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Korsika  -  Mai 2005

Jacke Web02 Karte03

Etappenplan: (bitte quer ausdrucken)

Tag

 Strecke

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag, So.

 Hannover - Pisa - Marina di Pisa (I)

20 m

23 km

   2. Tag, Mo.

 Pisa - Pietracorbara (F)

180 m

43 km

   3. Tag, Di.

 Pietracorbara - St. Florent

960 m

92 km

   4. Tag, Mi.

 St. Florent - Francardo

920 m

67 km

   5. Tag, Do.

 Francardo - Sagone

1500 m

84 km

   6. Tag, Fr.

 Sagone - Porto

780 m

50 km

   7. Tag, Sa.

 Porto - Calvi

880 m

88 km

   8. Tag, So.

 Calvi - Francardo

1170 m

80 km

   9. Tag, Mo.

 Francardo - Prunete Cervione

1120 m

98 km

 10. Tag, Di.

 Prunete Cervione - Restonica

1400 m

95 km

 11. Tag, Mi.

 Restonica - Col de Verde

1820 m

64 km

 12. Tag, Do.

 Col de Verde - Portigliolu

540 m

89 km

 13. Tag, Fr.

 Portigliolu - Porticcio

910 m

83 km

 14. Tag, Sa.

 Porticcio - Tattone

1200 m

55 km

 15. Tag, So.

 Tattone - Bavaella Straße

700 m

73 km

 16. Tag, Mo.

 Bavaella Straße - Portigliolu

1450 m

74 km

 17. Tag, Di.

 Portigliolu - Porto Veccio

800 m

83 km

 18. Tag, Mi.

 Porto Veccio - Rondinaria

600 m

50 km

 19. Tag, Do.

 Rondinaria - Isola Gabbiani (I)

550 m

50 km

 20. Tag, Fr.

 Isola Gabbiani - Cugnana (I)

720 m

64 km

 21. Tag, Sa.

 Cugnana - Tavolara (I)

400 m

56 km

 22. Tag, So.

 Tavolara - Olbia - Hannover

130 m

15 km

 

 Gesamthöhe / -strecke = 12,7 Hm/Km

18750 m

1476 km


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Allgemeine Infos:    (bitte quer ausdrucken) 

Korsika ist das absolute Traumrevier für konditionsstarke Radler. Tolle bergige Landschaften, wilde Küsten, freundliche Menschen, überwiegend gute Straßen, radlerfreundliche Autofahrer, wenige LKW und eine sehr gute Infrastruktur machen Korsika zur idealen Insel für Radtouristen. Seit unserer letzten Reise nach Korsika vor etwa 15 Jahren hat sich hier sehr viel positives getan. Im Gegensatz zu früher wirkte die Insel sehr herausgeputzt auf uns. Damals hatten wir den Eindruck, alles verfällt früher oder später, was jetzt nicht mehr so zutrifft.

Anreise

Anfahrt mit dem Auto oder Zug nach Genua oder Marseille, den Wagen dort auf einem Campingplatz stehenlassen und mit der Fähre übersetzen. Besser mit dem Billigflieger nach Pisa oder Olbia und ebenfalls mit der Fähre (ca. 60,-€ für 2 Personen und 2 Räder, one way) übersetzen. Preiswerte Direktflüge nach Korsika gab es Anfang 2005 noch nicht.

Geografie

Viel Berge (etliche über 2000m hoch)  mit tollen Straßenführungen in der Inselmitte, schattige Wälder, flache Bereiche im (eher uninteressanten) mittleren Osten, traumhafte Steilküsten mit kurvenreichen Straßen im Norden (Cap Corse) und im Westen sowie Traumstrände im Süden der Insel.

Klima / Reisezeit

Das Wetter ist  von April bis Oktober für Radtouren geeignet. Beachten sollte man, dass im Frühjahr in den Bergen noch Schnee liegen kann. In den französischen und italienischen Sommerferien ist die Insel total überfüllt und die Suche nach einer Unterkunft wird meistens negativ enden. Außerdem ist es im Sommer zum Radfahren zu heiß. Beste Reisezeit ist nach meinem Dafürhalten der Frühling bis Mai/Juni mit angenehmen Temperaturen und vielen blühenden Pflanzen sowie der Herbst ab Mitte August. Mitte Mai war es bis 21:30 Uhr hell.

Übernachten

Wir haben ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet, wobei man eine erhebliche Verbesserung der Sanitäreinrichtungen in den letzten 15 Jahren feststellen kann. Bei der Tourenplanung beachten, dass etliche Plätze im Frühling und Spätherbst geschlossen haben (Beste Informationen im Michelin-Campingführer Korsika!) Etliche Campingplätze bieten aus Bungalows oder Hütten an.

Verpflegung

Überall problemlos, ausreichend Läden und Einkehrmöglichkeiten. Korsika ist aber keine billige Insel. Besonders Lebensmittel sind recht teuer. Unbedingt das (sehr teure) Pietra-Kastanienbier probieren --> lecker!

