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Via de la Plata 04-2013

2013-04 Via Plata-001

  Tag

 Strecke (ohne Pausentage)

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag

 Faro - Isla Christina

200 

90 

   2. Tag

 Isla Christina - Nerva

 1250 

115 

   3. Tag

 Nerva - Fuenteheridos

1150 

49 

   4. Tag

 Fuenteheridos  -  Almendralejo

1250 

125 

   5. Tag

 Almendralejo - Cáceres

950 

103 

   6. Tag

 Cáceres - Plasencia

1150 

99 

   7. Tag

 Plasencia - Vallejera de Riofrio

1800 

90 

   8. Tag

 Vallejera de Riofrio - Salamanca

800 

73 

   9. Tag

 Salamanca - Tábara

1000 

112 

 10. Tag

 Tábara - Puebla de Sanabría

850 

73 

 11. Tag

 Puebla de Sanabría - Verin

1450 

92 

 12. Tag

 Verin - Cea

1630 

91 

 13. Tag

 Cea - Santiago

1300 

84 

 14. Tag

 Santiago - Laxe

1300 

95 

 15. Tag

 Laxe - Corcubión

940 

47 

 16. Tag

 Corcubión - Boiro

1250 

94 

 17. Tag

 Boiro - Porto Nuevo (Sanxenxo)

850 

74 

 18. Tag

 Porto Nuevo - Baiona

800 

79 

 19. Tag

 Baiona (E) -  Caminha  (P)

800 

98 

 20. Tag

 Caminha  (P) - Vila Chá

600 

88 

 21. Tag

 Vila Chá - Flughafen

 200 

 16 

 

 Gesamthöhe / -strecke = 12 Hm/km

21.500 Hm

1787 km


Zum Start der Diashow bitte auf das Bild klicken!

2013 ViaPlataFotogalerielink

Etappenbeschreibung:  (bitte quer ausdrucken)

1. Tag  Faro - Isla Christina
90 km ∑90 km  --  200Hm ∑200Hm  --  D 20km/h
Camping Giralda - Bar/kl. Restaurant - WC incl. Dusche OK  --  15€

Nach 3 Stunden Flug in Faro gelandet. Schraube an Marions Handgriff abgebrochen, Notreparatur mit Rohrschelle. Dann noch den Halter von GPS vergessen und schließlich zu lange Gurte dabei. In der Shopping Mall in Faro werden wir weggejagt, Räder angeblich verboten. Läden radtechnisch sehr mager und schlechte Qualität. Zuerst noch schönes Wetter, aber dann zieht es sich schon zu. Strecke nicht sehr ansehnlich. Fahren fast nur auf der Hauptstraße, die aber überwiegend einen breiten Seitenstreifen aufweist. Starker Rückenwind treibt uns noch bis nach Spanien. Kommen müde an, Essen im Restaurant Thunfischsteak mit Pommes, zwei Salate und je 3 Claritas für 31,-€. Müde ins Bett.

 

2. Tag  Isla Christina - Nerva
115 km ∑205 km  --  1250 Hm ∑1450 Hm  --  D 17 km/h
Hotel Vazquez Diaz Bar/Rest. - OK  --  40€ o. Frühst.
0m - 460m - 335m

