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Nizza - Barcelona  -  Juni 2007

Karte Nizza-Barca

Etappenplan: (bitte quer ausdrucken)

Tag

 Strecke

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag, Sa.

 Köln - Nizza - Les Issambres

400 m

81 km

   2. Tag, So.

 Les Issambres - Sanary sur Mer

800 m

136 km

   3. Tag, Mo.

 Sanary sur Mer - La Couronne

1250 m

102 km

   4. Tag, Di.

 La Couronne - Le Grau du Roi

300 m

127 km

   5. Tag, Mi.

 Le Grau du Roi - Portiragues Plage

200 m

103 km

   6. Tag, Do.

 Portiragues Plage - Torreiles Plages

400 m

125 km

   7. Tag, Fr.

 Torreiles Plage - Port de la Selva (E)

900 m

92 km

   8. Tag, Sa.

 Port de la Selva - Empuria Brava

950 m

65 km

   9. Tag, So.

 Empuria Brava - Palamos

600 m

80 km

 10. Tag, Mo.

 Palamos - Canet de Mar

950 m

87 km

 11. Tag, Di.

 Canet de Mar - Barcelona

150 m

57 km

 

 Gesamthöhe / -strecke = 6,6 Hm/Km

6900 m

1055 km

Zur Einzelbildansicht oder zum Start der Diashow
bitte ein Foto anklicken

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Allgemeine Infos:    (bitte quer ausdrucken) 

Die französische Mittelmeerküste und die Costa Brava sind in weiten Bereichen landschaftlich sehr schön. Trotz viel Verkehr auf den Hauptstraßen läßt es sich auf den Nebenstraßen oft geruhsam radeln. Doch auch die Hauptstraßen sind vielfach nicht radlerfeindlich: Es gibt viele Randstreifen oder Radwege und die Autofahrer sind ausgesprochen radlerfreundlich.

Anreise

Nizza und Barcelona werden von den Billigfliegern angesteuert, wir sind mit Germanwings geflogen und waren zufrieden. Für die Räder war ein Aufpreis von 25,-€ pro Rad und Flug zu berappen. Auf dem Rückflug von Barcelona haben wir die Räder ohne Probleme ohne Verpackung aufgegeben.

Geografie

Viele Höhenmeter zwischen Nizza und Marseille, in den Pyrenäen und an der Costa Brava zwischen Blanes und Tossa de Mar. Die Steigungen sind aber recht erträglich. Lohn für die Plackerei sind tolle Aussichten!

Übernachten

Wir haben ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet, wobei man eine erhebliche Verbesserung der Sanitäreinrichtungen in den letzten 15 Jahren feststellen kann. Bei der Tourenplanung beachten, dass etliche Plätze im Frühling und Spätherbst geschlossen haben. Sparsame Radler meiden die grossen Feriencampingplätze am Meer. Hier haben wir teilweise 30,-€ pro Nacht bezahlt! (Preise siehe Etappenplan)

Rad und Ausrüstung

Reifen min. 28mm breit, ansonsten normale Ausstattung für Touren im warmem Südeuropa.

Reiseführer und Karten

Wie immer für Frankreich ist die gelbe Michelin-Karte die allererste Wahl, für Spanien hatten wir eine ADAC-Karte dabei, die auch ok war. Da wir viele Städte schon kannten, haben wir als Führer nur die Faltblätter des ADAC für eine minimalistische Grundinformation mitgenommen.


Etappeninfos:     (bitte quer ausdrucken)

1. Tag: Flug Köln - Nizza, Rad n. Les Issambres            400 Hm - Summe 400Hm
Camping Au Paradis de Campeurs, 15,-€                            81 Km - Summe 81 Km

1,5 Stunden Flug bis Nizza sind schnell vorbei. Im Billigflieger sitzen auch die Herren van Bommel (FC- Bayern München und van Marwijk (ex BxB) mit Ihrem Clan: Die Fußball-Millionäre sind auch nicht mehr das, was sie mal waren :-) . Der Flughafen ist recht klein und übersichtlich. Fahren mit viel Verkehr auf die Terrassenhochhäuser von Villeneuve Playa zu und dann an der unansehnlichen Küstenstraße am Strand entlang nach Antibes. Hier netter Blick von der alten Stadtmauer auf das Stadtsträndchen, wo es trotz bewölktem Himmel recht voll ist. Schnell sind wir im mondänen Cannes, wo wir den ersten Regenschauer abbekommen. Trotz vielen Autos ist der Verkehr noch recht angenehm: Oft ist die Straße mehrspurig oder weist einen Seitenstreifen bzw. eine Radspur auf. Ab Theoule sur Mer wirds ruhiger und landschaftlich schöner, denn das Massiv d´Esterel kommt näher. Die roten Felsen sind sehr bizarr und tauchen hier fotogen in das tolle blaue Meer. Frejus hat viele Restaurants und Cafés, die zu einer netten Rast einladen. Der Campingplatz hat ein nettes kleines Restaurant, wo es auch Pizza und lecker Bier gibt. Außerdem gibt es einen gut sortierten Supermarkt.