Gefahren

Wilde Schweine und Kühe sind in den Bergen und Wäldern häufig an der Straße anzutreffen. Unbedingt langsam vorbeifahren, da die Tiere beim Anblick eines Radlers schon mal in Panik geraten und unvermittelt zur Seite ausbrechen können!!
Die korsischen Separatisten sind für Urlauber aus unserer Sicht keine Gefahr und haben den “angenehmen” Nebeneffekt, die “Neckermänner” noch weitgehend von der Insel fernzuhalten.

Rad und Ausrüstung

Reifen min. 28mm breit, ansonsten normale Ausstattung für Touren in Südeuropa.

Reiseführer und Karten

Wie immer für Frankreich ist die Michelin-Karte die allererste Wahl.
Wir hatten den Korsika-Führer von Reise-Know-How dabei und waren zufrieden.

Ziele Routen, Strecken

Aufgrund der nicht sehr großen Ausmaße eignet sich Korsika für Touren von 2-4 Wochen, je nach persönlicher Leistungsfähigkeit. Um möglichst viel von der Insel zu sehen, muß man die Insel im Zick-Zack erfahren. Hier ist etwas Vorbereitung notwendig. Die von uns gefahrene Route deckt die schönsten Bereiche der Insel ab. Sollte man auf die (sehr schönen) Bergstrecken verzichten wollen, bietet sich eine Inselumrundung an, für die etwa zwei Wochen zu veranschlagen sind. Einige Highlights, die bei der Routenplanung berücksichtigt werden sollten: Castaggica, Strände südl. von Porto Veccio, Bonifacio, Sartene, Les Calances, Bucht von Porto, Calvi, Corte und Restonica Schlucht, Col de Bavella, ...


Etappeninfos:     (bitte quer ausdrucken)

1. Tag: Flug Hannover - Pisa, Rad n. Marina di Pisa      20 Hm - Summe 20Hm
Camping Internazionale di Pisa, 19,-€                            23 Km - Summe 23 Km

Nach der Ankunft in Pisa fahren wir durch die leere Stadt (Feiertag) zum schiefen Turm, der beeindruckend schief ist. Essen lecker Pizza mit Blick auf den Turm, Preise sind erstaunlicherweise ok! Wir orientieren uns am Fluß Arno, um zum Meer zu kommen. Stadtauswärts begegnet uns ein kilometerlanger Stau, die halbe Stadt war heute wohl am Meer zum Baden. Marina di Pisa empfinden wir richtig nett und familiär. Am Campingplatz genehmigen wir uns noch ein kaltes Bier, bevor wir müde in den Schlafsack fallen.

2. Tag:  Marina di Pisa - Fähre Korsika - Pietracorvara  180 Hm - S. 200 Hm
Camping La Pietra, 17,-€                                               43 Km - S. 66 Km

Gemütlich fahren wir durch die flache Ebene nach Livorno. Ans Wasser kommt man kaum, da weite Bereiche entlang der Straße mit Badeanstalten zugebaut sind. Im Hafen Marittima kaufen wir für 60,-€ zwei Tickets nach Korsika. Bis zur Abfahrt halten wir uns in der netten Stadt auf und decken uns mit Proviant ein. Besonders sehenswert ist die Architektur der großen Markthalle, die viele Stände beherbergt. Dann gehts aufs Schiff und vier Stunden später sind wir schon in Bastia auf Korsika. Wir fahren gleich nach Norden auf einer schönen Straße  über Erbalunga zum Campingplatz. Hier bauen wir auf einer saftigen Wiese das Zelt auf und verbringen den Abend bei einer Flasche französischem Rotwein mit einem Lehrer aus Freiburg, der ebenfalls mit dem Rad Korsika entdecken will.

3. Tag: Pietracorvara - St. Florent                                 960 Hm - S. 1160 Hm
Camping Kalliste, 15,-€                                                 92 Km - S. 158 Km

Um 6:00Uhr stehen wir auf und fahren bald auf der fast autofreien Küstenstraße mit schöner Aussicht bei leichtem Auf und Ab in Richtung Cap Corse. Das kleine Touristendorf Macinaggio ist eine willkommene Möglichkeit für einen ersten Cappuccino. Die Straße biegt nun ab ins Landesinnere und steigt erst stetig und später flacher bis auf 360m an. Unterwegs gibt es immer wieder tolle Aussichten aufs Meer hinunter. Die Hänge sind sehr grün und mit dichter Maccia bewachsen. Hinter dem Paß gibt es dann noch eine schöne Aussicht auf das Cap Corse. Die Vegetation wird immer dichter und erinnert uns ein klein wenig an den australischen Regenwald um Cairns. Die aussichtsreiche Straße zieht sich nun hoch über dem Meer südwärts weiter. Leider setzt nun Dauerregen ein, was uns in die Regenkleidung zwingt und die Aussicht schmälert. Eine lange Baustelle sorgt dann noch für total verdreckte Räder, doch bald wird auch hier ein neuer Fahrbahnbelag die Touristen erfreuen. Nach 30km im Regen erreichen wir das Dorf St. Florent, das sich kaum verändert hat, nur der Jachthafen kommt uns viel größer als früher vor. Gut, dass der Campingplatz Stellplätze mit Sandboden hat, so können wir das Zelt einigermaßen trocken aufstellen. Am Abend gönnen wir uns im Restaurant des Campingplatzes die schmackhafte “Plate du jour”.