Langer Tag. Bei schlechtem Wetter und Regen gestartet. In La Antilla gehen wir in einer Bar am Meer frühstücken. Hier waren wir auch schon vor zwei Jahren. Nur war das Wetter besser... Weiter über Cartaya und Gibraleon nach Trigueros, wo wir auf die N435 stoßen. Sehr wenig Verkehr, was wir aber auf den Ostersonntag schieben. Landschaftlich bisher nicht der Brüller. Nun gehts aber doch langsam mit leichtem Auf und Ab in die Höhe. Dann sehen wir neben der Straße eine Via Verde mit asphaltiertem Belag und wir wechseln bis nach Valverde de Camino hinüber. Dort geht der Via Verde zwar weiter, aber leider nicht asphaltiert. Durch den langen Regen stehen die sichtbaren Teile des Caminos unter Wasser, und so bleiben wir auf der guten Straße mit dem breiten Seitenstreifen. Kurz hinter Zalamea biegen wir ab nach Minas de Rio Tinto. Hier sichtbare Anzeichen der Minentätigkeit. Da der Zeltplatz in Nerva ist, rollen wir noch einige Zeit leider wieder hinab nach Nerva. Es beginnt wieder zu schütten, als wir am Camping ankommen. Dieser ist leider aufgegeben, die Behausungen sind verfallen. Also ab in die Stadt, wo es ein Hotel gibt. Ziemlich verschnarcht, aber für 40€ ist es mehr als OK. Essen zum Abendbrot eine Tüte Chips, etwas altes Brot und trinken zwei Flaschen Bier. Dann beginnt es die ganze Nacht über aus Eimern zu schütten und zu stürmen.

 

3. Tag  Nerva - Fuenteheridos
49 km  ∑254 km  --  1150 Hm ∑2600 HM  -- 12 km/h
Pension El Barrio  - nett   --  40€ o. Frühst.
335 - 760 - 725m   11°C, Sonne, später starke Schauer.

Von Nerva nach dem Frühstück im dunklen Speisesaal erstmal wieder zurück nach Minas Rio Tinto. Fluß ist  stark rot dunkelgefärbt, daher wohl der Name. Leider fast 5km nur bergauf. Wetter erstmal recht nett, aber kalt und sehr windig. Am Abzweig in Roi Tinto erreichen wir ein großes Abbaugebiet, das aber ziemlich verlassen aussieht. Die steigende Straße passiert einen roten See links und normales Wasser rechts...  Im Nest Campofrio nehmen wir zwei Cortados, bevor es bei starkem Wind frostig weiter geht bis nach Aracena, das anscheinend ein Tourinest ist, aber nett aussieht. Hier an einem alten Waschplatz warten wir den starken Regenschauer ab. Haben viel Zeit verloren durch die anstrengende Strecke und den Wind, sodass wir das Tagesziel auf keinen Fall erreichen können. Fahren also bis zum nächsten Campingplatz, der aber ziemlich leer und nicht gerade einladend aussieht. Also weiter. In nahen Dorf suchen wir uns einen Weg durch schmale Gassen und stehen plötzlich vor einer netten Pension. Wenn das kein Zeichen ist!!!. Bei €40 sagen wir nicht nein. Trinken im Dorf noch ein Bier und verbringen den Abend dann bei Chips, Nüssen und Bier auf dem kühlen Zimmer. Netter Tag, aber aufgrund der wenigen Übernachtungsmöglichkeiten und des schlechten Wetters auf der Strecke ein wenig kurz. Wetter wird am späten Nachmittag besser.

 

4. Tag  Fuenteheridos  -  Almendralejo
125 km  ∑379 km  --  1250 Hm ∑3850 HM  -- 18 km/h
Hotel Espana - nett hübscher Innenbereich  --  40€ o. Frühst.
725 - 650 - 350m   5° Nachts, Tags 14°C

Sind um 8:00Uhr in der Bar am Plaza auf einen leckeren Tostado und einige Cortados... Dann bei eisiger Kälte hinab über Galaroza zur N435. Es schüttet mal wieder und die Landschaft ist sehr sehr grün. Die einsame Landstraße ist sehr schwach befahren, obwohl es neben der Autopista die Hauptdurchgangsstraße nach Norden ist. Auf dem Weg nach Zafra dann einige schöne weite Aussichten in die weite Landschaft. Fregenal ist ein unübersichtliches Dorf, ohne rechte Ortsmitte. Wir essen in der Churreria einen Happen und düsen dann mit etwas Rückenwind weiter nach Zafra. Das Wetter ist ein wenig besser und wir genießen die Sonne. Leider ist es aber sehr kalt. Dann laufen wir in Zafra ein, das schon von weitem nicht sehr einladend wirkt. In de Stadt ist um 16:00Uhr alles wie ausgestorben, die Menschen scheinen alle Stubenarrest zu haben. Da uns keine Bar einlädt, essen wir ein Bocadillo mit Nutella und entschließen uns beim guten Wetter weiter zu fahren. In Villafranca soll eine Unterkunft sein, aber wir nutzen den trockenen Nachmittag, um noch nach Almendralejo zu radeln. Hier finden wir ein nettes Hotel zum Standardpreis und beenden den Tag. Abends noch in eine nahe Bar, Tapas essen und Barcelona-Paris Cl ansehen. Morgen solls wieder regnen...