2. Tag:  MLes Issambres - Sanary sur Mer                    800 Hm - S. 1200 Hm
Camping Porc Mogador, 16,-€                                       136 Km - S. 217 Km

Haben uns schon seit Tagen auf das leckere französische Baguette zum Frühstück gefreut. Nette Gegend bis St. Tropez, das einen schönen Hafen hat. Leider ist der aber total mit Riesen-Protz-Jachten vollgestellt, so dass man kaum etwas anderes sieht! Fast auf jedem Boot muskelbepackte Bodyguards und blonde Schönheiten. Wir fahren weiter Richtung Ramatuelle und verzichten damit auf die verkehrsreichere Abkürzung durchs Landesinnere. Bald folgen die Abzweige zu einigen schönen Badebuchten. Ab etwa Le Royal gibt es einen Radweg, der mit einigen Unterbrechungen auf einer alten Bahntrasse in Straßennähe bis nach Toulon führt! Vor Toulon wird der Verkehr stärker. Fahren an den Salinen d´ Hyères nach Hyères Plage und auf der D559 nach Toulon, das ein großer unübersichtlicher Moloch ist. Am Abzweig nach La Seyne und Six Fours wirds dann wieder ruhiger. Kurz vor Bandol erreichen wir müde den Campingplatz, im Restaurant gibts Bolognese, genau das richtige für heute.

3. Tag: Sanary sur Mer - La Couronne                           1250 Hm - S. 2450 Hm
Camping Le Arquet, 16,-€                                              102 Km - S. 319 Km

Hinter Bandol gehts über den ersten von gefühlten 5 Hügeln. Bei La Ciotat gehts dann schon wieder hoch, um das Cap Canaille abzukürzen. Die nächste Steigung bringt uns auf 240m Höhe, wo wir einen schönen Blick auf das Cap haben. Hier gehts nicht sofort wieder runter, denn wir haben eine Art Hochtal erreicht, das sehr unwirtlich und kahl aussieht. Gemächlich zieht die Straße weiter hoch bis auf 350m Höhe. Ab der Paßhöhe gibts dann eine weite Aussicht auf die Vororte von Marseille und das Meer. Die lange Abfahrt endet erst mitten in der Stadt, die einen freundlichen und großzügigen Eindruck auf uns macht. Wir kommen teils auf Radwegen zum alten Hafen, wo unzählige Bars und Restaurants auf hungrige Mäuler warten. Schöne Kulisse mit unzähligen Booten, schönen alten Häusern und den Festungen im Hintergrund. Weiter gehts parallel zu den Hafenkais. Diese Stadtteile sind nicht mehr so mondän, hier leben vor allem Hafenarbeiter, die uns sehr freundlich begegnen. Die Straße geht in die Autobahnauffahrt über und wir biegen parallel rechts ab. Die nächste Möglichkeit nach L`Estanque nehmen wir. Dort gibt es eine gute Möglichkeit für eine ruhige Rast. Die nächste Auffahrt bringt wieder eine schöne Aussicht auf das schon etliche Kilometer zurückliegende Marseille. Über Carry und Sausset gehts nach La Couronne. Der schön gelegene Campingplatz hat kein Restaurant, und so faucht halt der Kocher zum erstenmal.