4. Tag: St. Florent - Francardo                                      920 Hm - S. 2080 Hm
Camping Campita, 12,-€                                                67 Km - S. 225 Km

Gleich hinter St. Florent steigt die Straße an und führt durch die eigenartige Landschaft “Deserte d´Agriates”. Obwohl so benannt, ist es keine Wüste, sondern eine grüne Fläche, die von hellen Felsen durchsetzt ist. Immer wieder sind schöne Blicke auf das Cap Corse und St. Florent möglich. Die Straße steigt bis über 300m an und nach einigen Wellen genießen wir eine schöne Abfahrt bis zur N197. Die Landstraße ist zwar gut ausgebaut, weist aber verhältnismäßig viel Verkehr auf, was uns nach den verkehrsarmen zurückliegenden Tagen besonders stört. Es geht fast durchgehend bis fast auf 500m hoch und wir erreichen Pietralba. Nun eröffnen sich schöne Blicke auf schroffe Gebirge, auf denen noch Schnee liegt. In Ponte Leccia (200m) genehmigen wir uns erstmal eine Pause mit Cappuccino, bevor es zum Campingplatz weitergeht. Der Platz liegt einsam und ruhig direkt am Gebirgsbach Golo in einem wunderschönen Krüppeleichenwald. Wir genießen den Nachmittag in der warmen Sonne und zum Abendbrot gibt es lecker Rotwein, den uns der Platzbesitzer verkauft hat. Der trockene Wein stammt aus einem Familienanbau und ist sehr sehr gut und preiswert! Da das Wetter morgen schön werden soll beschließen wir, die Tour ein wenig umzuplanen und zunächst den Col de Vergio unter die Räder zu nehmen.

5. Tag: Francardo - Sagone                                          1500 Hm - S. 3580 Hm
Camping Le Sagone                                                      84 Km - S. 309 Km

Bei wolkenlosem Himmel frühstücken wir in unserem Hexenwald und brechen dann früh auf, den Paß zu erklimmen. Da es zwar stetig aber gemäßigt bergauf geht, können wir ohne Anstrengung die Landschaft genießen, die immer schöner wird. Nach einem etwas steileren Stück erreichen wir die sehenswerte Schlucht “Scala di Sta. Regina”. Die Schlucht wird immer enger und nach 20 tollen Kilometern und 100 Minuten erreichen wir das nette Dorf Calaluccia (760m), wo es einen Campingplatz gibt. Hier eröffnet sich eine spektakuläre Aussicht auf den noch immer schneebedeckten Monte Cinto. Erstmal einen doppelten Espresso, der aber (leider) landestypisch sehr wenig Crema aufweist. Im Schatten eines Wäldchens machen wir später eine Vesperpause und bekommen dabei Besuch einer wilden Schweinefamilie, die es eindeutig auf unser Baguette abgesehen hat. Da wir nichts abgeben wollen, fahren wir schließlich ein kurzes Stück weiter. Nach 44km und 1200 Höhenmetern erreichen wir schließlich die Paßhöhe (1461m) von wo aus ein toller Blick zurück ins lange Tal möglich ist. Wir nehmen kurz darauf den Abzweig nach Vico und weiter geht es hinunter nach Cristinacce (800m). Nun müssen wir nochmals kräftig in die Pedale treten, denn es wartet noch der Paß “Col de Sevi” (1100m) auf uns. Gott sei Dank geht es nun bis zum Campingplatz vor Sagone fast nur noch bergab. Den tollen Tag beenden wir später bei einer Pizza im Campingplatz-Restaurant.

6. Tag: Sagone - Porto                                                  780 Hm - S. 4360 Hm
Camping Les Oliviers, 16,-€                                          50 Km - S. 359 Km

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag lassen wir es heute gemütlicher angehen. Nach 2km ist Sagone erreicht, das immer noch einen netten Eindruck macht. Die befürchteten Bausünden sind bisher ausgeblieben. Die Straße verläuft in Küstennähe mit schönen Ausblicken auf Küste, Meer und Berge bis nach Cargese. Hier verläßt die Straße langsam die Küste und zieht sich hinauf in die einsamen Berge des Hinterlandes auf fast 500m Höhe hinauf. Kurz vor Piana ist die Paßhöhe erreicht. Bei der Dorfeinfahrt können wir schon das Highlight des Tages und auch der gesamten Tour erahnen: Die roten Porphyrfelsen der Calanche. Uns erwarten wirklich einmalige Blicke auf die tief untenliegende, tiefblaue Bucht von Porto und die davor steil aufragenden bizarren roten Felsnadeln. Die Strecke ist wirklich einmalig und führt mitten hinein in diese unwirkliche Landschaft. Wir schieben die Räder nun einige Zeit, um die tolle Landschaft in Ruhe genießen zu können und schießen unzählige Fotos. Dieser Streckenabschnitt sollte in keiner Korsika-Tour fehlen! Leider ist der spektakuläre Abschnitt relativ kurz und so wartet schon das schön gelegene Städtchen Porto auf uns. Wir rollen nach einer aussichtsreichen Abfahrt zuerst zur touristischen Marina mit ihren vielen Restaurants, doch es ist auch hier sehr nett geblieben. Der Campingplatz liegt sehr schön an einem Hang und verwöhnt uns mit guten Sanitäranlagen und mit einer sehenswerten Badelandschaft.