 

5. Tag  Almendralejo - Cáceres
103 km  ∑482 km  --  950 Hm ∑4800 HM  -- 18 km/h
Hotel Los Naranjos - fußläufig zur Innenstadt  --  50€ o. Frühst.
350m - 225m - 500m   Nachts 7°C, Tags 12°C

Um 8:00 Uhr sind wir wieder in der Bar am Bahnhof und frühstücken ein wenig.  Wetter noch trocken, aber der Wetterbericht hat schwere Niederschläge angesagt. Bei strammem Wind von schräg hinten düsen wir schnell die flache Strecke nach Mérida hinunter auf nur noch 225m. Hier fließt der Rio Guadiana, der weit über die Ufer getreten ist, so dass die Uferstraße schon gesperrt wurde, da das Wasser bis an die Straße reicht. Mérida hat viele römische Gebäude zu bieten, aber leider regnet es hier dann doch und wir fahren in voller Regenkombi los. Unterwegs weite gerade Strecken durch die einsame Ebene. Obwohl es nicht so aussieht, gehts doch regelmäßig Auf und Ab. Unterwegs wenige Highlights, nur weite Ebenen und teils schöne Aussichten. Das Wetter ist trübe mit dicken schwarzen Wolken, aber wir scheinen Glück zu haben, denn es regnet kaum oder wir können regelmäßig unterstehen. Einmal sogar passgenau an einem Restaurant, wo wir uns im Beisein der Polizei eine Tortilla espanola einwerfen. Als wir in Cáceres einlaufen, sind ringsum schwarze Wolken und Bindfäden zu sehen. Aber es regnet erst wieder, als wir im Hotel angelangt sind. Nach einer heißen Dusche gehts ab in die schöne Altstadt mit ihren wehrhaften Gemäuern. Abends essen wir noch am Plaza Major eine Racion Gambas al Ajillo und unzählige kostenlose Tapas mit einigen Canas. Netter Abend, den noch unser erstes Eis dieses Jahr beschließt. Tag war besser, als vermutet.

 

6. Tag  Cáceres - Plasencia
99 km  ∑581 km  --  1150 Hm ∑5950 HM  -- 17 km/h
C. La Chopera  --  14€ gute Sanitäranlagen, am Fluss, Bar mit Rest.
500m -  200m - 500m - 330m  Nachts 7°C, Tags 11°C

Früh los, bedeckt und kalt. Fahren gleich raus aus der Stadt in eine karge und einsame Gegend. Heute nur eine Einkehrmöglichkeit nach über 50 km in Torrejón el Rubio. Verschlafenes Dorf mit mehreren Restaurants, Bars und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Fahrt dorthin oft auf 400m Höhe auf einer Art Bergkamm, aber zwischendurch müssen wir auf etwa 200m runter zu den Flüssen. Steigungen recht leicht, aber die Strecke zehrt durch die Eintönigkeit an den Kräften. Hinter Torrejón wird schöner, da wir auf eine Felswand zufahren. Am Durchbruch ein Felsen mit unzähligen riesigen Greifvögeln. Sehr nett. Dann runter zum Rio Tajo und wieder rauf auf über 400m. Es ist schweinekalt und windig und zugezogen. Weite Aussichten zwischendurch aber wenig spektakulär. Als wir in Plasencia einlaufen, haben wir keine Lust mehr und radeln gleich zum Campingplatz, der etwas außerhalb am Stadtrand im Jerte-Tal liegt. Jetzt kommt ein wenig die Sonne raus und ich öle die Ketten in der Hoffnung auf besseres Wetter. Abends wieder schweinekalt und wir gehen noch auf ein paar Canas in die Bar.