4. Tag: St. La Couronne - Le Grau du Roi                       300 Hm - S. 2750 Hm
Camping Abri Camargue, 27,-€                                      127 Km - S. 446 Km

Kaum wieder auf dem Rad waten auch schon wieder über 100 Höhenmeter auf uns. Oben gibts einen “tollen” Blick auf ein schwarz rauchendes Kraftwerk und gelbbraune Schwaden der Großraffinerie. So eine Umweltverschmutzung habe ich in Deutschland schon `zig Jahre nicht mehr gesehen! Die nächste Rast machen wir im netten Städtchen Martigues. In einer Bar erzählt uns eine alte Frau, die aus Deutschland ausgewandert ist, dass die Gegend hier fest in kommunistischer Hand sei! Hier sollte man noch einmal Kraft und Ruhe schöpfen, denn bald beginnt für etwa 20km für Radler ein verkehrstechnischer Horrortrip. Entlang einer unendlichen Schwerindustrie-”Meile” führt eine autobahnähnliche Schnellstraße mit vielen großen LKW. Wir fühlen uns zwar nicht direkt gefährdet, aber es ist laut und hässlich hier. Da es keine Alternative in der Nähe gibt lassen wir eine Stunde dieses Ereignis über uns ergehen. Kurz vor Port St. Louis fahren die LKW dann ab und die nun schmalere Straße wird sehr ruhig. Wir erreichen die Grand Rhone und lassen uns kostenlos von der Fähre auf die andere Seite bringen. In Salin de Giraud gibts wieder einige nette Restaurants, wo wir uns etwas leckeres bestellen. Hier sollte man nochmal Getränke und Verpflegung nachladen, denn bis Saintes Maries gibts nichts mehr. Die Häuser sehen hier völlig untypisch aus, eher wie eine Bergmannsiedlung. Nebenan liegt dann auch das große Salzwerk von Solvay, das wohl die ganze Stadt ernährt. Nun wird es einsam, denn es geht durch die weite Ebene der Camargue, die erst wie ein verwildertes Holland aussieht und später in eine Mondlandschaft übergeht. Bald erreichen wir den “Deich” Digue a la Mer. Ein kurzes Stück dürfen noch Autos auf die feste Piste, aber kurz vor dem Leuchtturm ist dann Schluß für PKW. Der Weg ist sehr gut zu befahren und führt bis nach Saintes Mairie de la Mer auf etwa 1,5m Höhe durch das Herz der Camargue. Hier ist es auch wieder etwas grüner und im flachen Wasser stehen viele Flamingos. Auf der ganzen Strecke müssen wir nur 3x20 Meter schieben, da einige Dünen an den Weg heranreichen. Nach etwa 80 Minuten ist Saintes Mairie erreicht und wir haben ein paar Mückenstiche mehr. Ein verschwitzter Radfahrer ohne Mückenschutz sollte hier besser nicht anhalten, obwohl wir es uns viel schlimmer vorgestellt haben. S.M. ist ein Städtchen mit engen Gassen aber unendlich vielen Reisebussen, Touri-Buden und -Läden. Der Himmel wird schwarz und mit stürmischem Rückenwind erreichen wir nach 90 Minuten Aigues Mortes, das Highlight unter den bisherigen Ortschaften. Wunderschönes altes Städtchen hinter einer dicken Wehrmauer. Toll! Flach gehts weiter nach Grau du Roi wo es einige Campingplätze der teueren Sorte gibt. Den Gewitterschauer können wir aber im Restaurant verbringen, sodass der Abend doch nicht ins Wasser fällt.

5. Tag: Grau du Roi - Portiragnes Plage                        200 Hm - S. 2950 Hm
Camping Le Sablons, 30,-€                                           103 Km - S. 549 Km

Grau du Roi hat ein paar nette Restaurants am Hafen, aber wir düsen sofort weiter nach La Grande Motte. Diese Stadt ist eine Ansammlung von älteren, teils futuristischen Plattenbauten, die unzählige Stockwerke aufweisen, und ein riesiger Sportboothafen. Einfach gräßlich, aber das muss man einfach mal gesehen haben. Entlang des Meeres fahren wir weiter nach Palavas. Von hier aus mogeln wir uns über Nebenstraßen vorbei an Villeneuve und Vic nach Frontignan Plage. Hier ist es nicht so toll, als dass man unbedingt nochmals herkommen müsste. Sete ist wieder ganz nett an einem großen Kanal gelegen und die ganze Stadt scheint sich in einem der unzähligen Restaurants aufzuhalten. Bis Agde (nette verwinkelte Altstadt) fahren wir in strömendem Regen in Sichtweite zum Meer weiter. Der heutige Campingplatz ist fest in deutscher Hand und am Restaurant sitzen viele Fußballfans bei der Übertragung des Länderspiels auf der Großleinwand. Wir gehen lieber in ein ruhiges Lokal im “Dorf”.