7. Tag: Porto - Calvi                                                      880 Hm - S. 5240 Hm
Camping Dolce Vita 15,-€                                              88 Km - S. 447 Km

Wir brechen sehr früh auf, besorgen uns beim Bäcker frisches Baguette und fahren hinunter zur Marina von Porto. Hier frühstücken wir gemütlich am Meer. Von Porto aus steigt die Straße gleich wieder an, was uns neben rinnendem Schweiß auch tolle Blicke auf die Bucht und die dahinter aufragenden Berge garantiert. Es herrscht hier sehr wenig Verkehr, die Strecke wirkt teilweise menschenleer. Kurvenreich gehts auf etwa 270m Höhe hinauf, um später in großem Bogen die Bucht von Girolata zu umkurven. Auch hier wieder schöne Blicke auf rote Felsen und blaues Meer. Nach einer Paßhöhe (410m) knickt die Straße ab ins Landesinnere und durchquert ein einsames Tal, das erst kurz vor Galeria endet. Die Straße führt neben dem breiten Kiesbett des Fango her und es eröffnet sich ein gewaltiger Ausblick auf die wilde, steile Nordseite des Monte Cinto, mit 2707m Höhe der höchste Berg Korsikas. Wir nehmen nicht den kurzen Weg nach Calvi, sondern die längere Küstenstraße, wo wir kaum einem Auto begegnen. Die Landschaft wird nun flacher und weiter und läßt uns nach den Highlights der letzten Tage ein wenig Zeit zum gedanklichen Ausspannen. Die Fahrbahn ist streckenweise erstmals wirklich schlecht, ein einziger Flickenteppich, der uns kräftig durchschüttelt. Wir gondeln gemütlich an einigen Stränden und Buchten vorbei, bevor die Szenerie nach etwa 74km wieder atemberaubend wird. Vor uns eröffnet sich ein riesiger gleißender Sandsteingarten. Heller Stein, durchsetzt von grüner Maccia, eingerahmt von tiefblauem Meer und strahlendblauem Himmel. Wir lassen uns auf einer großen flachen Steinplatte nieder, machen uns ein Nutella-Baguette und genießen die herrliche Aussicht in absoluter Stille. Kurz darauf erwartet uns in Calvi wieder etwas mehr Trubel, denn die schöne Stadt ist ein Touristenmagnet. Der Campingplatz liegt etwas außerhalb am Strand und ermöglicht einen schönen Blick auf die Stadt und die Zitadelle. 

8. Tag: Calvi - Francardo                                              1170 Hm - S. 6410 Hm
Camping Campita 12,-€                                                 80 Km - S. 527 Km

Die Landschaft ist nun nicht mehr so spektakulär und wir fahren zunächst auf der stark befahrenen N197 nach Lumi. Heute sind viele ältere Rennradler unterwegs, die uns überschwenglich grüßen. Die Strecke weist einen mehr oder weniger breiten Seitenstreifen auf, so dass uns der Verkehr nicht in Bedrängnis bringt. Trotzdem kommt keine rechte Begeisterung auf, und so biegen wir erst einmal ab, um in Ille Rousse eine Pause zu machen. Wir haben es gut getroffen. Erst finden wir eine gute Bäckerei mit leckerem frischem Landbrot. Und dann setzen wir uns in ein Café am mit alten Platanen bestandenen Marktplatz und genießen einen heißen Kaffee. Wir treffen hier den Rennradler und Journalisten Nico de Beer aus Bergen an Zee. Er schreibt für ein Angelmagazin und die niederländische Variante des Rennradmagazins “Tour” und hat viel Interessantes zu erzählen. Das wäre eigentlich gar nicht schlecht: Den Urlaub nutzen, um sein Geld mit Reisereportagen zu verdienen. Weiter gehts bis kurz vor Lozari, wo wir auf eine einsame kleine Straße in das Hinterland abbiegen. In der Karte ist die Strecke als sehenswert gekennzeichnet, was sich als absolut richtig herausstellt. Durch nette Landschaften geht es hoch nach Belgodere, das wie ein Adlernest in den Bergen klebt. Oben im Dorf laden einige Cafés an der Kirche zu einer Rast ein. Lange Rampen ziehen sich an den Berghängen hoch und eröffnen später eine Aussicht bis hinüber zur “Deserte de Agriates” und zum Cap Corse. Kaum ein Auto hat uns überholt, bis wir die Paßhöhe mit etwa 690m Höhe erreichen. Wir sausen hinunter in ein unwirtliches Tal, in dem nur einige verfallene Häuser stehen. Dann erreicht die Straße einen stark mäandernden Bach, dem wir bei leichtem Gefälle folgen, bis wir die N197 wieder erreichen. Sehr netter Streckenabschnitt. Weiter gehts auf bekannter Strecke bis zum schönen Campingplatz.