 

7. Tag  Plasencia - Vallejera de Riofrio
90 km  ∑671 km  --  1800 Hm ∑7750 HM  -- 11 km/h
Hotel Cubino 60€ m. Frst.  --  Bar mit Rest.
330m - 1285m - 1000m - 1285m - 1130m Nachts 5°C, Tags 11°C

Flache Straße durch das Tal gegen den orkanartigen Wind. Schweinekalt, haben dauernd lange Hose und Jacke mit Pulli an. Die Strecke zieht sich in die Länge und die Kilometer wollen bei Geschwindigkeiten um 10km/h nicht so richtig fluppen. Einige touristische Dörfer am Weg, wie Navaconcejo. Ansonsten unterwegs nicht viele Einkehrmöglichkeiten. Hinter dem Kaff Tornavaca zieht die Straße endlich ein wenig stärker an und wir schaffen mit fast letzter Kraft den Pass. Oben ist es stürmisch bei 5°C und es grieselt leicht. Die Berge sind rundherum verschneit. Abwärts müssen wir unsere komplette Regensachen wegen der Kälte zusätzlich anziehen. Doch wir müssen wegen des starken Gegenwinds ordentlich in die Pedale treten. In el Barco de Avila gibt es ein Hotel. Aber es ist erst 17:00Uhr und wir wollen die 30km hinunter bis nach Béjar noch gerne rollen. Also weiter. Doch leider gehts nicht weiter abwärts, sondern von 1000m gehts wieder langsam hoch bis auf nochmals 1285m. Wir schreien Scheixxe aber wir müssen weiter, da es unterwegs keine andere Unterkunft gibt. Dann an der Kreuzung zur N630 gibts ein Hotel, sodass wir nicht wieder hinunter nach Béjar müssen. Schönes Zimmer, gutes Bad. Abends noch schlapp ein paar Cervezas und Tapas in der Bar. Dann sehr müde ins Bett.

 

8. Tag Vallejera de Riofrio - Salamanca
73 km  ∑744 km  --  800 Hm ∑8550 HM  -- 15 km/h
Hotel Tryp 70€ o. Frst.
1130 - 830 - 1000 - 800m Nachts -5°C, Tags 5-11°C

Bei nur -1°C losgefahren mit Blick auf das verschneite Skigebiet von Béjar. Tolles Wetter, aber es fühlt sich nach Kühlschrank an. Die versprochene lange Abfahrt entpuppt sich als stetiges Auf und Ab mit fallender Tendenz. Die erste Kaffeepause machen wir in der Schinkenstadt Guijuelo, die über 100 Schinkenfabriken haben soll, laut dem Wirt der Bar. Dann, es will nicht über 5°C werden, gehts weiter durch die Hochebene auf über 1000m. Wir sehen kurz die Embalse de Sta. Teresa, bevor wir nach endlosem Auf und Ab den Kampf mit dem eisigen Gegenwind gewonnen haben und in Salamanca einfahren. Die Altstadt sieht sehr aufgeräumt aus und nicht so schön verfallen, wie andere Städte Spaniens. Die großen Sehenswürdigkeiten sind natürlich die großen Kirchen und der Plaza Mayor. Hier verbringen wir einen Teil des Nachmittags im Windschatten in der hier warmen Sonne, bevor wir ins Café Real auf ein paar Tapas und eine Racion Gambas al Ajillo einfallen. Um 21:15 wird die Beleuchtung des Placa Mayor mit der Blauen Stunde angeschaltet, was sehr schön aussieht. Dann müde ins Bett. Der eiskalte Wind hat uns doch sehr ausgezehrt.