6. Tag: Portiragnes Plage - Torreiles Plage                    400 Hm - S. 3350 Hm
Camping Mar y Sol, 30,-€                                              125 Km - S. 674 Km

Hinter Portiragnes überqueren wir den Canal du Midi, und wir versuchen eine Abkürzung zu finden, die in einem matschigen Pfad mitten in den Salinen endet. Wir finden nur mit Mühe auf eine Straße zurück und landen in Serignan. Die Gegend ist hier sehr nett und das hübsche Fleury lädt zu einer Brotzeit an der Kirche ein. Auf kleinen Sträßchen gehts durch die Weinfelder des Languedoc bis nach Narbonne weiter. Narbonne ist eine schöne alte Stadt, in der unzählige große Platanen stehen. In der sehenswerten alten Markthalle kaufen wir ein paar Leckereien, bevor es weitergeht. Auf der breiten Ausfallstraße müssen wir kurz starken Verkehr ertragen, bevor der Abzweig nach Bages für einsame schmale Straßen sorgt. Über La Palme erreichen wir Leucate, wo langsam der Reigen der Badeorte beginnt. Die in der Ferne auftauchenden Pyrenäen sorgen bei uns für riesige Vorfreude auf die Küstenstraßen.

7. Tag: Torreiles Plage - Port de la Selva (E)                 900 Hm - S. 4250 Hm
Camping Port de la Selva 20,-€                                     92 Km - S. 766 Km

Auf Radstreifen oder Seitenstreifen gehts nach Canet und am Meer entlang nach Argeles. Bald endet die flache Fahrt durch die Ebene. Aber bevor es richtig anstrengend wird, müssen wir dem außergewöhnlich schönen Städtchen Collioure noch einen Besuch abstatten, was für uns das Schönste der ganzen Tour war! Sehr alt, mit einer großen Festung und direkt am Meer gelegen: Ein Augenschmaus! Nun gehts aussichtsreich und kurvenreich auf und ab weiter. Die Berghänge sind sehr grün und es wird viel Wein angebaut. Bald ist die spanische Grenze erreicht, wo es einen tollen Blick auf die weitere Küste gibt. In Port Bou müssen wir in der Bar erstmal wieder von französisch auf Spanisch umswitchen, was gar nicht so einfach ist.  Ab Llanca wirds wieder ein wenig gemütlicher und wir fahren in die tolle Bucht der weißen Stadt. Der Campingplatz liegt ruhig etwas außerhalb und im Restaurant müssen wir unsere Flüssigkeitsverluste dann erstmal mit einem kalten Cerveza ausgleichen...

8. Tag: Port de la Selva - Empuria Brava                      950 Hm - S. 5200 Hm
 Privatunterkunft                                                           65 Km - S. 831 Km

Vom Campingplatz müssen wir durch schöne Landschaft sofort auf 230m hoch, um dann gleich wieder hinunter zum Künstlerdorf Cadaques hinunter zu düsen. Unterwegs gibt schöne Ausblicke auf die schneeweiße Stadt, aber auch etwas Ausflugsverkehr der Touristen von Roses und Umgebeung. Im Dorf gibt man sich betont cool und als Mann trägt man hier überwiegend Zopf oder Rastalocken. Irgendwie kommen wir uns hier 20 Jahre zurückversetzt vor. Wir fahren gleich weiter zum Cap Creus, eine etwa 8km lange Sackgasse mit außerordentlicher landschaftlicher Schönheit. Nach etlichem Auf und Ab durch eine sehr rauhe und felsige Landschaft erreichen wir am Ende der Straße das kleine Lokal, das hoch über dem Meer zu einer tollen Pause einlädt.  Nach einem kalten “Clara” (Radler) machen wir uns auf den Rückweg nach Cadaques. Hier müssen wir die Straße von heute Morgen wieder ein Stück zurückfahren, um dann nach Roses abzubiegen. Der Abzweig liegt auf etwa 230m Höhe, aber es geht noch leicht steigend weiter bis auf fast 300m Höhe. Als Belohnung gibt es einen tollen Blick auf die Bucht von Roses, wo wir nach rasanter Abfahrt bald eintreffen. Wir fahren soweit möglich auf der Strandpromenade am Meer entlang, um dann auf Umwegen in den Naturpark vor Empuria Brava einbiegen. Hier führt uns ein Radweg bis zur größten Marina Europas, wo wir Freunde mit unserem Besuch überraschen.