9. Tag: Francardo - Prunente Cervione                          1120 Hm - S. 7530 Hm
Camping Calamar 8,-€                                                  98 Km - S. 625 Km

Zunächst zurück nach Ponte Leccia entlang des Golo, dem Traum der Kajakfahrer. Im Ort überqueren wir die Brücke und biegen sofort rechts ab. Gleich ist es wieder ruhig und einsam. Wir gewinnen schnell an Höhe, ohne dass die Straße zu steil wird. Wir genießen schöne Ausblicke auf den Monte Cinto und das Tal des Golo. Die Hänge sind sehr dicht bewachsen und von weitem grüßt schon das Dorf Morosaglia, unser 1. Pausenstop für heute. Dort befindet sich am Straßenabzweig nach San Lorenzo eine kleine Bar mit einer 5-Sterne Aussicht auf grüne Berge und den schneebedeckten Monte Cinto. Nach einem Espresso machen wir nebenan auf einer schattigen Bank erst einmal ausgiebig Brotzeit bei toller Aussicht. Der in der Karte kurz vor dem Dorf angegebene Paß mit 690m Höhe ist keine Paßhöhe sondern nur ein Streckenabschnitt bis zum Paß Col de Prato, der auf 975m Höhe liegt. Hier kommen wir in die Castaggnica, einem Gebiet das von riesigen Kastanienwäldern geprägt ist. Sehr schöne Strecke durch parkähnliche Gebiete entlang teils uralter Kastanien. Die mit Moosen und Farnen bewachsenen Böschungen tragen sehr zum guten Eindruck bei. Pietricroce bietet die Möglichkeit zu einer Rast. Der Wald ähnelt nun fast einem Dschungel, da stark verwuchert und mit lianenähnlichen Luftwurzeln durchsetzt. Nach leichter Steigung zum Paß Arcarota gehts wieder bergab und bald sieht man einen Stausee und in der Ferne das Meer. In Cervione biegen wir in die Corniche de Castagniccia ein, einem superschmalen Sträßchen das am Steilhang klebt und weite Aussichten auf die Küstenebene ermöglicht. Unterwegs kleine Schlucht mit rauschenden Wasserfällen. In endlosen Serpentinen gehts hinunter nach Moriani Plage. Hier erwartet uns überraschend Touristentrubel und so fahren wir ein paar Kilometer weiter zum hübsch in einem Olivenhain am Meer gelegenen Campingplatz.

10. Tag: Prunente Cervione - Restonica                        1400 Hm - S. 8930 Hm
Campingplatz in der Schlucht 15,-€                               95 Km - S. 720 Km

Wir frühstücken am Strand und fahren auf der stark befahrenen N198 teils ohne Seitenstreifen weiter bis nach Aleria. Dort  biegen wir auf die N200 ab in Richtung Corte. Die sehr schöne und ruhige Strecke führt bei geringer Steigung entlang des Tavignano aussichtsreich in die Berge. Corte (400m) umfahren wir, und so gehts gleich weiter zur Restonica Schlucht. Die Steigung zieht gleich an und streckenweise müssen wir richtig kämpfen. Nach 6 schweren Kilometern sind wir nach insgesamt 78km auf 625m Höhe angelangt. Hier liegt der Campingplatz sehr schön am laut rauschenden Wildbach. Wir bauen das Zelt auf, essen etwas und fahren dann ohne Gepäck die schöne Schlucht hinauf. Teilweise ist die Steigung 18% steil, so dass wir nur langsam voran kommen. Nach einigen Kilometern erreicht man den Bergkessel, der umringt ist von schönen Felsen. Hier liegt sogar noch reichlich Schnee an schattigen Stellen. In rasender Abfahrt gehts wieder zurück zum Campingplatz.

11. Tag: Restonica - Col de Verde                                 1820 Hm - S. 10750 Hm
Camping Relais San Petru di Verdi, 10,-€                      64 Km - S. 784 Km

Morgens fahren wir durch die kalte Schlucht hinunter nach Corte, wo wir uns mit Proviant eindecken. Auf dem Weg zum Col de Verde zieht die Straße gleich hinter dem Ort an. Die Straße ist zwar mäßig befahren, aber der Verkehr ist recht flott unterwegs. Die erste Paßhöhe ist bei 730m Höhe erreicht. Hier gibt es einen Parkplatz mit toller Aussicht. Leider geht es hier wieder auf etwa 430m hinunter. Dann wieder teils kräftige Steigung bis zum Abzweig der D69. Die D69 ist wieder schmal und kaum befahren, so dass wir die Aussicht auf dem Weg zum Col de Sorba in Ruhe genießen können. Die Steigung ist erträglich und der Ausblick auf gelben Ginster, schneebedeckte Berge und weite Täler sehr schön. Der Steilhang auf der anderen Seite ist unser Ziel, denn hier führt die Straße in mehreren Serpentinen teils atemberaubend hinauf. Leider sind hier viele Bäume verbrannt und abgestorben, doch die tolle Weitsicht entschädigt dafür umso mehr. Die Paßhöhe liegt auf 1311m Höhe und dort machen wir erstmal ausgiebig Brotzeit. Die Abfahrt auf schlechter Straße hält keine außergewöhnlichen Eindrücke bereit, so dass wir uns ganz auf das Fahren konzentrieren können. Einzig Ghisoni liegt sehr schön zwischen den Bergen. Eine weitere Paßhöhe ist zu erklimmen. Jetzt am Nachmittag liegen weite Teile der Strecke zum Col de Verde im Schatten unter großer Kastanien, so dass die Kilometer hinauf recht erträglich werden. Auf der Paßhöhe liegt ein kleines Refuge mit einigen Stellplätzen für Zelte. Und so überlegen wir nicht lange sondern bleiben gleich hier. (Achtung: Im Sommer wird man hier nicht unterkommen können, da der Platz mit Wanderern überfüllt ist, die den Trans-Korsika Wanderweg in Angriff nehemen!).