 

9. Tag  Salamanca - Tábara
112 km  ∑856 km  --  1000 Hm ∑9550 HM  -- 18 km/h
Hotel  El Roble 38€ o. Frst.
800 - 880 - 630 - 750m Nachts -2°C, Tags 0-11°C

Weite Ebenen überwiegend treppenartig bergab mit wenigen Steigungen. Zamora ist nett, besonders die alte Innenstadt sagt uns mehr zu als Salamanca, sieht man einmal von den Kirchen und der Plaza Mayor ab. In Zamora beginnt es zu regnen, aber wir fahren in voller Montour weiter entlang einer schwarzen Wand aus Regenwolken. Diese ergießen sich nur partiell, sodass wir noch ganz gut weiter kommen. In Tábana gibt es dann ein kleines preiswertes Hotel, wo wir uns gut durch futtern können. Ruhiger Tag durch flache Landschaften.

 

10. Tag  Tábara - Puebla de Sanabría
73 km  ∑929 km  --  850 Hm ∑10400 HM  -- 14 km/h
Hotel  Carlos V 55€ mit Frst.  und Lunchpaket
750 - 1000 - 930m Nachts -2°C, Tags 0-11°C

Lange Geraden mit leichten aber langen Anstiegen. Wenig Verkehr und einsame Strecke. Sanabría ein sehr nettes altes Dorf. Gehen vor dem Essen im Hellen und nach dem Essen (12,-€ fürs Memü mit 1l Wein und Nachtisch) im Regen durchs Dorf und machen schöne Fotos. Sehr sehr nett! Das Zimmer ist sehr geschmackvoll mit Blick auf die Altstadt.

 

11. Tag  Puebla de Sanabría - Verin
92 km  ∑1021 km  --  1450 Hm ∑11850 HM  -- 13 km/h
Hotel Vila de Verin 5€ o. Frst.
930 - ??? - 375m Nachts 2°C, Tags 4-10°C

Nach Ausfahrt aus dem Dorf fahren wir bei eisigem Gegensturm den ersten Pass hinauf. Der Wind ist so stark, dass wir die letzten 1500m schieben müssen und selbst dabei Schwierigkeiten haben. Nach der stürmischen Abfahrt gehts auf einer sehr schmalen und holprigen Straße in Sichtweite zur Autobahn weiter Auf und Ab. Der zweite Pass führt wieder durch einen einsamen Tunnel, wie beim ersten Mal. Auf der Landstraße ist nichts los, nahezu kein Verkehr, bis auf vereinzelte Baustellen LKW. Weiter gehts Auf und Ab, mit fallender Tendenz bis zum letzten Pass, von dem aus es dann lange Abwärts geht bis nach Verin. Unterwegs viele schöne Aussichten, die uns leider durch viele schwarze Wolken vermiest werden. Auf Grund der eisigen Kälte haben wir den ganzen Tag die Regensachen übergezogen. Nach Verin gehts lange bergab, sodass wir uns endlich einmal entspannen können. Die Stadt ist ziemlich häßlich und abweisend, und die Leute mehr als muffelig. In der Bar, wo wir Championsleague schauen, ist die Bedienung sehr ablehnend. BxB gewinnt noch in letzter Sekunde...

 

12. Tag  Verin - Cea
91 km  ∑1122 km  --  1630 Hm ∑?13480 Hm  -- 14 km/h
Hotel  Carlos V 55€ mit Frst.  und Lunchpaket
750 - 1000 - 930m Nachts -2°C, Tags 0-11°C