9. Tag: Empuria Brava - Palamos                                 600 Hm - S. 5800 Hm
Camping Internacional Palamos 28,-€                           80 Km - S. 911 Km

Wir kommen erst um 10:00Uhr los und radeln über St. Pere Pescador an den riesigen Campingplätzen Las Dunas und Ballena Allegre vorbei, wo wir uns in unserer Jugend mehr als einmal getummelt hatten. Kurz vor La Escala gibts vom Radweg aus alte römische Gemäuer eines kleinen Dorfes zu sehen. Eine langweilige gerade Landstraße führt uns über Toroella nach Pals, ein uraltes wunderschön restauriertes Dorf. Zurück am Meer radeln wir zu einer tollen Bucht bei Platja de Pals mit steilen Felsen und schönem Pinienwald. Wir quälen uns auf Nebenstraßen bei bis zu 18% Steigung bis nach Begur. Bald biegen wir ab zur Platja Castell und von dort über eine ausgeschilderte Radstrecke auf Sandwegen durch Felder und Wald weiter bis Palamos.

10. Tag: Palamos - Canet Mar                                      950 Hm - S. 6750 Hm
Camping Globo Rojo 13,-€                                            87 Km - S. 998 Km

Wir versuchen so strandnah wie möglich weiter zu kommen und gelangen über Platja d´Aro auf aussichtsreichen Wegen nach St. Feliu de Guixols. Die Gegend ist sehr ansprechend und hier beginnt nun der schönste Streckenabschnitt der Tour. Unzählige Kurven führen uns in Höhen bis fast 200m aussichtsreich über dem Meer nach Süden. Da neben der tollen Landschaft auch fast kein Verkehr herrscht, mutiert der Weg zur Traumstraße. Unterwegs gibts zwar eine nicht so schöne Urbanisation, aber das tut dem Erlebnis keinen Abbruch. Unterwegs kann man immer wieder Blicke auf die Steilküste und kleine Strände mit  glasklarem Wasser genießen. Viele Buchten sind nur mit einem Boot erreichbar und daher vor Überfüllung geschützt. Viel zu schnell neigt sich die Straße wieder dem Meer zu und der Blick schweift über die schöne Bucht von Tossa de Mar und seine Festungsanlage. Tossa ist für einen Touristenort recht angenehm und so lassen wir uns in einem Restaurant am Strand nieder. Nach einem Abstecher mit Steigung ins Hinterland erreichen wir Lloret de Mar, das ebenfalls einen netten Strand aufweist, aber augenscheinlich von saufstarken Billigtouristen der unteren Kategorie bevorzugt wird. Insbesondere ganze Horden betrunkener Briten werden aufmerksam von etliche Polizisten beobachtet. Wir wollen ein Stück schnell überbrücken und fahren zunächst auf der Str. 682 über Blanes und weiter nach Malgrat de Mar. Hier können wir fast ausschließlich auf Promenaden oder meernahen Wegen bis zum Ortsende von Calella fahren, das eine osteuropäische Hochburg ist. In Canet de Mar erwischen wir einen Campingplatz an der Hauptstraße, der aber nachts überraschend ruhig ist.

11. Tag: Canet Mar - Barcelona                                    150 Hm - S. 6900 Hm
                                                                                    57 Km - S. 1055 Km

Wir versuchen zuerst noch, etliche Kilometer soweit wie möglich am Meer entlang zu fahren, haben davon aber nach mehreren Sackgassen die Nase voll. So weichen wir auf die Schnellstraße N2 aus, die uns bei mäßigem Verkehr schnell bis in die Gegend von Barcelona bringt. Ab Badalona versuchen wir wieder so oft wie möglich das Meer zu sehen, was uns auch überwiegend gelingt. Auf Radwegen gehts weiter bis wir auf die Strandpromenade stoßen, die uns zum Olympiazentrum und dann weiter auf makellosen Radwegen bis in die Innenstadt von Barcelona bringt. Barcelona überrascht uns mit vielen Fahrradleihstationen und einem guten Radwegenetz! Wir schieben durch die Altstadt, machen eine letzte Rast am Königspalast, rollen die Rambla herunter und fahren vom Kolumbusdenkmal auf Radwegen zum Bahnhof Franca. Hier lösen wir ein Ticket für 2,50€ und besteigen mit unseren bepackten Rädern den Zug. Da innen viele Klappsitze angebracht sind, haben die Räder viel Platz. Außerdem beginnt hier die Fahrstrecke und so ist der Zug noch ganz leer. Besser kann man mit dem Rad nicht zum Flughafen von Barcelona kommen! Nach einer 1/2 Stunde sind wir am Bahnhof und wir sagen “Hasta luego Espana”.

 


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