12. Tag: Col de Verde - Portigliolu                                 540 Hm - S. 11290 Hm
Camping Lecci & Murta, 14,-€                                       89 Km - S. 873 Km

Frühmorgens gehts bei unter 10°C mit klappernden Zähnen bis Cozzano bergab. Dort wird die Straße wieder schlechter und es geht meist relativ flach bis nach Zicavo weiter. Hier bietet sich die erste Verpflegungsmöglichkeit. Ein langer flacher Anstieg führt weiter zum Col de la Vaccia, den wir überwiegend schattig absolvieren. Hier sind viele Schweine und Kühe an der Fahrbahn, so dass wir sehr aufpassen müssen. Bergab erwarten uns karge, steinige Hänge. Die Straße ist stellenweise sehr schlecht, dazu kommt noch Split in frischem Teer...  In Aulléne, einem verschlafenen Nest mit schönen Granithäusern,  besteht die Möglichkeit zu einer Kaffeepause. Weiter gehts es bergab in ein stark bewaldetes Tal, das in einer kleinen Schlucht endet. Die Landschaft wird nun weiter und man merkt, daß man dem Meer näherkommt. Ab dem Abzweig zur D268 wird es dann flach, so daß seit langem die Pedalen wieder mit hoher Trittfrequenz kreisen. Bald bekommt man einen schönen Ausblick auf das an den Hang gebaute Sartene. Die N196 ist dann wieder stärker befahren, doch nach nur 4km können wir wieder auf eine ruhigere Straße abbiegen. Der schmale Weg zweigt nach Belvedere Campomoro ab und führt zu einem Traumstrand, kurz bevor es wieder bergauf geht. Wir fahren etwas hinauf, um einen besseren Blick auf den weißen Sand, das glasklare Wasser und den Golf von Valinco zu bekommen. Wir rollen das kurze Stück zurück zum sehr schönen Campingplatz, bauen das Zelt auf und müssen uns dann zwischen tollem Pool oder noch schönerem Strand entscheiden. Wir wählen das Meer und laufen sofort zum Strand. Abends krönen wir den Tag mit einem Essen im Freiluftrestaurant an der außergewöhnlichen Poollandschaft mit Blick auf Berge, Maccia und Meer. Für uns war der Campingplatz einer der schönsten der gesamten Insel.

13. Tag: Portigliolu - Porticciu                                       910 Hm - S. 12200 Hm
Camping U-Prunelli, 15,-€                                             83 Km - S. 956 Km

Schnell noch ein Foto vom Pool und dann gehts los nach Propriano, das schon einen Stadtcharakter hat. Für die Weiterfahrt nehmen wir die küstennahe Straße (für Fahrzeuge >5,5t gesperrt). Bis zum Abzweig nach Olmeto Plage müssen wir 130 Höhenmeter bewältigen. Unterwegs gibt es einige Campingplätze. Machen einen kurzen Abstecher nach Porto Pollu, ein nettes Urlaubsdorf mit gutem Strand. Es gibt mehrere Restaurants und Bars am Wasser mit schöner Aussicht und gutem Espresso. Die D155 bringt uns dann aufgrund der Topografie zum Schwitzen. Hinter Aqua Doria kommt ein Supermarkt mit einer tollen Aussicht bis nach Ajaccio. Wir lassen uns auf den Bänken nieder und genießen die Fernsicht bei einem Eis. Es dauert dann nicht mehr lange bis wir wieder in Strandnähe fahren. Schöner weißer Sand und klares türkisfarbenes Wasser begeistern uns. Mit zunehmender Annäherung an Ajaccio verdichtet sich langsam die Bebauung, die zwischendurch immer wieder aus Traumvillen in Pinienwäldchen besteht. In Porticcio ist ist dann Highlife angesagt, was sich u.a. in Streß auf der stark befahrenen Straße auswirkt. Es ist Freitag, alles voll und man fühlt sich ein wenig an die negativen Seiten Mallorcas erinnert. Am Ende der Straße folgt ein riesiger Kreisverkehr, an dem die Einfahrt zum Campingplatz liegt. (Achtung! Die Hauptstraße nach Ajaccio ist für Radler gesperrt!)