Morgens in netter Bäckerei neben dem Hotel gefrühstückt. Auf nassen Straßen gehts bald bergauf weiter. Am 890m hohen Pass Puerto de Estivadas regnet es wieder und es ist völlig nebelig. In Xinxo trinken wir bei 10°C draußen einen Cortado und unterhalten uns nett mit einer Oma. Noch einmal gehts hoch auf den 750m hohen Alto de Allaritz, bevor es hinab nach Ourense geht. Hier auf knapp 100m Höhe kommt plötzlich die Sonne raus und es wird gleich 16°C "warm". Da es noch früh ist, entschließen wir uns für die Weiterfahrt zur 21km entfernten Pilgerherberge in Cea. Bald müssen wir fast eine 3/4 Stunde steil bergauf schieben, auf über 400m hoch. Puuuh! Zum ersten Mal schwitzen wir hier... Nach weiteren Auf und Ab und schönen Kornspeichern kommen wir spät und müde an der tollen Pilgerherberge an. Wir sind mit zwei Einzelreisenden die einzigen hier. Sehr nett und ruhig. Abends noch in die super kleine Dorfbar, um CL-Fußball zu schauen.

 

13. Tag  Cea - Santiago
84 km  ∑1206 km  --  1300 Hm  ∑14780 Hm  -- 13 km/h
Hostal  Santa Cruz 30€ ohne Frst.
Tags 7-11°C

Ganze Nacht hat es in Strömen geregnet. Auch morgens noch. In voller Regen-Montur los, nachdem wir unsere Brotreste in der netten Herberge nach sehr ruhiger Nacht vertilgt haben. Es ist wieder sehr kalt und langsam fahren wir den Pass auf breiter und guter N-Straße hoch. Oben wieder viele Wolken. Die Städtchen sind ziemlich schäbig. Es geht dann noch ein paar mal auf und ab. Die Sonne kommt warm heraus und wir müssen uns für eine Weile ausziehen. Schöne unbekannte Gefühle, doch dann kurz vor Santiago zieht es sich wieder völlig zu und es gibt unwetterartige Niederschläge. Wir nutzen nach langem Unterstehen an einer Bushaltestelle eine Regenpause für die stressige Fahrt auf der N-Straße bis in die Stadt, die zuerst ziemlich unübersichtlich ist. In der Touri-Info werde ich erstaunt angesehen, als ich nach einem netten kleinen Hotel frage. Ziemlich unfreundlich. Dann schnell umziehen und in die sehr angenehme Altstadt mit der tollen Kathedrale. Essen in einem Lokal noch etwas quer durch den kulinarischen Garten und dann müde nach Fotosession an der Kathedrale in das preiswerte Hostal, das mitten in der Altstadt liegt.  Schöner Tag und schöner Abend.

 

14. Tag  Santiago - Laxe
95 km  ∑1301 km  --  1300 Hm  ∑16080  -- 16 km/h
Hostal Bahia ** 45€ ohne Frst.
Santiago - 400m - 0m Nachts -2°C, Tags 11-15°C

Fahren vom Hostal gleich in die Stadt zum Frühstücken und dann nochmals zur Fotosession zur Kathedrale. Dann auf schmalen Straßen bergauf. Schließlich in einem Flusstal leicht ansteigend weiter. Nette Landschaft und auch die Sonne ist uns hold. Hinter der Kreuzung mit der Straße 400 tolle Abfahrt nach Entrecruces und leicht weiter abfallend bis nach Carballo. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Meer, wo gigantische Wellen auf den Strand schlagen. Dann auf sehr steilen Sträßchen hoch hinauf über 200m in die Küstenberge, da eine flachere Landstraße fehlt. Der Campingplatz in Malpica ist nicht sehr einladend, und so gehts weiter über Ponteceso nach Laxe, wo der Vermieter Monolo uns ein wenig auf die Cochones geht, weil er uns fortwährend einen längeren Aufenthalt verklickern will. Abends die erste Pizza hier, danach ab ins leere Hostal. Wettertechnisch schönster Tag bisher.

