bergauf geht. Die Hügel sind mit Tee-Plantagen bedeckt, in den Steilhängen ist noch etwas Mais zu sehen. Die Dörfer sind nicht mehr so schön, Arbeitergegend und auch für vietnamesische Verhältnisse arm. Das Hotel ist wieder ganz OK und liegt am Ortseingang. Nachmittags wieder in die Stadt gebummelt. Besonders der alte Teil der Stadt mit dem wuseligen Markt ist sehr sehenswert. Hier spielt sich das normale Leben ab. Die Straße war gut, die Temperatur wieder bei Sonne bei 30° ansonsten etwas "kühler". Keine neuen Erkenntnisse heute. Abends fahren wir ca. 4km nach Außerhalb zu einer schwarzen Thai-Familie zum Abendessen in einem Pfahlhaus. Viel würziger als sonst und wir sitzen wie in Marokko auf dem Boden. Lecker Reiswein und Cinnamon (Zimt-) Tee.

 

10. Tag Sonntag
Guesthouse Tu Le, 660m Höhe, max. Höhe 850m
Nghia Lo - Tu Le
50km Skm 572 - D 14km/h - Hm 900 SHM 6480m

Wie immer verlassen wir um 7:00Uhr das Hotel, diesmal für eine landschaftlich reizvolle Fahrt zu den Hoang Lien Son Bergen. Es ist keine lange Reise, aber bei der schwülheißen Luft ist es auch so einigermaßen anstrengend, den ganzen Tag fast nur bergauf zu fahren, mit einigen kürzeren Abfahrten. Die letzte Abfahrt führt uns langsam in die wunderschöne Gegend der Reisterrassen Vietnams. Wir machen sehr viele Fotos und halten deshalb oft an. Dann machen wir noch eine fast 2 stündige Wanderung durch die Reisfelder, wo die Leute emsig in Handarbeit den Reis einholen und auch vor Ort gleich per Hand dreschen d. h. ausschlagen. Dann laufen wir auf schmalen Pfaden in ein äußerst einfaches Bergdorf, wo die Vietnamesen unter einfachsten Verhältnissen leben. Abends essen wir in der "Garage" des Hotels.

 

11. Tag Montag
GH Mu Cang Chai, max. Höhe 1570m
Tu Le - Mu Cang Chai
50km Skm 622 - D 14km/h - Hm 900 SHM 7380Hm

Heute ist die erste echte Bergetappe. Wir klettern auf den 1570 m hohen Khau Pha Pass. In der Abfahrt erreichen wir eine der spektakulärsten Landschaften, Reisterrassen vom nördlichen Vietnam. Leider beginnt es schon bei der Auffahrt zum Pass zu regnen, und bei der Abfahrt müssen wir uns eine 1/2 Stunde unterstellen, weil es Starkregen gibt. Das Warten lohnte sich aber, denn es gibt später noch teilweise ein wenig Sonnenschein, der die Reisfelder gleich viele schöner aussehen lässt. Nachmittags ins "Dorf" ein wenig die Einheimischen belästigen und ein Bier trinken, bevor es wieder zum Borrelen mit anschließendem Abendessen geht. Sehr schöner Tag. 

 

12. Tag Dienstag 16.10.
Hotel Boa Luu, 610m hoch, max. Höhe 965m
80km Skm 702 - D 18km/h - Hm 500 SHM 7880m
Mu Cang Chai bike - Tan Uyen

Wir radeln mit dem Fahrrad durch die Berge erst einmal entlang eines Flusses und vielen Reisfeldern hinunter auf 480m, um dann in zwei kürzeren Steigungen nach Tan Uyen und vorbei an Dörfern der Tay und Hmuong Minderheiten zu gelangen. Das Wetter ist nun endlich mal schöner und wir kommen bei Tan Uyen in ein Tal, das dem Orosital in Costa Rica ähnelt. Das Dorf ist jedoch nicht sehenswert, sodass wir schon früh das erste Bierchen einnehmen. Abends gibt es dann Hotpot, der uns den letzten Schweiß aus den Poren treibt.