14. Tag: Porticciu - Tattone                                          1200 Hm - S. 13400 Hm
Camping Aire Naturelle Le Soleil                                   55 Km - S. 1011 Km

Da die Hauptstraße nach Ajaccio für Fahrräder gesperrt ist, nehmen wir die kleinere Parallelstrecke. Nach ein paar Minuten müssen wir dann doch auf die Schnellstraße auffahren. Wir passieren die Landebahn des Flughafens und am nächsten Kreisverkehr biegen wir ab auf die N193. Bei km15 gibt es zum Einkauf eine kleine “Mall” mit Bäcker. Die Straße führt bei leichter Steigung auf die Berge zu, die noch letzte Schneefelder aufweisen. Bei km21 liegt ein Campingplatz an einem Wildbach. Bei km 23 sind erst 250 Höhenmeter absolviert. Die Straße zieht nun stärker an und so sind wir froh, in der Mittagshitze in Bocognano (630m) ein schattiges und aussichtsreiches Plätzchen unter alten Platanen für eine Pause zu finden. Dann machen wir uns gestärkt und ausgeruht auf die letzten Kilometer zum Paß. Nach einigen steilen Kehren und immer schöner werdender Aussicht erreichen wir erschöpft nach 47km die Paßhöhe (1163m). Ein kurzes Stück weiter besteht am Hotel de Monte d´Oro eine Rastmöglichkeit. Gott sei Dank gehts nun wieder bergab in Richtung Vivario. In Tattone erreichen wir den sehr schön gelegenen Campingplatz mit aussichtsreichem Bergpanorama.
 

15. Tag: Tattone - Straße zum Bavaella Paß                  700 Hm - S. 14100 Hm
Camping Rosumarinu, 10,-€                                          73 Km - S. 1084 Km

Nur wenige Kilometer trennen uns vom Abzweig der D69 zum Col de Sorba. Obwohl wir die Strecke zum zweiten Mal fahren, ist sie nicht weniger interessant. Dann gehts hinunter zum Meer. Nach 48km erreichen wir dann Ghisonaccia, ein kleiner Versorgungspunkt mit Kneipen, Restaurants und Geschäften. Hier fahren wir weiter nach Solenzara auf leicht welliger Straße. Langsam rücken die Berge wieder näher ans Meer. Vor Solenzara liegen noch zwei Campingplätze am Meer, doch wir biegen ab auf die D268 in Richtung Col de Bavella. Von  nun an begleiten uns atemberaubende Aussichten auf die wilden Bergzacken der umliegenden Berge. Der Campingplatz liegt direkt an der Solenzara, einem klaren Gebirgsfluß, der hier einige große Becken anstaut. Es gibt auch einen Sandstrand und das Wasser ist erstaunlicherweise badewarm! Was will man mehr?

16. Tag: Bavaella - Portigliolu                                       1450 Hm - S. 15550 Hm
Camping Lecci e Murta, 14,-€                                       74 Km - S. 1158 Km

Kaum ist die Sonne da, wird es auch schon sehr warm. Daher machen wir uns früh auf den Weg hinauf zum schönsten Paß Korsikas. Die Strecke ist sehr anstrengend und zieht mit knackiger Steigung bergan. Immer wieder halten wir an, um Fotos zu schießen und etwas zu trinken. Schon stark durchgeschwitzt erreichen wir nach 10km die erste Paßhöhe (630m). Leider gehts erstmal wieder 100m bergab bevor es nun teilweise durch einen Wald weiter hinaufführt. Es ist nun nicht mehr so aussichtsreich, so dass man sich besser auf den Anstieg konzentrieren kann. Die Paßhöhe (1220m) kündigt sich mit einigen Hütten und zwei Restaurants an. ein kurzes Stück weiter ist die Strapaze zu Ende. Vom Parkplatz aus sollte man die kurzen Fußwege in Richtung Osten nutzen, die eine tolle Fernsicht bis hinunter zum Meer ermöglichen. Weiter nach Zonza (800m) mit Blick auf ein riesiges bewaldetes Tal. Die Strecke wird immer schöner, teilweise sogar lieblich und man passiert etliche schön gelegene Dörfer. Nach etlichen Kilometern erreichen wir dann die N196. Da wir wieder nahe am Camping Lecci e Murta sind, fahren wir wieder dorthin.

17. Tag: Portigliolu - Porto Veccio                                 800 Hm - S. 16350 Hm
Camping Cala Isola d`Oro, 14,-€                                   83 Km - S. 1241 Km

Unser erstes Ziel heißt heute Sartene (325m), das wir nach 13km erreichen. Die sogenannte “korsischste Stadt Korsikas erwartet uns mit einem schattigen Platz, der von vielen Cafés eingerahmt ist. Doch die größte Sehenswürdigkeit ist das alte historische Stadtviertel mit vielen alten Gemäuern. Sehr sehenswert! Auf und Ab gehts durch landwirtschaftlich geprägte Landschaft weiter. Erst als die Küste wieder in Sichtweite kommt, gehts wieder bergab. Bald erreichen wir den Abzweig auf die D859 nach Porto Veccio. Die Straße ist nicht sehr breit und es wird schnell gefahren. Auf der total vollen N198 fahren wir genervt zum Hafen und von dort weiter auf der D568 zum Golfo di Sogna, wo unser nächster Campingplatz am Meer liegt.