 

15. Tag  Laxe - Corcubión
47 km  ∑1348 km  --  940 Hm ∑17020 Hm  -- 11 km/h
Hostal Las Hortensias ** 45€ mit Frst. modern und sehr schön
0m - 150m - 0m, Tags 16°C

Nach dem Aufstehen zur Bar Bahia, um den Schlüssel abzugeben und zu frühstücken. Es beginnt wieder eine Info-Orgie durch Manolo, der nicht locker lässt. Fast schon aufdringlich! Dann bei orkanartigem Wind dauernd Auf und Ab nach Süden. Aufgrund des Wetters kneifen wir uns die Strecke entlang der Küste (Piste) und rollen knapp an der Kippgrenze weiter. Auch den Abzweig zum Kap Finistere kneifen wir uns, da man kaum noch gegen den Wind fahren kann. Müde und ausgelaugt gelangen wir früh in C. an und genehmigen uns noch einen Spaziergang durch das nette Dorf und anschließend einen Gang in die Hotelkeipe, die heute am Samstag auch von vielen Eingeborenen besucht wird.

 

16. Tag  Corcubión - Boiro
94 km  ∑1442 km  --  1250 Hm ∑18270 Hm  -- 14 km/h
Camping Barrana - Bungalow 40€ ohne Frst.
0m - 190m - 0m, Tags 16°C

Fahren nach dem Frühstück bei zugezogenem Himmel auf der Promenade zum Dorf. Hier hat am Sonntag noch alles geschlossen, menschenleer. Entlang der Promenade von Cee gehts durch die Hafengegend weiter an der Küste entlang. Die ganze Strecke führt heute endlich als Küstenstraße weiter, aber dauernd Auf und Ab. Gut zu fahren, trotz des ständigen frischen Winds. Einige schöne helle Strände unterwegs. Die Berghänge sind, so weit das Auge reicht, mit fettgelbem blühendem Ginster überzogen. Das Wetter bleibt trotz dunkler Wolken zunächst trocken, und es ist wenigstens mit 16°C einigermaßen mild. MUROS ist dann ein sehr nettes Dorf, mit vielen alten Gebäuden in der zweiten Reihe. Hier befinden sich auch schmale Gassen und viele gut besetzte Restaurants. Das nicht weit entfernte Noia ist ebenfalls einen Besuch wert mit seinen alten Gemäuern und Arkadengängen aus Granit. Sehr hübsch. Da es noch nicht so spät ist, fahren wir weiter nach Süden, doch bald holt uns der Regen ein, der bis in die Nacht nicht mehr aufhört. Am Campingplatz gibt es Bungalows sodass wir bei 40,-€ nicht das Zelt in die durchweichte Wiese stellen müssen. Den Abend verbringen wir dann bei einigen Canas in der gut besuchten Bar, wobei wir uns auch noch einen Salat, eine Tortilla und ein Churrasco (gegrillte Rippchen) genehmigen. Ab morgen soll der Sommer Einzug halten...

 

17. Tag Boiro - Porto Nuevo (Sanxenxo)
74 km  ∑1516 km  --  850 Hm ∑19120 Hm  -- 14 km/h
Camping Paxarinas - 15€      Tags 15°C

Gut im Bungalow geschlafen. Um 8Uhr los in die nächste Bar- Dann den Berg zurück und häufig Auf und Ab nach Catoira, wo es dann Richtung Süden geht. Hier wieder Riesen-Baustellen für die neue Eisenbahn mit großen Brückenpfeilern, die gerade gegossen werden. Cambados ist dann ein nettes Dorf mit schönem Platz, insgesamt wirkt es freundlich. Auf Grund von fehlenden Übernachtungsmöglichkeiten bleiben wir heute in Sanxenxo, glauben wir jedenfalls. Aber der Campingplatz hat noch zu und wir wollen bei dem schönen Wetter nicht wieder ins Hotel. Also einige Km weiter zum nächsten Platz. Hier netter Küstenweg, den wir Abends noch abgehen, während die Brandung in die Felsen knallt. In der Bar eines nahen Hotels noch ein paar gute Tips für die Weiterfahrt. Schöne Küste, doch Sanxenxo nicht so nett wie erhofft. Anstrengende Tour gegen den etwas schwächeren Wind. Wärmer aber immer noch mit langer Hose und Jacke.