 

13. Tag Mittwoch 17.10.
Hotel Bamboo Sapa, Höhe 1485m, Max. 1996m
62km Skm 764 - D 12km/h - Hm 1650 SHM 9530m
Tan Uyen - Sapa

Heute wartet die Königsetappe der Reise auf uns, mit dem Aufstieg zum höchsten Pass in Vietnam: Der 1985 m hohe Tram Ton Pass. Die Fahrt durch die Berge findet normalerweise statt unter dem wachsamen Auge des höchsten Berges in Indochina: Der 3148 m hohen Fan Si Pan. Leider ist es stark bewölkt und es regnet über weite Teile der Auffahrt zum Pass. Außerdem machen uns starke Windböen zu schaffen, so dass es trotz der relativ flachen Steigung und den kalten Temperaturen ein anstrengendes Unterfangen wird. Auf der Passhöhe setzt starker Regen ein und wir fahren den steilen Berg in kurzen Hosen frierend hinunter. Jetzt, wo wir nass sind, lohnt es sich auch nicht mehr, die Regensachen anzuziehen... Nach der Abfahrt im Dauerregen kommen wir in Sapa an, das ein für uns übles Touristenloch ist, mit unzähligen Outdoorläden (North Face fakes) und Restaurants. Die hier umherstreunenden "Einheimischen" sind vollkommen auf Touristenabzocke dressiert und der krasse Gegenteil zu den vielen authentischen Menschen unterwegs. Zu allem Überfluss ist auch das Essen von Petra schlecht und so müssen wir den Abend  bei einem Glas italienischem Wein beenden.

 

14. Tag Donnerstag
Hotel Bamboo Sapa

Ganzen Tag vergammelt im Markt und den Outdoorläden. Postkarten geschrieben.
Abends mit der Gruppe ins Lizard auf der Hauptstraße.

 

15. Tag Freitag
Homestay Schlafsaal Trung Do
Sapa - Dao Dorf - Lao Cai - Trung Thu
96km Skm 860 - D 18km/h - Hm 1000 SHM 10530m

Von Sapa nach klarer Nacht im diesigen Wetter talabwärts gefahren. Nach einigen Kilometern biegen wir nach links auf ein holpriges Sträßchen ab, das uns mit anstrengender Topografie in ein Dorf der roten Dao führt. Hier sind wir die einzigen Touris und werden gleich bedrängt und eingekesselt von den Frauen, um ihre Souvenirs zu kaufen, übrigens die selben, die es auch schon im Sapamarkt gab. Wieder an der Hauptstraße zurück erwartet uns eine teils steile und oft holprige Abfahrt in die Tiefe bis hinunter nach Lao Chai, das nur noch auf knapp hundert Metern Höhe liegt. Schäbige große Grenzstadt zu China, die uns nicht zum Verbleiben einlädt. Dann weiter überwiegend flach und mit wenigen Höhenmetern zunächst entlang der chinesischen Grenze und dann rüber zum Chay River. Hier warten vier schmale "Motorboote" auf uns, um uns einige Kilometer den Fluss hinauf zu bringen. Dort wartet ein kleines abgelegenes Dorf mit einem Homestay auf uns. Unten wieder nach kühlen 15° in Sapa fast 30°C.

 

16. Tag Samstag
Hotel Sao Mia
Trung Thu - Bac Ha
20km Skm 880 - D 10km/h - Hm 850 SHM 11380m

Wir verlassen das Guesthouse sehr früh um 6:00Uhr in Richtung Bac Ha. Der schmale Weg zieht gleich kräftig an, so dass wir sofort gut ins Schwitzen kommen. 800 anstrengenden Höhenmeter klettern wir so in relativ erträglicher Luft nahe der chinesischen Grenze den Berg hinauf, bis wir schließlich nach etwas mehr als zwei Stunden im größeren Ort Bac Ha ankommen. Hier duschen wir nur schnell, um dann gleich mit dem Bus eine Stunde in die Berge, zum großen Samstags-Pferdemarkt in Can Cao / Si Ma Cai zu fahren. Seltsamerweise gibt es nur ein paar Pferde, aber sehr viele Wasserbüffel  die einen neuen Besitzer suchen. Der Markt ist sehr belebt und schön bunt, so dass wir die Kameras heiß laufen lassen. Die Rückfahrt verzögert sich noch wegen eines Erdrutsches in der langen Baustelle. Den Nachmittag vergammeln wir und später gehen wir auf ein Bier und ein Abendessen in die Stadt. Hier wird schon am Aufbau für den Sonntagsmarkt begonnen, den wir morgen besuchen.  Abends sprechen wir noch ein wenig englisch mit einigen sehr netten vietnamesischen Kindern (ca. 13 Jahre alt).