18. Tag: Porto Veccio - Rondinara                                 600 Hm - S. 16950 Hm
Camping Rondinara, 16,-€                                             50 Km - S. 1291 Km

Heute wollen wir uns gemütlich die alte Hafenstadt Porto Veccio und die südlich davon gelegenen Traumstrände ansehen. In den Sträßchen rund ums alte Zentrum von Porto Veccio gibt es fast nur Boutiquen, Bars und Restaurants, und der schöne Platz ist vollgestellt mit hunderten Stühlen der Cafés. Wir erkunden die alten Gassen sehen aber keinen Anlaß, hier länger zu verweilen. Weiter gehts in Richtung Süden aus der Stadt heraus. Hinter dem Kreisverkehr überqueren wir noch eine schmale Brücke und atmen dann auf, als wir links in eine ruhige Nebenstrecke einbiegen können. Bald empfängt uns eine Eucalyptus-Allee, die uns stark an Australien erinnert. Wir haben uns auf eine flache Küstenstraße eingestellt und sind daher überrascht, dass wir ganz schön klettern müssen. Dann kommt der Abzweig zum Palombaggia Strand, einem der berühmtesten auf Korsika. Wieder empfängt uns weißer Sand und glasklares Wasser. Das Langnese-Magnum Eis  an der Strandbar für 4,-€ verschmähen wir aus purem Geiz. Nach kurzer Rast und ein paar Fotos gehts auch schon wieder weiter. Die weitere Strecke bietet viele schöne Blicke auf tolle Strände und das blau-türkise Meer. Die Mittagspause wollen wir wieder am Meer verbringen und so zweigen wir am Campingplatz Asciaghju von der Straße ab. Der Campingplatz ist gut gelegen, doch zum Meer muß man einen kurzen Fußweg bewältigen. Wir haben hier vor vielen Jahren einen Urlaub verbracht, so dass wir wissen, dass der Weg zum Strand nicht vom Platzgelände, sondern außerhalb am Parkplatz beginnt. So schieben wir schwitzend die Räder den steinigen und später sandigen Weg zum Strand, der nach unserem Empfinden einer der schönsten Korsikas ist. Wir schließen die Räder unter einem Baum ab und legen uns in den Sand. Tolles klares Wasser, die sehenswerte Landzunge des Capo d´Asciaio mit der einsamen Pinie am Ende, und auf der Nordseite der Bucht ein weiterer feinsandiger Traumstrand. Hier kann man schon ein paar schöne Tage verbringen, zumal es nicht so überlaufen wie am Palombaggia ist. Wir reißen uns los und fahren weiter in Richtung N198. Hier wurde in den letzten Jahren viel gebaut, was der Landschaft nicht unbedingt gut tut. Der Abzweig zum Strand Rondinara führt zum letzen Mal für heute bergauf (175m), um auf der anderen Seite wieder bis zum Meer hinab zu fallen. Der Campingplatz liegt etwas oberhalb des Meeres, und weist einen großen schönen Pool mit Weitsicht auf. Der Strand ist wie ein Hufeisen geformt und die vielen vor Anker liegenden Segeljachten zeigen, dass auch dieser Strand zu den Außergewöhnlichen auf Korsika zählt. Am Abend feiern wir bei Pizza und korsischem Kastanienbier (Pietra) im Campingplatzrestaurant Abschied von unserer Trauminsel Korsika, die uns auch nach der dritten Reise wieder vollauf begeistert hat.

19. Tag: Rondinara - Bonifacio - Isola Gabbiani (Sard.)   550 Hm - S. 17500 Hm
Camping Isola del Gabbiani, 18,-€                                  50 Km - S. 1341 Km

Bevor wir nach Sardinien übersetzen wartet die wohl schönste Stadt Korsikas noch auf uns: Bonifacio. Vorher müssen wir aber wieder die 175m über den “Berg” fahren und einen weiteren “Paß” mit 100m bewältigen. Dann laufen wir in Bonifacio ein. Einen Cappuccino im Hafen genehmigen wir uns noch, bevor wir die absolut sehenswerte Altstadt erkunden. Einmalig auf der Welt liegt dieser Teil der Stadt atemberaubend direkt am Rande steiler Klippen und scheint schon bald tief hinab zu stürzen! Dann steigen wir im Hafen auf die Fähre nach Sardinien und können die einmalige Kulisse noch einmal von der Seeseite aus bewundern. Wir fahren nach Sardinien hinüber, da es für uns günstiger ist, von Olbia zurück nach Hannover zu fliegen statt nach Pisa zurück zu fahren.

 Streckenbeschreibungen der Sardinien-Etappen siehe  Radreisen/Europa/Sardinien

20. Tag: Gabbiani - Cugnana (Sardnien)                        720 Hm - S. 18220 Hm
Camping Cugnana, 16,-€                                               64 Km - S. 1405 Km

Streckenbeschreibungen der Sardinien-Etappen siehe Seite Radreisen/Europa/Sardinien

21. Tag: Cugnana - Tavolara (Sardinien)                        400 Hm - S. 18620 Hm
Camping Tavolara, 16,-€                                               56 Km - S. 1461 Km

Streckenbeschreibungen Sardinien siehe Seite Radreisen/Europa/Sardinien

22. Tag: Tavolara - Olbia - Flug Hannover                     130 Hm - S. 18750 Hm
______________________________________________ 15 Km - S. 1476 Km

Streckenbeschreibungen der Sardinien-Etappen siehe Seite Radreisen/Europa/Sardinien


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