 

18. Tag  Porto Nuevo - Baiona
79 km  ∑1595 km  --  800 Hm ∑19920 Hm -- 15 km/h
Camping Baiona Playa - 15€,     Tags 16°C

Nach guter Nacht fahren wir an die Promenade, um bei Frühstück die Morgensonne zu genießen. Dann schon wieder im kleinen Dorf Combarro Pause gemacht, wo die Horreos direkt am Meer stehen. Viele Restaurants und Souvenirbuden dazwischen aber sehr sehr schön!  Im weiten Bogen nach Pontevedra, eine der angenehmsten Städte bisher. Sehr schöne alte Innenstadt mit vielen Restaurants an den Plätzen. Dann auf einer breiten Straße weiter die Peninsula Morrazo hinab. Viele nette Strände aber auch durchgehend bebaut. Von Cangas führt die Fähre hinüber nach Vigo (1/2 Stündlich, kpl. 7€, 20 min.). Vigo selbst sehr groß und städtisch. Altes Viertel noch OK, aber am frühen Nachmittag wie ausgestorben. Dann auf 4-spuriger Straße nach Süden durchs Hafengebiet. Irgendwie verpassen wir den Abzweig auf die Promenade und müssen durch einen Tunnel mit viel Verkehr. Kommen am schönen Playa de Samil aus. Dann weiter auf der Küstenstraße nach Baiona, das sehr nach den Oberitalienischen Seen aussieht. Verbringen den Abend mit Brot und Bier bis zum Sonnenuntergang am Strand. Sehr schöne Gegend und nun endlich angenehme Temperaturen.

 

19. Tag   Baiona (E) -  Caminha  (P)
98 km  ∑1693 km  --  800 Hm ∑20720 Hm -- 18 km/h
Camping Caminha 12€      Tags 17°C

Erst um 8:30 losgefahren, um gegenüber der Festung das Frühstück einzunehmen. Dann auf toller Küstenstraße auf einem breiten Fahrradweg entlang der Felsküste mit tosenden riesigen Wellen. Toll!! Highlight der Reise bisher! Da die Strecke relativ flach ist, kommen wir viel zu schnell in Guarda an, nur um etwas zu essen und dann gleich weiter mit Rückenwind den Rio Mino hinauf nach Tui zu fahren. Tui ist ganz nett, fällt aber gegen die netten Orte der letzten Tage etwas ab. Ganz anders dagegen die über eine Eiffelbrücke erreichbare Stadt Valenca, die ein tolles Kastell aufweist, in dem der alte Stadtkern liegt. Hier plötzlich andere Welt. Alles sieht frischer und freundlicher aus gegenüber den doch düsteren Städten Galiciens. Sehr positive Stimmung. Richtig herausgeputzt. Nur gibt es hier unzählige Handtuchverkaufsläden... Die weiß getünchten Fassaden mit den Balkonen sehen einladend aus. Auch auf dem Rückweg auf der portugisischen Seite des Flusses gibt es an der Landstraße durchweg einen breiten Seitenstreifen. Der Verkehr ist ok und lässt nach dem Abzweig zur Schnellstraße hinter Vila Nova stark nach. Vilanova und Caminha sind weitere sehr nette Dörfer, mit altem freundlichem Kern, die zu einer kleinen Kaffeepause am Hauptplatz einladen. Der nette Campingplatz liegt etwas abseits der Straße am Fluß in hörbarar Nähe zum Meer. Sehr schöner Tag heute!

 

20. Tag   Caminha  (P) - Vila Chá
88 km  ∑1781 km  --  600 Hm  ∑21320 Hm -- 10 km/h

 

21. Tag  Vila Chá - Flughafen
16 km ∑1797 km  --  200 Hm ∑21520 Hm