 

17. Tag Sonntag
Hotel Sao Mia
Bac Ha Sunday Market und Lung Phin

Heute ist einer der Höhepunkte der Reise: Der Sonntagsmarkt von Bac Ha vor dem Frühstück und der lokale Markt von Lung Phin. In den frühen Morgenstunden, bevor die Touristen aus Sapa ankommen, besuchen wir den Markt von Bac Ha. Nach dem Frühstück nehmen wir den Bus nach Lung Phin, wo ein Markt am Sonntag von den Einheimischen in ihrem Sonntagsstaat besucht wird. Obwohl groß angepriesen, fanden wir den Makt gestern und den heute Morgen in Bac Ha schöner! Nachmittags wandern wir noch 2 Stunden in der Umgebung des Dorfes. Abends Borrelen und Dinner mit der Gruppe. Netter Übergangstag zu den letzten Etappen der Reise. Morgen wird es nochmals hart...

 

18. Tag  Montag
Hotel Hoang Gia, Höhe 470m, Max. Höhe 1365m
Bac Ha - Xin Man
40km Skm 920 - D 12km/h - Hm 965 SHM 12345Hm

Heute radeln wir in einem abgelegenen Gebiet entlang der chinesischen Grenze, erst einmal bis zum Markt etwa 400m bergauf. Dann biegen wir ab auf eine schlechte Piste, die sehr steinig ist. Hoch über dem Tal haben wir eine herrliche Aussicht, die jedoch leider oftmals von Wolken verhangen ist. Der letzte Teil ist eine steile Abfahrt in das trostlose Dorf Xinman auf gutem Asphalt, wo wir den Nachmittag wieder einmal vergammeln. Schöne Bergaussicht aus dem Hotelzimmer.

 

19. Tag Dienstag
GH Yen Binh
Radfahren Xin Man - Yen Binh
67km Skm 987 - D 14km/h - Hm 1800 SHM 14145m

Die heutige Fahrt führt uns zuerst kontinuierlich steigend von 470m auf 1305m Höhe. Tolle Morgenstimmung, mit zeitweise Sonne, die durch die Nebelschwaden und Wolken stößt. Sehr exotische Berggegend mit eingesetzten steilen Reisterrassen. Wir sind begeistert und merken gar nicht recht, wie wir in die Höhe steigen. Nach der Pause nach 20km erreichen wir den Regenwald, in dem es noch angenehm kühl ist. Hier sehen wir auch einige schöne Baumfarne und wilde Bananen. Die Abfahrt endet an einer Pause an einem Fluss, wo wir Lunchen. Dann gehts noch ein paarmal schweißtreibend auf und ab, bevor wir in Yen Binh eintreffen. Als Belohnung für den schönsten Radtag genehmigen wir uns sofort ein kaltes Bier! Wir radelten durch das Land der Flower Hmuong, Tay und Hung.

 

20. Tag Mittwoch
Hong Ngoc 2 Hotel
40km Skm 920 - D 12km/h - Hm 965 SHM 12345m
Radfahren Yen Binh - Vinh Thuy (52 km) und Transfer nach Hanoi

Eine schöne Abschlussfahrt durch eine hügelige Landschaft mit Kalkstein Gipfel, die uns an die ersten Tage erinnert. Wir fahren mit dem Bus nach Hanoi (200km).

 

21. Tag Donnerstag
Bootskabine
Transfer Hanoi - Halong Bay Kreuzfahrt und Start

Am Morgen fahren wir mit dem Bus zur Stadt Halong, wo wir auf unserem eigenen Boot  für eine der schönsten Bootstouren der Welt einchecken. Unsere Kreuzfahrt in der Bucht des Drachen beginnt mit einem festlichen Fischessen. Früher lebten hier Piraten, aber sie wurden von Touristen ersetzt. An einem schönen Ort genießen wir bei klarem Wetter den bezaubernden Sonnenuntergang vor traumhafter Kulisse.

 

22. Tag Freitag
Bootskabine
Halong Bay

Heute haben wir den ganzen Tag, um dieses Weltnaturerbe zu genießen. Mehr als 3.000 Inseln aus Kalkstein beherbergt dieses Gebiet. Wir besuchen ein Fischerdorf, eine Höhle und den Blick auf den Sonnenuntergang heute bewundern wir vom Ti Top Mountain

 

23. Tag Samstag
Hong Ngoc 2 Hotel
Ende Kreuzfahrt und Transfer Halong Bay - Hanoi

Nach Sonnenaufgang und ein letztes Frühstück auf dem Boot, bevor wir langsam wieder zum Hafen fahren. Mit dem Bus fahren wir zurück nach Hanoi

 

24. Tag Sonntag
Flug
Freier Tag Hanoi Flug nach Amsterdam

Den ganzen Tag haben wir Zeit, um durch die Altstadt zu wandern, und die letzten Souvenirs zu kaufen. Am Nachmittag verlassen wir Hanoi in Richtung Flughafen.